Motorische Entwicklung bei Babys und Kindern: So läuft sie ab

Kinder rennen über eine Wiese
Verläuft die motorische Entwicklung bei Kindern immer gleich?

Ja und nein. Es gibt einen gewissen Rahmen, aber jedes Baby und Kleinkind ist individuell. Das führt zu unterschiedlichen Entwicklungsschwerpunkten oder zum Überspringen bestimmter Schritte.

Wie kann ich motorische Fähigkeiten meines Kindes fördern?

Je nach Alter und Entwicklungsstand gibt es dafür unterschiedliche Möglichkeiten sowohl für die Grob- als auch für die Feinmotorik.

Was tue ich, wenn ich eine Entwicklungsstörung bei meinem Kind vermute?

Sprechen Sie den Arzt darauf an. Er kann ihnen genauere Informationen geben.

Die motorische Entwicklung beim Baby und Kleinkind erfordert viel Energie: Zahlreiche verschiedene Prozesse müssen ablaufen, damit das Kind die Bewegungen erlernt. Es gibt eine Übersicht, wann die Kinder etwa welche Fähigkeiten haben sollten. Allerdings ist die jeweilige Entwicklung individuell und hängt von verschiedenen Umständen ab.

1. Das sind wichtige motorische Meilensteine im 1. Lebensjahr

Direkt nach der Geburt ist das Baby noch nicht imstande zu fokussieren, und nur ein Jahr später beginnt es zu sprechen und wagt die ersten Schritte. In der Zwischenzeit liegen viele wichtige Entwicklungsstufen, die alle viel Energie kosten: Motorische Fähigkeiten lassen sich nur durch Wiederholung, Training und Konsequenz herausbilden und so abspeichern, dass sie automatisch ablaufen. Wie genau das funktioniert, sehen Sie in diesem Video:

1.1. Das erste Vierteljahr ist stark reflexgeprägt

Um zu überleben, braucht das Baby bestimmte Reflexe wie den Saug-, den Such-, den Greif- und den Klammerreflex. Typische Entwicklungsschritte beim Baby führen dazu, dass es am Ende dieser Phase die Hände öffnen kann und das Köpfchen zu heben versucht, wenn Sie es auf den Bauch legen. Außerdem beginnt es zu strampeln.

1.2. Das zweite Vierteljahr bringt einen Entwicklungsschub

Baby lächelt Mama an

Vertraute Gesichter bringen das Baby ab einem gewissen Alter zum Lächeln.

Zwischen dem vierten und dem sechsten Lebensmonat beginnt das Baby stark mit der Umwelt zu interagieren: Es reagiert auf Ansprache, lächelt vertraute Personen an und lernt bewusstes Greifen. Das Loslassen bereitet ihm aber zunächst noch Schwierigkeiten, wie langhaarige Mütter aus leidvoller Erfahrung wissen.

Dafür wird die Hand-Augen-Koordination besser: Das Baby greift gezielt nach Dingen, die es sich direkt in den Mund steckt. In dieser Phase können Sie bereits mit spannenden Spielzeugen seine Feinmotorik fördern.

Hinweis: Die steigende Interaktionsfähigkeit bedeutet, dass das Kind mehr Aufmerksamkeit braucht.

1.3. Das dritte Vierteljahr ist von Bewegung geprägt

Das Baby ist zum Kleinkind geworden und lernt das Sitzen. Auch die Fortbewegung wird interessant: Robben und Krabbelversuche zeigen an, dass die Beaufsichtigung durch die Eltern zunehmend stressiger werden wird. Das Kind wechselt Gegenstände von einer Hand in die andere und wird besser darin, sich vom Bauch auf den Rücken zu drehen und umgekehrt.

Tipp: Sobald das Kind allein sitzen kann, können Sie versuchen, ob es für die Beikost bereit ist.

1.4. Das vierte Vierteljahr bringt einschneidende Veränderungen

begeistertes Kind krabbelt

Ist die motorische Entwicklung so weit fortgeschritten, dass sie dem Kind das Krabbeln erlaubt, gibt es meist kein Halten mehr.

Sobald das Kind sicher sitzt, geht es im Normalfall ernsthaft die Aufgabe der Fortbewegung an: Es möchte selbstständig bestimmte Punkte erreichen oder spannende Dinge greifen können. Es lernt das Krabbeln, das Robben oder das sitzende Rutschen über den Boden – manche überspringen auch einen oder zwei dieser Schritte.

