Privater Kindergarten: Unterschiede zu öffentlichen Einrichtungen

Privater Kindergarten
  • Ein privater Kindergarten unterscheidet sich nicht grundsätzlich von einer städtischen Einrichtung.
  • Die meisten privaten Kindertagesstätten sind etwas oder sogar deutlich teurer als die kommunale Einrichtung vor Ort.
  • Einige private Kitas bieten sehr lange Öffnungszeiten an, während andere Privatkindergärten mehr Wert auf Qualität als auf zeitliche Flexibilität legen.

Neben öffentlichen Einrichtungen gibt es jede Menge private Kindertagesstätten. Aber was bietet ein privater Kindergarten im Gegensatz zu der städtischen Variante? Wie sieht es mit den Kosten aus und unterscheiden sich die Konzepte grundlegend?

In diesem Artikel stellen wir Ihnen die private Kita sowie weitere individuelle Betreuungsmöglichkeiten vor und erklären, inwieweit sich daraus Vor- sowie Nachteile ergeben.

1. Ein privater Kindergarten – auf den ersten Blick gar nicht so anders

Raum im Kindergarten

Die Räumlichkeiten unterscheiden sich nicht grundsätzlich voneinander.

Der Bereich der Kinderbetreuung stellt den Bund, die Länder sowie die Kommunen vor enorme Herausforderungen. Seit Jahren gibt es Kritik am derzeitigen Betreuungsschlüssel und an zu wenigen Kindergartenplätzen.

Seit der Einführung des flächendeckenden Anspruchs auf einen Betreuungsplatz verschärft sich die Situation für viele Orte zusätzlich. Viele Eltern müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen und sich in Geduld üben, bis sie erfahren, ob ihr Kind in der örtlichen Krippe einen Platz findet oder ob die private Kita vielleicht eine Lösung darstellt.

Ein privater Kindergarten unterscheidet sich dabei nicht grundlegend von einem städtischen Kindergarten. Je nach Ort und Region gibt es allerdings teils deutliche Unterschiede im Hinblick auf die Ausstattung, die Kosten sowie den jeweiligen Betreuungsschlüssel.

Da für alle Kinder ein Anspruch auf Betreuung besteht, stellt sich die große Frage, inwieweit die private Kinderbetreuung von den Kommunen erstattet werden muss, sofern keine Alternative zum städtischen Kindergarten bereitgestellt werden kann.

Grundsätzlich sind die Kosten eines Privatkindergartens erstattungsfähig. Dies gilt jedoch nur, sofern kein adäquater Kindergartenplatz in der Nähe zur Verfügung gestellt werden kann.

Inwieweit es auch zum Fiasko werden kann, einen Elite-Kindergarten auszuwählen, sehen Sie in folgendem Video:

2. Das Kind im Privatkindergarten anmelden

Erzieherin mit Kindern

In einigen Gebieten ist eine Erzieherin für sehr viele Kinder verantwortlich.

Städtische Kinderbetreuungseinrichtungen sind komplett durch den Staat finanziert. Demgegenüber ist der Bereich der privaten Kinderbetreuung auf die Mithilfe der Eltern angewiesen.

Dies bedeutet in den meisten Fällen, dass die Kosten teilweise deutlich höher als diejenigen des städtischen Kindergartens sind.

Da Eltern also tendenziell mehr Geld in die Hand nehmen müssen, um eine private Kinderbetreuung zu finanzieren, erwarten sie automatisch eine bessere Betreuung. Aufgrund der großen Unterschiede der einzelnen Einrichtungen zueinander lassen sich allerdings keine generellen Vor- sowie Nachteile im Vergleich zwischen öffentlichen und privaten Kitas feststellen.

Während Sie in einem Elite-Kindergarten einen hervorragenden Betreuungsschlüssel sowie kleine Gruppen finden, ist dies ansonsten im gesamten Bundesgebiet sehr verschieden.

Einen Artikel zu der KiTa Situation in Deutschland mit verschiedenen Grafiken zur Information über die Betreuungsschlüssel finden Sie hier.

Tipp: Erfreulicherweise verbessert sich die Kinderbetreuungssituation in Deutschland zunehmend, sodass Eltern wieder mehr Auswahlmöglichkeiten haben.

