Nachwehen: Alles zur Dauer und wie Sie die Schmerzen lindern

   
von Dana S. - letzte Aktualisierung:
nachwehen
Wieso treten Nachwehen auf?

Nachwehen treten bereits einige Stunden nach der Geburt auf, da die Gebärmutter schnellstmöglich wieder in die ursprüngliche Form zurückfinden möchte. Durch Muskelkontraktionen und das Ausscheiden von Wundsekret kann sich die Gebärmutter wieder zusammenziehen und regenerieren.

Wie lange dauern die Schmerzen an?

Die Dauer der Nachwehen kann von Frau zu Frau stark variieren. In der Regel dauern sie jedoch nur wenige Tage an. Spätestens gegen Ende des Wochenbetts sind die meisten frischgebackenen Mütter schmerzfrei.

Wie lassen sich die Schmerzen lindern?

Die Schmerzen lassen sich durch Wärme, bestimmte Kräuter, homöopathische Mittel und den regelmäßigen Gang zur Toilette reduzieren. Helfen diese Maßnahmen nicht, ist es sinnvoll, Schmerzmittel einzunehmen.

Nach der Geburt muss sich der weibliche Körper zunächst wieder daran gewöhnen, dass nun kein Lebewesen mehr versorgt werden muss. Die Gebärmutter heilt langsam ab und zieht sich wieder zusammen. Während dieses Prozesses kann es zu Nachwehen kommen, die mitunter sehr schmerzhaft sind.

Wann Nachwehen auftreten, wie sie sich anfühlen und wie lange sie andauern, erfahren Sie in diesem Artikel. Zudem geben wir Ihnen Tipps, was Sie gegen die Schmerzen tun können.


1. Nachwehen entstehen durch Muskelkontraktionen

Nachgeburtswehen vs. Nachwehen

Auch wenn diese beiden Begriffe oftmals synonym verwendet werden, handelt es sich um zwei verschiedene Arten von Wehen. Während Nachgeburtswehen dazu beitragen, dass die Plazenta ausgestoßen wird, entstehen Nachwehen durch die Rückbildung der Gebärmutter.

Eine natürliche Geburt ist für Paare ein unglaubliches und überwältigendes Erlebnis. Das eigene Kind zum ersten Mal in den Armen zu halten, lässt Gefühle erwachen, die Frauen und Männern in dieser Form noch nicht erlebt haben. Einzig und allein die Nachwehen im Wochenbett können dieses Glück ein wenig trüben.

Dass der weibliche Körper ein solches Wunderwerk ist, ist immer wieder erstaunlich. Nachdem das Kind das Baby es durch den Geburtskanal geschafft hat, sorgt wenige Minuten später eine meist schmerzlose Nachwehe dafür, dass die Plazenta ausgestoßen wird.

Während der Schwangerschaft weitet sich die Gebärmutter der Frau, damit das Baby genug Platz hat, heranzureifen und zu wachsen. Verlässt das Neugeborene die Gebärmutter, beginnt wenige Zeit später die Rückbildung der Gebärmutter.

Durch viel Muskelarbeit findet die Gebärmutter wieder in ihre ursprüngliche Form zurück. Die Wundfläche, die sich durch das Ablösen der Plazenta gebildet hat, wird immer kleiner, sodass die Blutung im Wochenfluss immer weniger wird. Durch die Kontraktionen entstehen allerdings Nachwehen, die sehr unterschiedlich stark ausfallen können.

Laut Ergebnissen des 14. DGE-Ernährungsberichts der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) leiden 24 % der Mütter mit Stillproblemen an schmerzhaften Nachwehen beim Stillen.

Weitere Informationen zum Thema Rückbildung und Nachwehen finden Sie auch in diesem Video:

2. Nachwehen können sich wie Regelschmerzen anfühlen

frau liegt mit bauchschmerzen im bett

Bei manchen Frauen sind die Schmerzen der Nachwehen so stark, dass sie sich kaum bewegen können.

Nachwehen sind also ein positives Signal, dass der Körper die notwendige Arbeit verrichtet. Sie beginnen in der Regel kurz nach der Geburt und können sowohl bei einer vaginalen Geburt als auch bei einem Kaiserschnitt auftreten.

Mütter, die ihr Kind stillen, haben besonders häufig mit Nachwehen zu kämpfen. Dafür ist das Hormon Oxytocin verantwortlich, welches die Ausschüttung des Hormons fördert. Dabei treten die Schmerzen in der Regel beim oder nach dem Stillen auf.

Nachwehen können sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Einige Frauen spüren gar nichts oder lediglich ein leichtes Ziehen im Unterleib, wenn sich die Gebärmutter langsam wieder zurückbildet. Wiederum andere frischgebackene Mütter haben so starke Schmerzen, dass sie Schmerzmittel zur Linderung benötigen.