Manche Kinder ziehen sich bereits im Alter von zehn Monaten an Möbeln hoch und halten sich kurz auf den wackeligen Beinen. Andere lassen sich damit etwas mehr Zeit. Die Kinder greifen ihre Schnabeltasse und lernen, selbstständig zu trinken. Auch der Löffel wird mit der Faust umklammert, wenngleich das Essenlernen nicht ohne Schwierigkeiten abläuft. Mit rund einem Jahr können Kinder die ersten Schritte wagen, und auf allen vieren werden Treppenstufen für sie sehr interessant.

2. So verläuft die motorische Entwicklung im Kleinkindalter

Kind lernt an den Händen der Mutter das Laufen

Wenn Ihr Kind zu Laufen lernt, braucht es Ihre volle Unterstützung.

Fängt Ihr Kind im Alter von etwa 13 bis 15 Monaten an, das Stehen und Laufen zu trainieren, ist es auf Ihre Hilfe angewiesen: Ihr Kind zu fördern, geht in dieser Phase fast immer mit Rückenschmerzen einher. Das Kind beginnt im zweiten Lebensjahr mit Daumen und Zeigefinger zu greifen und kann etwa schon einen Wachsmalstift halten. Es hat einen starken Erkundungsdrang und keine Vorstellung von Gefahren, weshalb eine kindersichere Wohnung unbedingt notwendig ist.

Ab dem dritten Lebensjahr können Sie auch die grobmotorische Entwicklung des Kindes stärker fördern: Nachdem die meisten von ihnen im Alter von etwa achtzehn Monaten schon recht fix auf den eigenen Beinen unterwegs sind, werden nun Spielzeuge wie Bobby-Cars und später auch Laufräder interessant. Sie ermöglichen eine neue Art der Fortbewegung und trainieren andere Muskeln und den Gleichgewichtssinn.

3. Das Vorschulalter bringt viele Verfeinerungen mit sich

Kind spielt im Kindergarten mit Lernspielzeug

Das Spielen im Kindergarten unterstützt auf mannigfaltige Weise die motorische Entwicklung der Kinder.

Im Kindergarten werden sowohl die Fein- wie auch die Grobmotorik gefördert: Die Kinder malen und zeichnen, schneiden mit Kinderscheren Umrisse aus, toben und klettern auf dem Spielplatz, fahren mit dem Roller oder vergnügen sich mit Hüpfbällen. im Vorschulalter können Kinder, deren Gleichgewichtssinn gut genug geschult ist, auch mit dem Radfahren beginnen. Sie steigen selbstständig Treppen, können auf einem Bein stehen und hüpfen und einen Ball fangen.

4. Was tun, wenn die motorische Entwicklung des Kindes gestört ist?

Zunächst einmal sei hier in aller Deutlichkeit gesagt, dass Babys und Kinder keine Maschinen sind, die sich sklavisch an Monatsangaben in Tabellen zur durchschnittlichen Entwicklung halten. Kinder sind individuelle Wesen, die sich in ihrem eigenen Tempo entwickeln. Oft liegt eine Neigung vor: Manches Kind hat eine langsamere motorische Entwicklung, beginnt dafür aber früh zu sprechen oder andersherum.

Liegt in der einen oder anderen Hinsicht eine Entwicklungsverzögerung vor, muss es sich dabei noch lange nicht um eine tatsächliche Entwicklungsstörung handeln. Ein Infekt etwa, bei dem das Kleinkind mit Fieber zu kämpfen hat, kann seine Fortschritte beim Hochziehen an den Möbeln um mehrere Wochen zurückwerfen. Ein Grund zur Sorge ist das aber nicht.

junge Mutter sitzt mit Kind bei einer Ärztin

Bei den regelmäßigen U-Untersuchungen fällt dem Kinderarzt auf jeden Fall auf, falls die motorische Entwicklung Ihres Kindes sich verzögert.

Liegt tatsächlich eine Störung der motorischen Entwicklung vor, stellt der Arzt dies in den U-Untersuchungen fest, die im Kindesalter in relativ engen Abständen durchgeführt werden. Er führt jeweils Tests durch, um zu überprüfen, ob das Baby oder Kleinkind all die Dinge kann, die der Norm entsprechen. Ist das in einzelnen Punkten nicht der Fall, liegt kein Grund zur Besorgnis vor.

Erst bei gravierenden Abweichungen oder weiteren Anzeichen auf eine Entwicklungsstörung führt der Arzt weitere Untersuchungen durch. Gegebenenfalls empfiehlt er eine Therapie und gibt Hinweise darauf, wie Sie Ihr Kind gezielt fördern können. Auf diese Weise können die Auswirkungen der Entwicklungsstörung abgemildert werden.

Tipp: Zur Orientierung sei gesagt, dass ein Kind spätestens mit zehn Monaten sitzen und mit 20 Monaten laufen sollte – so lange ist alles im Rahmen.

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