Was es heißt, Mutter zu sein: Veränderungen und Klischees zusammengefasst

   
von Dana S. - letzte Aktualisierung:
frau hält baby in arm
Welche Veränderungen sind mit dem Muttersein verbunden?

Frauen, die ihr erstes Kind bekommen, sind oftmals überrascht, dass ihr gesamter Alltag völlig auf den Kopf gestellt wird. Von nun an müssen sie sich 24 Stunden um ihr Neugeborenes kümmern. Statt auf der Couch zu liegen oder auszugehen, steht es an der Tagesordnung, Windeln zu wechseln und das Kind zu stillen.

Entwickeln sich Muttergefühle gleich nach der Geburt?

Muttergefühle entwickeln sich selten von jetzt auf gleich. Viele Mütter berichten, dass sie Wochen oder sogar Monate gebraucht haben, um solche Gefühle zu entwickeln. In der ersten Zeit müssen sich Frauen zunächst einmal an die neue Rolle gewöhnen.

Mutter sein und dennoch Frau bleiben – ist das möglich?

Ein Kind zu bekommen bedeutet keineswegs, keine Frau mehr zu sein. Wichtig ist jedoch, dass Sie aktiv versuchen, diese beiden Rollen miteinander zu verbinden. Nehmen Sie sich daher regelmäßig Auszeiten, um Ihren eigenen Bedürfnissen nachzugehen.

Ein eigenes Kind ist für viele Paare der größte Lebenstraum. Für einige ist es sogar unvorstellbar, das Leben ohne ein Kind zu verbringen. Ist eine Frau endlich schwanger, hat sie die gesamte Schwangerschaft Zeit, sich auf das Muttersein vorzubereiten. Dennoch kommt es oftmals anders als sie es sich vorgestellt haben.

Mutter sein ist mit großen Veränderungen verbunden. Neben dem unendlichen Glück, eine Familie zu haben, zeigt sich schnell, dass dieser 24h-Job alles andere als einfach ist. Was es bedeutet Mutter zu sein und mit welchen Höhen und Tiefen dies verbunden ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

1. Mutter zu sein verändert das gesamte Leben

mutter verzweifelt am bettchen ihres babys

Der Alltag als Mutter ist nicht immer so leicht, wie Sie es sich vielleicht vorgestellt haben.

Abi machen, studieren, eine Karriere beginnen – dies ist in der heutigen Zeit für viele Frauen der Plan für die nähere Zukunft. Sie möchten genau wie Männer arbeiten und für den eigenen Lebensunterhalt sorgen können.

Diesen Weg zu beschreiten, dauert jedoch in der Regel sehr lange. Spätestens mit 30 Jahren hören viele Frauen aber bereits die Uhr ticken. Sind Kinder erwünscht, muss dies innerhalb der nächsten Jahre passieren, da die Fruchtbarkeit der Frau ab einem Alter von etwa 35 Jahren deutlich abnimmt.

Kinder zu haben ist für viele Frauen jedoch wesentlich wichtiger, sodass sie ihre berufliche Zukunft erst einmal hintenanstellen. Denn auch Mütter mit Kindern können heutzutage arbeiten gehen, ohne schief angeschaut zu werden.

Viele Frauen sind sich bewusst darüber, dass das Muttersein viele Veränderungen mit sich bringt. Ein Leben mit Kindern kann den gewohnten Alltag ordentlich auf den Kopf stellen. Vor allem in der ersten Zeit braucht das Baby unglaublich viel Liebe und Pflege, sodass kaum noch Zeit für andere Dinge bleibt. Statt auszugehen oder Zeit mit dem Partner zu verbringen, muss nun das Baby gewickelt, gestillt oder ins Bett gebracht werden.

Die größten Veränderungen sind:

  • Müdigkeit ist ein ständiger Begleiter.
  • Der Freundeskreis ändert sich.
  • Es gibt weniger Zweisamkeit mit dem Partner.
  • Ruhe und Entspannung werden zu Fremdwörtern.
  • Die Ordnung weicht einem Chaos.
  • Der Alltag benötigt wesentlich mehr Struktur. 

Inwiefern Vorstellung und Realität auseinanderdriften können, sehen Sie auch in diesem Video:

2. Es braucht Zeit, sich an die Veränderungen zu gewöhnen

Muttergefühle: Eine Frage der Chemie?

