Kinderfreundliche Hunde: Das sind die besten Rassen für Familien

Datum: 11. März 2019 • Autor: Kita.de Redaktion

Kinderfreundliche Hunde
  • Kinderfreundliche Hunde zeichnen sich durch ein freundliches Wesen und viel Geduld aus.
  • Wenn Sie überlegen, sich einen Hund zuzulegen, bedenken Sie, dass Sie mehr als 2 Stunden Zeit pro Tag investieren müssen.
  • Suchen Sie kinderfreundliche Hunderassen nicht nur nach der Optik aus, sondern berücksichtigen Sie Ihre individuellen Vorlieben und Vorstellungen.

Hunde und Menschen passen perfekt zusammen. Über zahlreiche Züchtungen gibt es inzwischen unzählige verschiedene Rassen, die den unterschiedlichsten Aufgaben gerecht werden.
Aber welche Hunderassen sind besonders kinderfreundlich? Welche Eigenschaften sollte ein Hund aufweisen, um als Familienhund zu gelten?

In unserem Artikel stellen wir Ihnen einige kinderfreundliche Hunde vor und erklären, worauf Sie im Umgang mit Kindern achten sollten.

1. Hunde lieben Menschen

ein Welpe sitzt neben arbeitendem Mann.

Hunde brauchen vor allem Nähe.

Wenn Sie über die Anschaffung eines Hundes nachdenken, sollte die gewählte Rasse ein freundliches Wesen haben und mit einer gehörigen Portion Geduld ausgestattet sein. Viele kleine, oder auch größere, Hunde erfüllen diese Kriterien, sodass die Auswahl gar nicht so leicht ist.

Generell können die meisten Hunderassen als Familienhund dienen, da sie anpassungsfähig sind und stark von der Umgebung geprägt werden. Es existieren kaum Hunde, die von Natur aus böse sind. Allerdings gibt es ein paar Hunderassen, die eine etwas stärkere Führung benötigen. Für Anfänger, die den ersten Hund haben, sind diese Hunde also nur bedingt zu empfehlen.

Hinweis: Da Hunde sehr stark auf den Menschen geprägt sind, sollten Sie sich nur dann einen Hund als Haustier zulegen, wenn Sie viel zu Hause sind und dem Hund die nötige Aufmerksamkeit schenken können.

2. Die Auswahl kinderfreundlicher Hunde – so finden Sie den passenden Familienhund

Die Bedürfnisse und Wünsche unterscheiden sich von Familie zu Familie teils stark. Manche Menschen wünschen sich einen großen Familienhund, der viel Beschäftigung benötigt während andere lediglich einen kleinen und eher ruhigen Hund suchen, um nicht allzu weit spazieren gehen zu müssen.

Familie mit Hund am Strand.

Sind Sie sehr aktiv, wählen Sie Ihren Hund entsprechend aus.

Stellen Sie sich also vorab einige Fragen, um den passenden kinderlieben Hund zu finden:

  • Wie viel Platz hat Ihre Familie? Welche Größe sollte der Hund haben?
  • Steht ausreichend Zeit zur Verfügung? Lässt sich so die Erziehung eines fordernden Hundes bewerkstelligen?
  • Sind Sie sportlich aktiv und möchten Sie gemeinsam mit Ihrem Hund die Natur erleben?
  • Haben Sie kleine Kinder? Oder sind Ihre Kinder schon etwas größer?
  • Gibt es Tierhaarallergien, die berücksichtigt werden sollten? (Viele Menschen reagieren nur auf einige Hunderassen überempfindlich)
  • Wie empfindlich ist Ihre Nase? (Einige Hunde riechen stärker als andere)

Tipp: Auch wenn sich das Wesen einer Rasse grob einordnen lässt, hat jeder Hund individuelle Wesenszüge, die ihn einzigartig machen.

3. Kinderfreundliche Hunde im Überblick

Es gibt zahlreiche verschiedene familienfreundliche Hunde, die Sie begeistern werden. In den folgenden kurzen Abschnitten möchten wir Ihnen einige für Familien geeignete Hunde näher vorstellen.

In diesem Video finden Sie eine Kurzvorstellung fünf beliebter Hunderassen:

Wenn Sie noch überlegen, welcher Hund der richtige für Sie und Ihre Familie ist, können Sie auch einen Test machen, um ein paar passende Rassen herauszufiltern.

Fressnapf sowie der Verband für das Deutsche Hundewesen haben einen Wunschhund-Berater herausgeben, um die Suche etwas leichter zu gestalten.

Tipp: Bevor Sie sich für eine der kinderfreundlichen Hunderassen entscheiden, überzeugen Sie sich vor Ort (beim Züchter oder auch im Tierheim) von den Zuständen und geben Sie dem Hund die Gelegenheit, Sie kennenzulernen, denn die Chemie muss passen.

3.1. Der Golden Retriever – wunderschön und intelligent

Golden Retriever Welpen in einer Waschschüssel.

Kaum jemand kann dem Anblick von Golden Retriever Welpen widerstehen.

Der Golden Retriever ist mittelgroß (etwa 55 bis 60 cm hoch), eher kräftig gebaut und liebt das Wasser. Der klassische Familienhund ist sehr freundlich und geht offen auf Fremde zu. Um Einbrecher zu verjagen, eignet sich der clevere Begleiter also nicht.

