Mutterschaftsgeld: Höhe und Rahmenbedingungen der Leistung

Mutterschaftsgeld Höhe
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Sie brauchen Hilfe beim Elterngeldantrag? Mit einer individuellen Expertenberatung sichern Sie sich die maximale Höhe des Elterngeldes. In der Beratung wird Ihre Situation analysiert, der Elterngeldantrag erstellt und für Ihre Ansprüche optimiert. Zur Elterngeldberatung
  • Die Höhe des Mutterschaftsgelds hängt von der ausgeübten Beschäftigung sowie der eigenen Krankenkasse ab.
  • Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor der voraussichtlichen Geburt Ihres Kindes und endet acht Wochen nach der Geburt. Das Mutterschaftsgeld wird somit für insgesamt 14 Wochen gezahlt.
  • Die Zeit, in der Sie Mutterschaftsgeld erhalten, wird auf die Phase, in der das Elterngeld ausgezahlt wird, angerechnet.

Eine Schwangerschaft ist nicht nur eine körperliche und emotionale Herausforderung, sondern führt auch zu zahlreichen rechtlichen Veränderungen. Kurze Zeit vor der Geburt steht den meisten werdenden Müttern Mutterschaftsgeld zu. Aber wer ist eigentlich anspruchsberechtigt, und wie lange und in welcher Höhe wird Mutterschaftsgeld gezahlt?

In unserem Artikel erfahren Sie, wie viel Geld Ihnen zusteht und wie Sie Ihren Anspruch geltend machen.

1. Fast jede Frau hat einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld

schwangere Arbeitnehmerin

Die meisten Frauen sind anspruchsberechtigt.

Während der Mutterschutzfrist gelten gesonderte gesetzliche Regelungen, um werdende Mütter weitestgehend vor finanziellen Sorgen abzusichern.
Für die Berechnung der Höhe des Mutterschaftsgelds kommt es auf Ihren jeweiligen Verdienst innerhalb der letzten drei Monate vor dem Beginn der Mutterschutzfrist an.

Im Folgenden finden Sie eine kurze Übersicht über die jeweilige Höhe des Mutterschaftsgelds, ausgehend von Ihrem Versichertenstatus sowie Ihrem Arbeitsverhältnis:

  • Sie sind angestellt und Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse: Während dem Mutterschutz liegt die maximale Höhe der Zahlung der Krankenkasse bei 13 Euro pro Tag, also bei 390 Euro im Monat.
    Ihr Arbeitgeber ist allerdings verpflichtet, für die Differenz zu Ihrem Einkommen aufzukommen, sodass Ihnen Ihr reguläres Nettoeinkommen zur Verfügung steht.
  • Sie sind geringfügig beschäftigt und Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse: Sowohl die Höhe des Mutterschaftsgelds als auch der Arbeitgeberzuschuss stehen Ihnen zu (s.o.)
  • Sie sind Arbeitnehmerin, aber privat versichert: In diesem Fall steht Ihnen kein kontinuierliches Mutterschaftsgeld seitens Ihrer Krankenversicherung zu.
    Es wird allerdings eine einmalige Geldleistung in Höhe von 210 Euro gezahlt. Dies ändert nichts am Zuschuss des Arbeitgebers.
Das Mutterschutzgesetz:

Die Mutterschutzfrist ist in
§19 des MuSchG geregelt.

  • Sie sind selbstständig und privat versichert: In diesem Fall können Sie Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes geltend machen.
  • Sie sind selbstständig, jedoch freiwillig gesetzlich versichert: Leider scheidet ein Anspruch auf Mutterschaftsgeld aus. Sofern Sie jedoch Ihre Versicherung auf Krankentagegeld erweitert haben, steht Ihnen während der Mutterschutzfristen ein Anspruch auf 70 Prozent Ihres zuletzt erhaltenen Einkommens zu.
  • Sie sind arbeitslos: Beziehen Sie ALG I, erhalten Sie Mutterschaftsgeld. Ihr Arbeitslosengeld wird dabei wie Ihr Einkommen behandelt. Sie erhalten also Mutterschaftsgeld in Höhe des Arbeitslosengelds.
    Bei einem ALG-II-Bezug entsteht lediglich ein Mehrbedarf für Schwangere. Diese Extraleistung wird automatisch ausgezahlt.

