Raumgestaltung im Kindergarten: Tipps für kinderfreundliche Raumkonzepte

Raumgestaltung-Kindergarten-Ratgeber
  • Die Raumgestaltung im Kindergarten unterscheidet sich je nach Konzeption deutlich voneinander.
  • Achten Sie bei der Konzeption der Räume auf die veränderte Perspektive der Kinder.
  • Einzelne Themenbereiche lassen sich durch Raumtrenner sowie eine unterschiedliche Farbgebung optisch voneinander abgrenzen.

Die Raumgestaltung im Kindergarten nimmt bei einigen Konzepten einen großen Stellenwert ein. Aber wie wichtig ist die Gestaltung der Räume im Kindergarten tatsächlich?

In unserem Ratgeber erfahren Sie, welche Ausstattung elementar ist und inwieweit Kinder von einer guten Einrichtung profitieren.

1. Kinder benötigen Platz

Kinder spielen draußen

Viel Bewegungsfreiheit fördert die Kreativität.

Es gibt zahlreiche Ideen zur Raumgestaltung im Kindergarten. Dabei spielen die einzelnen Interessen der Kinder eine große Rolle. Das Ziel vieler Einrichtungen besteht darin, den Kindern eine Vielfalt an Möglichkeiten zu gewähren, um sich frei zu entfalten. Häufig endet dies in einer Reizüberflutung für die Kinder, da es in jeder Ecke des Raumes etwas Neues zu entdecken gibt.

Wenn Sie einen Kindergarten einrichten, gibt es viele Dinge zu beachten. Generell gilt jedoch die Devise, weniger ist mehr. Ein gutes Raumkonzept zeichnet sich dadurch aus, dass es den Kindern sehr viel Freiraum ermöglicht, um sich zu bewegen und die Fläche so individuell zu nutzen.

Dies soll keineswegs bedeuten, dass die Raumgestaltung im Kindergarten unwichtig ist. Vielmehr gilt es, die einzelnen Räume optimal auszunutzen und perfekt an die Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersgruppen im Kindergarten anzupassen.

Die folgenden Räume sollten in keinem Kindergarten fehlen:

  • ein gemeinsamer Gruppenraum
  • ein Ruheraum, bei kleineren Kindern eventuell ein zusätzlicher Schlafraum
  • separate Bereiche für die Verpflegung
  • Außenbereiche zur freien Bewegung

Neben dem Gruppenraum eignen sich bei der bildungsorientierten Raumgestaltung verschiedene Räume oder Bereiche für unterschiedliche Bildungsbereiche.

2. Die Raumgestaltung im Kindergarten sollte flexibel sein

Situationsansatz Raumgestaltung

Sorgen Sie mit Teppichen oder Raumteilern für klar abgegrenzte Spielbereiche.

Orientieren Sie sich bei der Einrichtung und Ausstattung der Räume an den Bedürfnissen der Kinder. Versetzen Sie sich in die Lage der Kleinen und begeben Sie sich für einen neuen Blickwinkel einmal auf alle Viere oder in die Hocke. So entdecken Sie die Umgebung aus der Sicht eines Kindes.

Da der Raum häufig als dritter Erzieher bezeichnet wird, lässt sich die Wichtigkeit der Raumgestaltung erkennen. Dabei sind nicht nur die Raumaufteilung an sich, sondern auf die Wandgestaltung sowie die Wahl des passenden Bodenbelags von elementarer Bedeutung.

Abgesehen von Kindergartenmöbeln, sollte das Spielmaterial nicht allzu üppig ausfallen. Viel wichtiger ist es, die Materialien von Zeit zu Zeit auszutauschen, um gezielte Projekte durchführen zu können.
So lernen die Kinder, kreativ zu bleiben und immer wieder neue Ideen zu entwickeln.

Tipp: Beziehen Sie die Eltern und Kinder, sofern es möglich ist, in Ihre Planung mit ein. Vielleicht lässt sich der eine oder andere Bereich genauso gestalten, wie es den Wünschen Ihrer Schützlinge entspricht.

3. Unterschiedliche Bereiche schaffen – so geht es

Steht Ihnen ein großer gemeinsamer Gruppenraum zur Verfügung, so gilt es, verschiedene Bereiche zu erschaffen. Achten Sie bei der Gestaltung der einzelnen Spielbereiche darauf, dass das entsprechende Material auch in der Nähe untergebracht ist.
Besonders gut eignen sich hier Kisten mit verschiedenen Farben und Fotos des Inhalts. So können sich die Kinder leichter orientieren und überlegen, welche Aktivität ihnen eher zusagt.

Kindergartenbedarf

Auch der Außenbereich im Kindergarten sollte nicht vergessen werden.

Hier finden Sie einige Beispiele für mögliche Bereiche im Kindergarten:

  • Rollenspielbereiche
  • Bastel- und kreative Gestaltungsbereiche
  • Musikecken
  • Bereiche, die ausschließlich der Bewegung gewidmet sind
  • Spielbereiche für Gemeinschaftsspiele

Achten Sie darauf, dass Sie die unterschiedlichen Bereiche möglichst deutlich voneinander abgrenzen. Dies kann durch ein unterschiedliches Design sowie durch Raumtrenner geschehen.
Vermeiden Sie jedoch einen zu starken Mix von unterschiedlichen Eindrücken auf einer kleinen Fläche. Im Zweifel lassen Sie einen Bereich weg, um diesen von Zeit zu Zeit gegen einen anderen auszutauschen.

Es muss stets genügend Bewegungs- sowie Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder geben. Am besten sorgen Sie in Entspannungszonen für eine andere Farbgebung sowie sanftere Lichtverhältnisse.

Möchten Sie sich näher mit der Regio-Pädagogik sowie der optimalen Raumgestaltung auseinandersetzen, sei Ihnen die folgende Bachelor-Arbeit, die Sie auf der Website der Universität Hamburg finden, ans Herz gelegt.

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