Reflux bei Babys: Wie gefährlich ist der Rückfluss des Mageninhalts

   
von Dana S. - letzte Aktualisierung:
reflux baby
Was ist ein Reflux bei Babys?

Als Reflux wird eine Störung bezeichnet, bei welcher der Speisebrei aus dem Magen wieder in die Speiseröhre zurückfließt. Häufige Symptome sind regelmäßiges Aufstoßen, Speien oder Erbrechen. Bei manchen Kindern treten auch Schluckbeschwerden, Husten oder Schlafstörungen auf.

Was sind die häufigsten Ursachen für die Refluxkrankheit?

Dass so viele Babys von Reflux betroffen sind, liegt vor allem daran, dass der Schließmuskel der Speiseröhre noch zu schwach ist, um die Nahrung durchgehend im Magen zu behalten. Normalerweise löst sich dieses Problem mit dem Alter.

Wann sollte ich einen Kinderarzt aufsuchen?

Die Refluxkrankheit kommt bei Säuglingen sehr häufig vor, sodass kein Grund zur Beunruhigung besteht. Treten die Beschwerden jedoch sehr häufig oder in verstärktem Maß aus, sollten Sie Ihr Kind einem Kinderarzt vorstellen. In diesem Fall kann es sich beispielsweise um eine Nahrungsmittelallergie handeln.

Genau wie Erwachsene können auch Babys und Kleinkinder Anzeichen von Sodbrennen zeigen. Leidet ein Baby unter Reflux, handelt es sich jedoch in den meisten Fällen um keine Krankheit, sondern eine häufig auftretende anatomisch bedingte Folgeerscheinung.

Ist dies der Fall, verschwinden die Beschwerden nach einiger Zeit von selbst wieder. Wann ein Reflux beim Baby gefährlich werden kann und sie unbedingt einen Arzt aufsuchen sollten, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln. Zudem geben wir Ihnen Tipps, mit welchen einfachen Mitteln Sie die Beschwerden deutlich lindern können.


1. Bei einem Reflux fließt der Mageninhalt in die Speiseröhre zurück

mutter mit schreiendem baby im arm

Ist ein Baby nach den Mahlzeiten häufig unruhig, kann es sich um Reflux handeln.

Babys werden in den ersten Lebensmonaten ausschließlich von Milch ernährt. Dabei kann es sich entweder um Muttermilch oder um Pre-Nahrung handeln. Dabei kommt es nicht selten vor, dass ein Baby die Nahrung nach dem Füttern wieder ausspuckt. Spuckt ein Baby besonders häufig, wird es auch als Speibaby bezeichnet.

Bei einem gastroösophagealer Reflux fließt der Mageninhalt wieder in die Speiseröhre zurück. Da der Nahrungsbrei unter anderem auch Magensäure enthält, wird dieses Aufstoßen als sehr sauer empfunden. Im schlimmsten Fall können auf diese Weise Speiseröhre, Mund und Zähne merklich angegriffen werden.

Einen Reflux beim Baby können Sie an folgenden Symptomen erkennen:

  • häufiges Aufstoßen
  • Ausspucken von Milch bis hin zu schwallartigem Erbrechen
  • Schluckbeschwerden
  • Husten
  • Schreien und Unruhe nach der Nahrungsaufnahme
  • allgemeine Unruhe
  • Schlafstörungen
  • Überstrecken des Körpers nach dem Füttern
Eine Sonderform des Rückflusses ist der stille Reflux. Die Bezeichnung geht darauf zurück, dass es in der Regel zu keinen äußerlichen Symptomen kommt. Aber auch ohne Spucken kann es zu einer Schädigung der Speiseröhre und der Schleimhäute kommen.

2. Der Rückfluss entsteht häufig durch eine geringe Verschlusskraft des Magens

baby beim fuettern

Mit Einführung der Beikost lösen sich die Probleme oftmals von selbst.

Ein Reflux ist bei einem Baby im Grunde genommen völlig normal. Sowohl der Magen als auch die Speiseröhre befinden sich noch in der Entwicklungsphase, sodass sie noch nicht reibungslos funktionieren. Der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen lockert sich zwischendurch kurz, sodass die Nahrung kurz nach dem Füttern wieder zurück in die Speiseröhre gerät.

Der funktionelle Reflux ist bei Säuglingen zudem auch anatomisch bedingt. Der Winkel zwischen Speiseröhre und Magen ist noch sehr gering, sodass die Milch wesentlich leichter zurückfließen kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Muttermilch oder Pre-Nahrung handelt.