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2. Mutterschaftsgeld beantragen – so geht’s

Schnuller und Geld

Stellen Sie den Antrag auf Mutterschaftsgeld rechtzeitig.

Damit die Höhe und Dauer des Mutterschaftsgeldes bestimmt werden kann, benötigen Sie zunächst eine Bescheinigung über die Schwangerschaft sowie den voraussichtlichen Geburtstermin.

Sind Sie gesetzlich versichert, also bei der AOK, der IKK, der KKH (der Kaufmännischen Krankenkasse) oder einer anderen Versicherung, so müssen Sie einen schriftlichen Antrag auf Mutterschaftsgeld stellen. Neben der ärztlichen Bescheinigung ist vor allem Ihr Beschäftigungsverhältnis von Relevanz.

Zusätzlich ist es erforderlich, bereits vor Beginn der Mutterschutzfristen einen entsprechenden Antrag auf einen Arbeitgeberzuschuss zu stellen. So ist sichergestellt, dass die Berechnung zeitnah erfolgt und Sie während des Mutterschutzes finanziell abgesichert sind.

Achtung: Beamte oder anderweitig privat Versicherte müssen einen Antrag an das Bundesversicherungsamt stellen.

Sind Sie über die Künstlersozialkasse, kurz KSK, versichert, ist Ihr Ansprechpartner Ihre Krankenversicherung und nicht die KSK selbst.
Da Sie während der Mutterschutzfristen von der Beitragszahlung befreit sind, muss lediglich eine ergänzende Mitteilung über den Erhalt von Mutterschaftsgeld erfolgen.

3. Wichtige Fragen und Antworten

Geld mit Würfeln, die das Wort Steuern bilden

Auf das Mutterschaftsgeld entfallen keine Steuern.

Muss ich das Mutterschaftsgeld versteuern?

Im Rahmen Ihrer Steuererklärung müssen Sie die Einkünfte angeben. Dies gilt sowohl für die Höhe der Zahlung durch die Krankenkasse, also auch für die Zusatzleistungen Ihres Arbeitgebers. Abgesehen von einer Erhöhung Ihrer gesamten Einkünfte durch die Progression, zahlen Sie keine Steuern auf diese Bezüge.

Erhöhen sich Höhe und Dauer des Mutterschaftsgelds bei einer Frühgeburt?

Wie viel Geld Sie erhalten, ändert sich nicht. Allerdings verlängert sich die Frist nach der Geburt auf 12 Wochen.
War es Ihnen aufgrund der Frühgeburt nicht möglich, Ihren Anspruch 6 Wochen vor der Entbindung zu erhalten, wird dieser hinzugerechnet.
Die maximale Anspruchsdauer erhöht sich damit von 14 auf 18 Wochen.

Erfolgt eine Anrechnung der Bezüge in Elternzeit?

Ja, Mutterschaftsgeld wird in der Elternzeit komplett angerechnet. Dies gilt sowohl im Hinblick auf die Zeit als auch das Geld.
Die maximale Zeitspanne der Elternzeit verringert sich also geringfügig.

schwangere Frau mit ihrer Familie

Auch bei einem zweiten oder dritten Kind ändern sich die Bezüge nicht.

Ändert sich die Höhe des Mutterschaftsgelds, wenn ich ein zweites Kind bekomme?

Der Anspruch gegenüber dem Staat, der Krankenversicherung sowie dem Arbeitgeber ändert sich nicht. Vielmehr können Sie auch dann Mutterschaftsgeld erhalten, wenn Sie während der Elternzeit ein zweites Kind bekommen sollten.

Erfolgt die Berechnung des Mutterschaftsgelds brutto oder netto?

Brutto oder Netto unterscheiden in den meisten Fällen recht deutlich voneinander. Der Arbeitgeberzuschuss richtet sich nach der Höhe des Nettoeinkommens. Da jedoch keine Versteuerung des Zuschusses erfolgt, dürfte der Ihnen zur Verfügung stehende Betrag in den Jahren 2018 und 2019 in etwa gleich bleiben.
Lediglich der Progressionsvorbehalt mindert die gesamten Einkünfte geringfügig.

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