Frauen, die zum ersten Mal Mutter geworden sind, leiden wesentlich seltener an Nachwehen, da die Gebärmutter noch nicht so stark gedehnt wurde. Je mehr Kinder eine Frau gebärt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu starken Nachwehen kommt.

3. Die Dauer der Nachwehen ist sehr individuell

mutter kuschelt mit ihrem neugeborenen im Bett

Spätestens gegen Ende des Wochenbetts sind die meisten Mütter schmerzfrei, sodass sie die Zeit mit ihrem Baby genießen können.

Die Gebärmutter benötigt ein paar Tage, bis sie wieder die ursprüngliche Größe erreicht hat. Nach circa zwei Wochen ist sie wieder so klein, dass sie von außen nicht mehr ertastet werden kann. In der Regel treten Nachwehen nur in den ersten zwei bis drei Tagen nach der Geburt auf.

Bei einigen Frauen halten die Schmerzen jedoch noch für eine Dauer von bis zu acht Wochen an. Zu dieser Zeit endet auch das Wochenbett.

In manchen Fällen kann es im Wochenbett auch zu Komplikationen wie einer Wochenflussstauung kommen. Die häufigsten Symptome sind Fieber, Schmerzen im Bauch, Druckempfindlichkeit sowie Kopfschmerzen bis hin zu Migräne. Hierbei ist es besonders wichtig, frühzeitig mit der Rückbildungsgymnastik zu beginnen.

Achtung: Haben Sie länger andauernde Schmerzen im Bauch oder im Rücken, sollten Sie die Ursachen stets bei Ihrem Frauenarzt abklären lassen.

4. Bei starken Schmerzen können Schmerzmittel hilfreich sein

frau mit waermflasche auf dem bauch

Eine Wärmflasche kann bei Nachwehen sehr wohltuend sein.

Wenn Sie sehr stark unter den Nachwehen leiden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um die Schmerzen ein wenig zu lindern.
Im Folgenden möchten wir Ihnen ein paar Tipps geben, wie Sie mit den Nachwehen möglichst gut zurechtkommen.

  • Wärme: Viele Hebammen raten frischgebackenen Müttern, die Wehen mit Wärme zu behandeln. Legen Sie sich bei Bedarf eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen auf den Bauch oder auch in den Rücken. Die Wärme bewirkt, dass sich die Muskeln auf sanfte Weise entspannen können. Auch eine heiße Dusche kann Linderung verschaffen. Verzichten Sie im Wochenbett jedoch unbedingt auf Vollbäder, um Infektionen zu vermeiden.
  • Tee: Mittlerweile gibt es unzählig viele verschiedene Teemischungen gegen Nachwehen. Besonders geeignet sind folgende Kräuter: Kümmel, Anis, Fenchel, Majoran und Himbeerblätter. Sehr beliebt ist außerdem Frauenmanteltee.
  • Nachwehen veratmen: Die meisten Mütter beherrschen das Veratmen von Wehen durch die Schwangerschaftsvorbereitung sehr gut. Diese kontrollierte Atmung können Sie auch bei Nachwehen nutzen, um diese besser auszuhalten. Sobald die Wehe kommt, tief einatmen und langsam ausatmen.
  • Regelmäßiger Toilettengang: Eine volle Blase kann die Intensität von Wehen zusätzlich verstärken. Achten Sie daher darauf, dass Sie regelmäßig, spätestens alle zwei bis drei Stunden, zur Toilette gehen.
  • Bauchlage: Um die Rückbildung der Gebärmutter aktiv zu unterstützen, können Sie sich außerdem jeden Tag für etwa 20 bis 30 Minuten in Bauchlage begeben. Auf diese Weise wird der Wochenfluss angeregt und die Heilung und Rückbildung beschleunigt.
  • Homöopathische Mittel: Im Bereich der Homöopathie gibt es verschiedene Mittel und Maßnahmen, um Nachwehen zu lindern und den Wochenfluss zu unterstützen. Eine Möglichkeit ist die Einnahme von Globuli. Um die Wundheilung zu beschleunigen, kann auch eine Arnika-Gabe sinnvoll sein.

Sind die Nachwehen so stark, dass die obigen Maßnahmen keine Linderung verschaffen, sollten Sie nicht zögern, entsprechende Medikamente einzunehmen.

Die Einnahme von Schmerzmitteln ist auch möglich, wenn Sie Ihr Kind stillen. Allerdings sollten Sie diese nicht auf eigene Faust einnehmen. Besprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Frauenarzt, welche Medikamente Sie bedenkenlos einnehmen können.

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