In einigen Fällen werden auch keine anatomischen Ursachen für das Auftreten des Refluxes gefunden. Dies ist häufig der Fall, wenn der Rückfluss aufgrund einer Nahrungsmittelallergie entsteht. Besonders häufig handelt es sich um eine Kuhmilch-Protein-Allergie.

3. Bei anhaltenden Beschwerden einen Kinderarzt aufsuchen

arzt untersucht den bauch eines babys

Übergibt sich ein Baby regelmäßig, sollten die Symptome bei einem Kinderarzt abgeklärt werden.

In der Regel ist es nicht gefährlich, wenn ein Baby nach der Mahlzeit häufiger aufstößt oder spuckt. In den meisten Fällen bleibt der Reflux unbemerkt und/oder folgenlos. Viele Eltern haben bereits Erfahrungen damit gemacht und festgestellt, dass sich die Beschwerden im Laufe der Zeit deutlich besser und anschließend vollständig verschwinden.

Problematisch wird es hingegen dann, wenn Babys so oft erbrechen, dass sie nicht genug Nahrung aufnehmen können und mit der Zeit sogar an Gewicht verlieren. Aber wann ist der Gang zum Arzt unvermeidbar?

Um die Gesundheit eines Kindes nicht zu gefährden, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen, wenn sich Ihr Kind regelmäßig übergibt und nach den Mahlzeiten auffallend unruhig ist. Auch wenn es zu Husten, Schluckbeschwerden und zur Verweigerung der Nahrungsaufnahme kommt, müssen die Ursachen unbedingt abgeklärt werden.

Je nach Ursache verabreicht ein Arzt Medikamente, um die Salzsäurebildung im Magen zu unterdrücken. Auch wenn es diese Tabletten frei verkäuflich in der Apotheke ist, sollten Sie unbedingt Absprache mit Ihrem Arzt halten.

Achtung: Gerät der Speisebrei nachts in die Luftwege, können sich die Bronchien verengen, sodass es zu Atempausen kommen kann. Hält der Atemaussetzer zu lange an, kann dies sehr gefährlich werden.

4. Reflux bei Babys – mit diesen Tipps lässt sich das Sodbrennen vermindern

Osteopathie bei Reflux
Dass die Symptome einer Reflux-Erkrankung auffällig oft drei bis acht Wochen nach der Geburt auftreten, führen Osteopathen auf ungünstige Umstände bei der Entbindung zurück. Durch Behandlungen im Bereich der Osteopathie soll diese Funktionsstörung auf natürliche Weise behoben werden. Hier finden Sie einen Osteopathen in Ihrer Nähe.

Leidet Ihr Baby unter Reflux ist in vielen Fällen keine medikamentöse Behandlung notwendig. In den meisten Fällen verschwinden die Beschwerden nach einiger Zeit von selbst. Um diese Zeit zu überbrücken, können einige einfache Maßnahmen helfen, die Beschwerden zu lindern. Diese möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen:

  • Kleine Mahlzeiten füttern: Je größer die Milchmengen sind, desto höher ist das Risiko, dass die Nahrung vom Magen in die Speiseröhre zurückfließt. Bieten Sie Ihrem Baby daher am besten kleine Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt an. Die letzte Mahlzeit sollte zudem nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen erfolgen.
  • Stillen und Füttern in aufrechter Position: Wenn ein Baby in waagerechter Position Nahrung aufnimmt, kann der Mageninhalt ungehindert wieder nach oben fließen. Füttern Sie Ihr Kind daher immer in aufrechter Position. Am besten ist es, wenn Ihr Kind anschließend noch für etwa 30 Minuten in dieser Position bleibt.
  • Eindicken der Nahrung: Da dickere Nahrung nicht so leicht zurückfließen kann, reicht es in einigen Fällen schon aus, wenn Sie die Babynahrung etwas andicken. Dafür können Sie beispielsweise Johannisbrotkernmehl verwenden.
  • Schlafposition verändern: Lagern Sie Ihr Kind in Rückenlage am besten mit erhöhtem Oberkörper. Der Winkel sollte dabei etwa 30 Grad betragen. Sie können entweder ein Kissen unter das Kopfende der Matratze legen oder auf eine spezielle Babystütze zurückgreifen.
  • Zähne pflegen: Hat ein Baby schon Milchzähne, kann die Säureeinwirkung zu Erosionen führen. Die Pflege der Zähne ist daher bei Reflux besonders wichtig. Da die Magensäure den Zahnschmelz angreifen kann, ist eventuell der Einsatz von Fluorid sinnvoll. Fragen Sie in diesem Fall am besten Ihren Zahnarzt um Rat.

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