In einer Studie mit Mäusen haben Wissenschaftler herausgefunden, dass bestimmte Neurotransmitter dafür verantwortlich sind, dass sich Muttergefühle entwickeln. Fehlen diese, können sich solche Gefühle nicht entwickeln. Ob diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen werden können, ist jedoch fraglich.

Sobald ein Kind auf die Welt kommt, ist eine Frau sowohl medizinisch als auch rechtlich gesehen die Mutter des Neugeborenen. Diese Tatsache bedeutet jedoch noch lange nicht, dass sich eine Frau auch sofort als Mama fühlt. Denn es ist nicht einfach damit umzugehen, dass sich das Leben von heute auf morgen um 180 Grad dreht.

Viele Mütter verspüren zu Beginn eine große Unsicherheit. Sie fühlen sich fremd in der Rolle als Mutter und wissen nicht, ob sie alles richtig machen. Auch die enorme Verantwortung für ein menschliches Wesen kann zu Beginn sehr belastend sein. Diese Einstellung ist jedoch alles andere als schlecht, denn es bedeutet, dass sich die Frau bewusst darüber ist, was das Muttersein bedeutet.

Fühlen Sie sich also keineswegs schuldig, wenn Ihnen der Alltag zu Beginn zu anstrengend ist und Sie sich unglücklich fühlen. Vielen anderen Müttern geht es genauso. Es ist vollkommen natürlich, dass Sie sich das Muttersein ganz anders vorgestellt haben. Das Hormonchaos nach der Geburt eines Kindes macht es sicherlich nicht leichter.

Es gibt mit Sicherheit auch Momente, in denen Sie kurz bereuen, dass Sie sich dazu entschieden haben, Eltern zu werden. Aber auch diese Momente sind normal und gehen schnell wieder vorbei.

3. Die schönen Momente genießen

freundinnen gehen zusammen shoppen

Genießen Sie weiterhin Shopping-Touren mit Ihren Freundinnen.

Machen Sie sich in schweren Zeiten bewusst, was für ein Glück Sie haben, dieses wunderbare Kind in den Armen halten zu dürfen. Denn es gibt auch viele positive Dinge, die mit dem Muttersein verbunden sind.

Das Muttersein macht Sie unglaublich stark. Sie lernen, mit schwierigen Situationen umzugehen und einen kühlen Kopf zu bewahren. Zusätzlich lernen Sie eine Liebe kennen, die Sie auf diese Weise noch nie spüren konnten. Die Liebe zu einem Kind ist das festeste Band, das es im Bereich der menschlichen Beziehungen gibt.

Aber was bedeutet Muttersein nun eigentlich? Ist dies eine Art Selbstaufgabe? Leben wir ab jetzt nur noch für unser Kind? Auf keinen Fall. Dass man sich zwischen Frau bleiben und Mutter sein entscheiden muss, ist jedoch ein Klischee, welches sich auch heute noch hartnäckig hält.

Mutter sein bedeutet nicht, dass Sie sich nicht mehr hübsch machen dürfen und den ganzen Tag bei den Kindern bleiben und um den Haushalt kümmern müssen. Natürlich ist es möglich, trotz der Geburt eines Kindes auch als Frau attraktiv zu bleiben.

Daher ist es wichtig, dass Sie sich trotz Kind auch Zeit für sich selbst nehmen. Bitten Sie beispielsweise die Großeltern oder liebe Freunde, ein paar Stunden auf Ihr Kind aufzupassen. Nutzen Sie diese Zeit, um das zu tun, was Sie gerne machen. Treffen Sie sich mit Freunden, gehen Sie mit Ihrem Partner aus oder gönnen Sie sich Entspannung in einem Spa.

Eigenen Bedürfnissen nachzugehen, ist auch für Mütter unglaublich wichtig. Nur wenn Sie sich selbst nicht verlieren, können Sie eine gute Mutter für Ihr Kind sein.

4. Inspirierende Lektüre zum Thema Mutter sein

Mutter. Sein.: Von der Last eines Ideals und dem Glück des eigenen Wegs
  • Mierau, Susanne (Autor)
  • 271 Seiten - 06.11.2019 (Veröffentlichungsdatum) - Beltz (Herausgeber)
Mutter werden: Dein Begleiter durch die erste Zeit nach der Geburt
  • Tilgner, Jule (Autor)
  • 303 Seiten - 22.10.2019 (Veröffentlichungsdatum) - Beltz (Herausgeber)
WOW MOM: Der Mama-Mutmacher fürs erste Jahr mit Kind
  • Harmann, Lisa (Autor)
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