Reiten für Kinder: Vorteile und Tipps zur Sicherheit

   
von Ralf-Ingo S. - letzte Aktualisierung:
kind mit pferd
Macht Reiten für Kinder aus pädagogischer Sicht Sinn?

Reiten ist mehr als nur ein Sport. Da Kinder früh lernen, verantwortungsbewusst zu handeln, prägt dies die weitere Entwicklung maßgeblich.

Warum ist die passende Reitausrüstung so wichtig?

Leider ist das Verletzungsrisiko beim Reiten für Kinder sehr hoch. Es ist daher wichtig, dass die Grundlagen gut erklärt werden.
Darüber hinaus sorgt eine gute Ausrüstung dafür, dass Kinder sich bei Stürzen weniger schwer verletzen.

Wie teuer ist Reiten für Kinder?

Es existieren sehr viele verschiedene Möglichkeiten, sodass es schwer zu sagen ist, wie hoch die Kosten liegen. Die teuerste Variante ist ein eigenes Pferd, während Sie für einen typischen Reitkurs leidglich Kosten in Höhe von 12 bis 18 Euro pro Stunde einkalkulieren müssen.

Reiten lernen ist für viele Kinder, insbesondere für Mädchen, das größte auf der Welt. Allerdings sollten Pferde niemals unterschätzt werden, da es ansonsten schnell zu Unfällen kommen kann.

In unserem Artikel zeigen wir Ihnen daher, was Sie beim Reiten für Kinder beachten sollten, welche Möglichkeiten es gibt und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

1. Reiten für Kinder – ein pädagogisch wertvolles Hobby

ein kind striegelt ein pferd

Die Arbeit im Stall hilft Kindern in ihrer Entwicklung.

Wenn Kinder Reiten lernen möchten, so bereitet dies vielen Eltern Kopfzerbrechen im Hinblick auf die möglichen Kosten. Allerdings gibt es zahlreiche Vorteile, die bei der Entscheidung nicht außer Acht gelassen werden sollten.

Der Reitunterricht umfasst dabei mehr als lediglich zu lernen, wie man am besten nicht vom Pferd fällt. Es geht vor allem um eine Menge Verantwortung sowie einen guten Umgang mit Pferden.
Zudem lernen Kinder, sich in einer Gruppe zurechtzufinden und zu akzeptieren, dass es nicht immer nach dem eigenen Willen laufen kann.

Pferde benötigen viel Aufmerksamkeit und Pflege. Dies bedeutet, dass Kinder genügend Zeit haben sollten, um Reitstunden zu nehmen und sich im Stall um die Tiere zu kümmern.

Eine Reitschule hilft Kindern und Jugendlichen dabei, den Kopf freizubekommen und sich ganz auf die jeweilige Situation einzulassen. Viele Reiter und Reiterinnen sehen die Aufgabe des Striegelns als etwas Meditatives an.

Diese Vorteile wirken positiv auf die gesamte Entwicklung aus, da Kinder durch Pferde lernen, geduldig zu sein. Zugleich werden sie selbstbewusster, da sie in der Lage sind, sich zunehmend sicher auf dem Pferd zu bewegen und es unter Kontrolle haben.

2. Die passende Reitausrüstung – der Schutz ist von elementarer Bedeutung

Der Umgang mit einem so großen Tier wie einem Pferd birgt gewisse Risiken, die nicht unterschätzt werden sollten. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass Kinder sich so gut es geht schützen.

Die passende Ausrüstung trägt maßgeblich dazu bei, die Risiken bei Stürzen zu minimieren und schweren Verletzungen vorzubeugen.

ein maedchen lernt auf einem pferd zu reiten

Kinder sollten beim Reiten immer einen Helm tragen.

Grundsätzlich sollte jeder Reiter bzw. jede Reiterin auf folgende Reitausrüstung zurückgreifen können:

  • Reithelm: Zu Beginn nutzen Kinder häufig einen Fahrradhelm; leider bietet dieser allerdings in den seitlichen Bereichen nur unzureichenden Schutz vor Kopfverletzungen.
  • Eine passende Reithose: Diese minimiert die Gefahr, aus dem Sattel zu rutschen und sorgt dafür, dass es nicht zu Scheuerstellen kommt.
  • Gute Reitstiefel: Nur mit festem, sicheren Schuhwerk lassen sich die Steigbügel sinnvoll nutzen und ein Verheddern wird weitestgehend vermieden.
  • Eine Sicherheitsweste: Diese ist so verstärkt, dass Rückenverletzungen vorbeugt wird. Leider schränkt sie jedoch die Bewegungsfreiheit ein und eignet sich nur bedingt für die ersten Schritte.
  • Hochwertige Reithandschuhe: Sie ermöglichen einen festen Griff der Zügel.

