Schnuller: Ja oder nein? Eine Entscheidungshilfe

   
von Dana S. - letzte Aktualisierung:
schnuller ja oder nein
Warum ist der Saugreflex so wichtig?

Babys beginnen nicht erst bei der Geburt, sondern bereits im Mutterleib damit, an ihrem Daumen zu lutschen. Dieses natürliche Saugbedürfnis ist überlebenswichtig, da es einen Säugling in den ersten Wochen und Monaten mit Nahrung versorgt.

Welche Argumente sprechen für und gegen den Einsatz von Schnullern?

Das Nuckeln am Schnuller wirkt sehr beruhigend auf Babys. Können oder wollen Mütter ihr Kind nicht stillen, ist die Verwendung eines Schnullers zudem eine gute Möglichkeit, das Saugbedürfnis zu stillen. Problematisch ist hingegen, dass es durch den Schnuller häufiger zu Zahnfehlstellungen, Zungenfehlfunktionen und Infekten kommt.

Wie kann ich meinem Kind den Nuckel abgewöhnen?

Ab einem Alter von etwa zwei Jahren sollten Sie Ihrem Kind den Schnuller abgewöhnen, um Kieferfehlstellungen und Zahnprobleme zu vermeiden. Nutzen Sie dazu am besten ein schönes Ritual, wie beispielsweise die Schnullerfee oder den Schnullerbaum.

Das Leben einer frischgebackenen Mama und/oder eines frischgebackenen Papas ist nicht immer einfach. Wenig Schlaf, viel Lärm und phasenweise pure Überforderung. Zudem stehen jeden Tag wichtige Entscheidungen zur Erziehung an, die stets dem Wohle des Kindes dienen sollen. Auch bei der Frage „Schuller: Ja oder nein?“ sind sich viele Eltern unsicher.

In unserem Artikel möchten Ihnen gerne erklären, ab wann Babys einen Schnuller bekommen können und welche Argumente für und gegen den Einsatz eines Schnullers sprechen. Zudem bekommen Sie Tipps, wann und wie Sie Ihrem Kind den Schnuller wieder abgewöhnen können.


1. Babys haben ein angeborenes Saugbedürfnis

baby wird von mutter gestillt

Der Saugreflex hat eine beruhigende Wirkung.

Babys haben von Natur aus ein Saugbedürfnis, welches in den ersten Lebenswochen ihr Überleben sichert. Bereits im Mutterleib beginnen sie damit, an ihrem eigenen Daumen zu nuckeln. Sie trainieren damit bereits in der Schwangerschaft ihre Saugbewegungen, um für die Zeit nach der Entbindung gerüstet zu sein.

Liegt ein Säugling nach der Geburt das erste Mal im Arm seiner Mutter, weiß es instinktiv, was zu tun ist. Es wird automatisch sofort nach der Brust suchen, um den eigenen Hunger zu stillen. Mit der erlernten Saugtechnik wird mit Lippen und Zunge kurzerhand ein Vakuum erzeugt, sodass die Milch aufgenommen werden kann.

Das Saugen an der Brust sättigt jedoch nicht nur, sondern sorgt auch für Ruhe und Entspannung. Die meisten Babys schlafen nach der Mahlzeit ruhig und friedlich ein. Da eine Mutter ihr Kind jedoch nicht rund um die Uhr stillen kann, wird häufig ein Schnuller benutzt, um das Saugbedürfnis des Babys zu befriedigen.

2. Schnuller: Ja oder nein? – welche Gründe dafürsprechen

Die Frage „Schnuller: Ja oder nein?“ sorgt mitunter für Diskussionen. Denn auch wenn der Schnuller sehr beliebt ist, wird die Verwendung auch immer wieder kritisiert.

Vor allem von Zahnärzten sind Nuckel nicht so gerne gesehen. Viele Eltern sind sich daher unsicher, ob sie ihrem Kind einen Schnuller geben sollten.

Im Folgenden möchten wir Ihnen in einer Pro-und-Contra-Übersicht die unterschiedlichen Argumente aufzeigen, sodass Sie sich ein umfassendes Bild über die Vorzüge und Schwächen machen können.

  • Frühchen können durch einen Schnuller ihr Saugbedürfnis stillen, wenn sie noch nicht bei ihrer Mutter sein können
  • gut geeignet als Saugersatz, wenn Mütter ihre Kinder nicht stillen wollen oder können
  • sinnvolles Mittel zur Beruhigung und zum Einschlafen
  • kann unterwegs genutzt werden, wenn Stillen nicht möglich ist
  • bei starker Gewöhnung an einen Schnuller kann ein Baby nicht mehr ohne ihn schlafen oder sich beruhigen
  • der frühe Einsatz eines Schnullers kann zu einer Saugverwirrung führen (gilt vor allem für Schnuller in Kirschform)
  • ein Schnuller kann Kieferfehlstellungen begünstigen
  • das regelmäßige Nuckeln am Schnuller fördert die Entstehung von Infekten

Wie Sie sehen, gibt es sowohl viele Vorteile als auch viele Nachteile, die mit der Verwendung eines Schnullers verbunden sind. Ob Sie Ihrem Baby einen Schnuller geben, ist also eine Frage der Überzeugung und des eigenen Bauchgefühls. Hebammen raten Frauen mit Stillproblemen vorerst auf einen Nuckel zu verzichten.

