Schwimmen mit Baby: 10 Hinweise und Tipps für das Schwimmen mit Neugeborenen

   
von Ralf-Ingo S. - letzte Aktualisierung:
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Ab wann ist das Schwimmen mit Baby möglich?

Das ideale Alter liegt zwischen 4 und 6 Monaten. Wichtig ist, dass die eigenständige Steuerung der Körpertemperatur bereits möglich ist.

Lohnt es sich, einen Babyschwimmkurs zu besuchen?

Ja, so lernen Eltern und Babys unter professioneller Anleitung. Dies beugt Fehlern vor und verhindert die Entstehung von Ängsten.

Welche Ausstattung ist nötig?

Das wichtigste Zubehör ist eine Schwimmwindel. Zudem sind Handtücher, Wechselkleidung, Duschgels, Lotions und Essen erforderlich.

Wasser ist für viele Menschen ein angenehmes Element. Manch ein Erwachsener ist jedoch auch heute noch unsicher im Wasser und hegt eine gewisse Scheu davor. Vor allem bei Kindern ist die Quote der Nicht- bzw. Schlechtschwimmer sehr hoch. So sind laut Angaben des DLRG knapp 60 % der 10-jährigen Kinder hierzulande der Kategorie der nicht sicheren Schwimmer zuzuordnen.

Indem Sie bereits mit ihrem Baby schwimmen gehen, machen Sie einen ersten Schritt, um Ihr Kind ans Wasser zu gewöhnen. Wir zeigen Ihnen, welche Faktoren Sie dabei beachten sollten und welche Ausrüstung nötig ist.



1. Schwimmen mit Baby: Welche Vorteile bietet der frühe Beginn?

Das ideale Alter:

Um das erste Mal mit einem Baby schwimmen zu gehen, sollte es zwischen 4 und 6 Monate alt sein. Im Idealfall fragen Sie in einer Untersuchung kurz vorher bei Ihrem Kinderarzt nach, ob etwas gegen den Schwimmbadbesuch spricht.

Babys sind es im Mutterleib gewohnt, sich im Wasser zu bewegen. Das Element ist Kindern daher von Beginn an vertraut, sodass es für die meisten Kinder sehr angenehm ist, in der Wanne zu Hause zu plantschen.

Genau diese Fähigkeit soll durch das Schwimmen mit Neugeborenen erhalten bleiben. So können Babys ohne Schwierigkeiten unter Wasser die Augen öffnen und sind auch in der Lage, klar zu sehen. Um jedoch mehr als nur ein paar Minuten im Wasser verbringen zu können, ist es nötig, dass Kinder in der Lage sind, ihre Körpertemperatur selbst zu regulieren. Wann dies der Fall ist, hängt dabei von individuellen Faktoren ab.

Neben der Wassergewöhnung sprechen vor allem die folgenden Aspekte dafür, frühzeitig mit Babys schwimmen zu gehen:

  • Stärkung der Bindung zwischen Eltern und Kind
  • Verbesserung der Durchblutung (aufgrund der Bewegung mit sanftem Widerstand)
  • Stärkung der Immunabwehr
  • Körperliche und geistige Auslastung (die auch beim späteren Einschlafen hilfreich ist)

Achtung: In den meisten Bädern kommt viel Chlor zum Einsatz. Dieser kann die sehr empfindliche Haut von Babys reizen. Achten Sie daher direkt nach dem Baden darauf, Ihr Baby gründlich abzuduschen und anschließend einzucremen.

2. Voraussetzungen für den ersten Schwimmbadbesuch

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Besonders gut eignen sich ruhige Tage.

Ist Ihr Kind 4, 5 oder 6 Monate alt, so kann es losgehen. Damit der erste Tag im Schwimmbad in positiver Erinnerung bleibt, achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausgeschlafen ist. Zudem bietet es sich an, einen Zeitpunkt zu wählen, an dem typischerweise mit weniger Betrieb im Schwimmbad zu rechnen ist. Meist bieten sich Zeiten früh morgens oder mittags an. Regional kann dies jedoch aufgrund von Kursen auch anders aussehen.

Die Fähigkeit von Babys, die eigene Körpertemperatur zu steuern, ist zu Beginn des Lebens noch recht eingeschränkt. Die Wassertemperatur sollte daher bei 32 Grad oder mehr liegen. Fällt die Wassertemperatur hingegen niedriger aus, so wird es Kindern schnell zu kalt, sodass der erste Besuch im Schwimmbad unangenehme Folgen haben kann.

In speziellen Schwimmbereichen für Babys wird sehr genau auf die Einhaltung der Wassertemperatur geachtet. Vielfach können Sie diese vor Ort auch ablesen.