3. Konzeptionelle Unterschiede zwischen privaten und öffentlichen Kindergärten

Kind schaut aufs Wasser

Je nach konzeptioneller Ausrichtung spielt die Natur eine große Rolle.

Hinsichtlich der Ausrichtung der einzelnen Einrichtungen gibt es teils enorme Unterschiede. Auch wenn städtische Einrichtungen vermehrt auf innovative Konzepte und eine weitgehende Öffnung setzen, sind die meisten Kitas eher gemäßigt.

Ein privater Kindergarten ist hingegen weniger gebunden, sodass auch außergewöhnliche Modelle in Reinform vorkommen. So gibt es beispielsweise spezielle Waldkindergärten, Einrichtungen, die auf die Fröbelpädagogik setzen sowie Kitas, die Maria Montessori als Vorbild haben.
Auch Waldorfkindergärten, bei denen der Fokus auf einer künstlerischen und freien Persönlichkeitsentfaltung liegt, finden sich im Spektrum der privaten Betreuungseinrichtungen.

Um sicherzustellen, dass Sie die richtige Alternative zum städtischen Kindergarten auswählen, sollten Sie sich das jeweilige Konzept der privaten Kinderbetreuung vor Ort anschauen.
So haben Sie Möglichkeit, die jeweiligen Erzieher kennenzulernen und Sie bekommen einen besseren Einblick in die tägliche Praxis im Kindergarten.

4. Wichtige Fragen und Antworten – FAQ

Ist ein privater Kindergarten teurer als eine öffentliche Einrichtung?

Generell sind private Kindertagesstätten teurer als öffentliche Kindergärten. Wie viel Sie jedoch tatsächlich zahlen, hängt entscheidend von Ihrem Einkommen, der Dauer der Unterbringung im Kindergarten sowie Ihrem Wohnort ab.

Uhr verschwindet

Einige private Kitas bieten Ihnen eine enorme zeitliche Flexibilität.

Gibt es private Kindergärten, die nach 18 Uhr oder samstags geöffnet haben?

Ja, es gibt einige Einrichtung, die viel beschäftigten Eltern besonders lange Öffnungszeiten anbieten. Diese zusätzliche Betreuungszeit ist allerdings häufig mit nicht unerheblichen Zusatzbeiträgen verbunden.
So gut wie jede öffentliche Kindertagesstätte ermöglicht es Ihnen jedoch eine Unterbringung vom 9 bis 10 Stunden, um die Vereinbarkeit mit einem Vollzeitjob zu gewährleisten.

Auch in puncto Ferienbetreuung können einige private Kitas punkten, da es nur selten oder gar nicht zu einer kompletten Schließung der Einrichtung kommt.

Habe ich in einem privaten Kindergarten ein Mitspracherecht bei Entscheidungen?

In privaten Kindergärten ist die Mitbestimmungsmöglichkeit von Eltern häufig deutlich höher. Je nachdem, um welche Art der Einrichtung es sich handelt, ist sogar ein besonderes Engagement der Eltern gefordert. Insbesondere beruflich stark eingespannte Eltern sollten dies bei der Wahl des Kindergartens bedenken.

Haben Kinder, die einen Elite-Kindergarten besuchen, es später leichter?

Es gibt keine einheitlichen Belege, dass Kinder in besonders hochpreisigen Kitas bessere Leistungen erreichen als Kinder, die lediglich öffentliche Kindertagesstätten besuchen.

Ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl des für Sie passenden Kindergartens sollte es daher sein, ob Sie sich mit dem Konzept identifizieren können und die Kompetenz der Erzieher und Erzieherinnen nicht anzweifeln.

In welchem Alter sollten Kinder den Kindergarten besuchen?

An dieser Stelle gehen die Meinungen weit auseinander. Eine sinnvolle Beschäftigung in der Kita ist erst ab etwa 2 Jahren möglich. Insbesondere, wenn Kinder sehr viel Zeit im Kindergarten verbringen und neue Reize ausbleiben, wird es schnell langweilig.
Dies kann zu einer nicht gewünschten Unterforderung führen.

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