Laut verschiedener Studien kann die nächtliche Verwendung eines Schnullers dazu beitragen, das Risiko des plötzlichen Kindstods zu senken. Möchten Sie Ihrem Kind jedoch keinen Schnuller geben, schützt auch das nächtliche Stillen.

3. Wenn schon Schnuller, dann auch richtig

Schnuller vs. Daumenlutschen
Bei Eltern gibt es zwei verschiedene Lager: diejenigen, die ihren Kindern einen Schnuller geben und diejenigen, die ihre Kinder lieber am Daumen nuckeln lassen. Beide Möglichkeiten bieten individuelle Vor- und Nachteile. Aber egal, für welche Variante Sie sich entscheiden – hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und lassen Sie sich nicht von anderen Müttern reinreden.

Wenn Sie die Frage „Schnuller: Ja oder nein?“ für sich selbst mit „Ja“ beantwortet haben, sollten Sie folgende Dinge beachten, um negative Folgen zu vermeiden:

  • Den richtigen Sauger auswählen: Ein Schnuller sollte sowohl aus schadstofffreien Materialien bestehen als auch kiefergerecht geformt sein. Für Neugeborene eignen sich Schnuller in der kleinsten Größe. Bei dieser Größe können Sie sogar später noch bleiben, da dies seltener zu Zungenproblemen führt.
  • Nuckel regelmäßig auskochen: Keime vermehren sich auf einem warmen, feuchten Schnuller besonders gut. Um Infekte zu vermeiden, sollten Sie den Schnuller täglich abkochen. Die Desinfektion ist in der Mikrowelle, in kochendem Wasser oder im Vaporisator möglich.
  • Schnuller nur in bestimmten Situationen zur Verfügung stellen: Geben Sie Ihrem Kind den Schnuller nur, wenn Sie das Gefühl haben, dass es keine andere Möglichkeit gibt, das Kind zu beruhigen. Fällt der Schnuller aus dem Mund, sollten Sie ihn nicht wieder in den Mund stecken. Warten Sie stattdessen, bis Ihr Kind wieder danach verlangt. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Kind nur ohne Schnuller im Mund spricht. Ansonsten kann es zu Sprachstörungen kommen.
  • Kinder auch mal schreien lassen: Auch wenn es verlockend klingt, ein Baby mit einem Schnuller ruhigzustellen, sollten Sie es auch immer mal wieder schreien lassen. Nur so merken Sie, was Ihr Kind in diesem Moment benötigt. Denn nicht immer ist der Schnuller das Objekt der Begierde.
  • Andere Beruhigungsmöglichkeiten etablieren: Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es noch andere Möglichkeiten gibt, Ruhe und Entspannung zu erlangen. Für Neugeborene sind Nähe und Geborgenheit besonders wichtig.
  • Nach dem ersten Lebensjahr den Schnuller nur noch in Ausnahmesituationen einsetzen: Ab dem ersten Geburtstag sollten Sie Ihrem Kind den Nuckel schrittweise abgewöhnen. Stellen Sie ihn hierfür nur noch in Ausnahmesituationen oder zum Einschlafen zur Verfügung.

4. Den Nuckel mit einem schönen Ritual abgewöhnen

schnullerbaum

Schnullerbäume gibt es mittlerweile auch in einigen deutschen Städten.

Nicht nur Zahnärzte, sondern auch Hebammen empfehlen Eltern, ihrem Kind den Schnuller etwa ab dem zweiten Geburtstag komplett abzugewöhnen. Die Entwicklung eines Kindes läuft jedoch sehr individuell ab. Ab wann genau Sie mit der Schnullerentwöhnung beginnen, sollten Sie daher selbst entscheiden.

Mit der Zeit verlangen die meisten Kinder immer weniger nach ihrem Schnuller. Das macht die Entwöhnung vom Schnuller etwas einfacher. Diese Kinder kommen am besten mit einer langsamen Entwöhnung zurecht, wobei Sie den Schnuller immer seltener anbieten.

Es gibt jedoch auch Kinder, die sich so sehr an die Beruhigung durch den Schnuller entwöhnt haben, dass der Abschied besonders schwerfällt.

Für diesen Fall gibt es einige Tipps und Tricks, wie Sie Ihrem Kind den Nuckel auf sanfte Weise abgewöhnen können. Besonders geeignet sind Rituale wie die Schnullerfee oder der Schnullerbaum. Kinder geben ihren Schnuller in diesen Fällen freiwillig her, um dafür eine andere Belohnung zu bekommen.

Wichtig ist es jedoch, ein Kind behutsam auf diesen Moment vorzubereiten. Erklären Sie bereits einige Wochen zuvor, wie das Ritual abläuft. Lesen Sie dazu entsprechende Geschichten vor und lassen Sie Ihr Kind passende Malbilder ausmalen.

Spätestens wenn die ersten Zähnchen kommen, sollten Sie von einem Zahnarzt kontrollieren lassen, ob Zähne und Kiefer in Ordnung sind oder ob der Schnuller bereits erste Schäden hinterlassen hat.

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