Für das Pferd selbst werden zudem passendes Zaumzeug, ein Sattel sowie eine Decke benötigt.
Je nachdem, ob Sie möchten, dass Ihr Kind ein eigenes Pferd besitzt, sind diese Dinge allerdings zunächst noch nicht erforderlich.

Achtung: Da es schnell zu gravierenden Verletzungen kommen kann, wenn ein Kind vom Pferd fällt, sollten Kinder im Reitunterricht regelmäßig Übungen absolvieren, die das Fallen simulieren.
Die richtige Technik hilft dabei, möglichst schonend zu fallen.

3. Reiten für Kinder – diese Möglichkeiten gibt es

Der frühe Beginn:

Möchten Sie mehr über die verschiedenen Möglichkeiten zum Reiten für Kinder wissen, finden Sie hier eine umfassende Übersicht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung mit weiterführenden Informationen.

Viele Kinder wünschen sich ein Reiterlebnis, wissen jedoch oftmals noch gar nicht so genau, was sie auf einem Reiterhof alles erwartet. Bevor Sie Ihrem Kind daher ein eigenes Pferd schenken oder aber den Reitunterricht für längere Zeit buchen, lohnt es sich, sich zunächst einen Überblick zu verschaffen.

Auf dem Kindergeburtstag ist es bereits mit 4 Jahren, teils sogar mit 2 Jahren möglich, erste Erfahrungen im Umgang mit Pferden oder Ponys zu sammeln.

Ponyreiten stellt dabei die deutlich ungefährliche Variante zum klassischen Reitunterricht dar. Die niedrige Höhe sowie die geringe Geschwindigkeit machen Kindern den Einstieg so relativ leicht.
Doch auch ältere Kinder sollten immer zunächst die Möglichkeit bekommen, das sehr zeitintensive Hobby umfassend kennenzulernen.

Ideal eignen sich daher Schnupperkurse. Alternativ gibt es auch Angebote für Reiterferien, bei denen sich Kinder mehr oder weniger den ganzen Tag mit Pferden sowie dem Leben auf einem Bauernhof beschäftigen.

Wie eine erste Reitstunde in der Praxis aussehen könnte, sehen Sie in diesem YouTube-Video:

Tipp: Wenn Sie Ihr Kind frühzeitig ans Reiten heranführen möchten, so machen erste Kurse im Ponyreiten ab etwa 4 Jahren Sinn. Der typische Reitunterricht beginnt hingegen erst mit etwa 10 Jahren.

4. Preise: So teuer ist Reiten für Kinder

ein kind steht bei einem pferd an der box

Die Kosten der Unterbringung sind sehr hoch.

Ein eigenes Reitpferd kostet schnell mehrere Tausend Euro, wobei es nach oben hin kaum Grenzen gibt.
Auch wenn es generell wesentlich günstigere Hobbys gibt, so ist der Sport nicht nur Eltern mit viel Geld vorbehalten.
Über Reitbeteiligungen lassen sich die Kosten enorm senken, sodass das Hobby zwar teuer, aber bezahlbar bleibt.

Konkret müssen Sie für eine einzelnen Reitstunde in der Gruppe mit Kosten zwischen 12 und 18 Euro rechnen. Einzelstunden sind hingegen deutlich teurer. Meist müssen Sie mit mindestens 30 Euro, je nach Trainer und Qualifikation auch mit wesentlich mehr rechnen.

Bei einem eigenen Pferd sind es vor allem die monatlichen Kosten, die viele Eltern abschrecken. Im Schnitt können Sie mit etwa 400 bis 500 Euro für die Unterbringung und Verpflegung im Stall rechnen.
Hinzu kommen noch regelmäßige Besuche bei einem Hufschmied, Tierarztrechnungen sowie die nötigen Versicherungen.

Es bietet sich daher in vielen Fällen an, dass mehrere Kinder sich ein Pferd teilen. Auf diese Weise lassen sich nicht nur die Kosten deutlich senken, sondern auch der Zeitaufwand hält sich Grenzen.
Wichtig ist allerdings, dass klare Absprachen getroffen werden. Idealerweise geschieht dies vertraglich, um spätere Probleme zu verhindern.

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