Tipp: Möchten Sie im Urlaub mit Ihrem Baby schwimmen, so nehmen Sie ein kleines Wasserthermometer mit oder testen Sie das Wasser selbst und halten Sie die ersten Badeversuche entsprechend kurz. Bläuliche Lippen sind ein klares Indiz, dass es zu kalt ist und Sie das Wasser sofort verlassen sollten.

3. Kurse zum Schwimmen mit Babys: Wie laufen sie ab?

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Warten Sie nicht zu lange mit der Anmeldung.

Um beim ersten Besuch im Hallenbad alles richtig zu machen, bietet sich der Besuch eines Kurses an. Dieser hilft vor allem Eltern, denn im Kurs geht es nicht darum, schwimmen zu lernen, sondern korrekte Techniken zu erlernen, um das Baby im Wasser richtig halten und unterstützen zu können.
Für den ersten echten Schwimmkurs sind Kinder mit 3 oder 4 Jahren bereit.

Das Babyschwimmen selbst dauert in etwa 30 bis 45 Minuten, wobei sich die Zeit im Wasser in der Regel auf 20 bis 30 Minuten beschränkt. Dabei werden die Kinder gehalten und können im Wasser strampeln. Der Auftrieb des Körpers wird dabei genutzt. Auch das Tauchen ist durchaus möglich, da Kinder einen angeborenen Reflex haben, der dazu führt, dass sie die Luft anhalten, wenn sie sich unter Wasser befinden.

Dieser Reflex verschwindet ab einem Jahr und muss zudem behutsam hervorgerufen werden. Er sorgt also nur kurze Zeit für Sicherheit. Danach müssen Babys ab einem Jahr lernen, selbst den Atem anzuhalten. Da dieser Vorgang nicht bei jedem Baby gleich gelingt, ist das Tauchen keine Pflicht. Im Zentrum das Babyschwimmens steht stets der Spaß.

Die Kosten für einen Babyschwimmkurs liegen meist bei etwa 10 bis 15 Euro pro Einheit. Der Kurs ist dabei vielfach auf 8 bis 12 Einheiten ausgelegt und findet einmal wöchentlich statt.

Es gibt auch spezielle Kurse, die Babys die Selbstrettung durch ein Umdrehen von der Bauch- in die Rückenlage möglich machen sollen. Diese Methode erfordert allerdings sehr viel mehr Zeit und ersetzt nicht die Kontrolle durch die Eltern. Der Entwicklung kann ein entsprechender Kurs allerdings nicht schaden.

4. Checkliste für das Babyschwimmen: Welche Utensilien sind nötig?

Damit Sie nichts vergessen, packen Sie die Schwimmtasche für den Kurs am besten frühzeitig. Folgende Dinge sollten dabei auf Ihrer Checkliste stehen:

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Die vielen neuen Erfahrungen im Schwimmbad sorgen für Hunger.

  • Windeln: Im Gegensatz zu regulären Windeln benötigen Sie beim Schwimmen eine Schwimmwindel oder aber Windeln aus Stoff, die Ausscheidungen sicher auffangen. Die frische Windel nach dem Schwimmkurs darf allerdings auch nicht fehlen.
  • Bademantel oder großes Handtuch: Der Stoff sorgt auf den Wegen zwischen Schwimmbecken, Dusche und Umkleide dafür, dass Ihr Baby nicht friert.
  • Duschgel und Creme: Verwenden Sie ein Babyduschgel, um das mit Chlor versetzte Wasser abzuwaschen, und cremen Sie die Haut anschließend direkt ein.
  • Haartrockner: Fest installierte Geräte sind meist recht kräftig, sodass sich der eigene kleine Haartrockner besser anbietet.
  • Mütze: Über den Kopf geht ein großer Teil der Körperwärme verloren. Verhindern Sie dies mit einer Mütze.
  • Essen: Sofern Sie Ihr Baby nicht stillen, denken Sie an Babynahrung, da die Aktivität den Hunger anregt.

Möchten Sie selbst üben, so bietet sich auch ein Ring zum Babyschwimmen an. Der Ring sorgt dabei für eine konstante Unterstützung.

Im Urlaub ist hingegen vor allem UV-Schutzkleidung von großer Bedeutung. Die UV-Schutzkleidung ersetzt zwar keine Sonnencreme, kann aber gerade bei längeren Strandaufenthalten helfen. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Babys keinen Sonnenbrand bekommen, da selbst kleine Sonnenbrände (beispielsweise am Rand der UV-Schutzkleidung) das Risiko für Hautkrebs deutlich erhöhen.

5. Zubehör zum Schwimmen mit Baby bestellen

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