Die geduldige Rasse zeichnet sich durch eine hohe Aufmerksamkeit aus, sodass Sie mit ihm viele Spiele ausprobieren können.

Der Golden Retriever ist jedoch ein Haustier, dass gefordert werden möchte. Ohne Training und ausreichend Auslauf vereinsamt der Hund und neigt zu unerwünschten Verhaltensweisen.
Reines Spaziergehen reicht als Beschäftigung nicht aus.

Golden Retriever sind Winterhunde. Eisige Temperaturen sind kein Problem, während es ihnen im Sommer schnell zu warm wird und sie nach Abkühlung suchen.

3.2. Beagle – eher klein, aber sehr aktiv

ein Beagle liegt im Wald.

Unterschätzen Sie den beliebten Familienhund nicht.

Im Gegensatz zum Golden Retriever ist der Beagle mit einer Widerristhöhe von 33 bis 40 cm deutlich kleiner, jedoch eher muskulös gebaut.

Der Beagle ist eigentlich ein klassischer Jagdhund, wird heute jedoch nur teils als solcher eingesetzt. Bewegung ist allerdings extrem wichtig, um den kleinen Vierbeiner zu fordern.

Neben normalen Spaziergängen sollten Sie also auch für weitere Beschäftigung sorgen. Auch die Joggingrunde oder die Fahrt mit dem Rad machen den Beagle nicht allzu schnell müde.
Da der Beagle allerdings einen Jagdtrieb hat, können Sie ihn nur bedingt von der Leine lassen.

3.3. Der langhaarige Collie – ein treuer Gefährte

ein Collie steht auf einem Weg.

Collies sind sehr intelligent.

Mit etwa 50 bis 60 cm Widerristhöhe in etwa so groß wie ein Labrador oder ein Golden Retriever, ist der Collie etwas schmaler gebaut.
Das dichte Fell und die spitze Schnauze machen den Collie unverkennbar.

Collies benötigen eine klare Bezugsperson, an der sie sich orientieren können. Da sich der Collie eher unterordnet, gibt es kaum Probleme beim Aufeinandertreffen mit anderen Hunden.

Die intelligenten, kinderfreundlichen Hunde benötigen jedoch eine Menge Auslauf. Ein Jagdtrieb ist nicht vorhanden, sodass der Collie auch bequem an Ihrer Seite joggen kann, ohne angeleint zu sein.

Aufgrund der schnellen Auffassungsgabe eignen sich Collies auch für Hundesportarten wie Agility.

3.4. Ein Cocker Spaniel – sanftmütig und verschmust

American Cocker Spaniel im Laub.

Der American Cocker Spaniel besticht durch sein lockiges Fell.

Der Cocker Spaniel ist mit knapp 40 cm Höhe etwas kleiner und nahezu immer gut drauf. Als begeisterungsfähiger und anhänglicher Zeitgenosse eignet sich der Spaniel optimal als Familienhund.

Er hört sehr gut, sodass auch Anfänger bestens mit der Hunderasse zurechtkommen. Im Gegensatz zu manch anderem Hund bellt er jedoch etwas mehr, sodass er in der Mietwohnung nicht ideal ist.

Besonders gerne schmust der anhängliche Hund, sodass strenge Worte unnötig sind. Zudem liebt es der gutmütige Vierbeiner, Neues auszuprobieren.

3.5. Der Boston Terrier – ein gemütlicher Zeitgenosse

Boston Terrier auf einer Bank.

Der Boston Terrier sieht die Welt etwas entspannter.

Boston Terrier sind eher klein und nur wenig an sportlicher Aktivität interessiert. Eine etwas kleinere Wohnung ist hier also kein Problem.

Die Hunde dieser Gattung sind sehr kinderlieb und auch gegenüber Fremden nicht aggressiv. Allerdings können die eher trägen Hunde hin und wieder etwas stur sein, sodass sich der Spaziergang anstrengender gestalten kann.

Die Ausdauer ist jedoch stark trainingsabhängig. Generell eignet sich der Boston Terrier eher für etwas ältere oder bequeme Menschen, die nicht allzu aktiv sind und dies von ihrem Hund erwarten.

3.6. Ein Elo – die goldene Mitte

Elo-Welpe im bunten Herbstlaub.

Elos unterscheiden sich teils stark voneinander.

Elos gibt es in zwei Größen. Der kleine Elo wird zwischen 35 und 25 cm groß, während der große Elo zwischen 45 und 60 cm erreicht.

Ein Elo verfügt über eine hohe Reizschwelle, ist bei entsprechendem Training sehr ausdauernd, hat jedoch auch gern einmal seine Ruhe.

Die kinderfreundlichen Hunde zeigen so gut wie keinen Jagdtrieb, sodass das Anleinen in ländlichen Gegenden nicht erforderlich ist.
Achten Sie neben regelmäßigen Spaziergehrunden auf ausreichendes Spielen, da Elos über einen ausgeprägten Spieltrieb verfügen.

Hinweis: Elos gibt es in sehr unterschiedlichen Varianten, sodass kaum ein Elo dem anderen gleicht.

4. Den Hundekauf nicht überstürzen

Der Wunsch, einen Hund zu kaufen, sollte gut überlegt sein. Denken Sie an folgende Punkte, bevor Sie sich einen Familienhund zulegen:

  • Neben dem Anschaffungspreis kommen regelmäßige Kosten in Form von Futter sowie Impfungen und Tierarztbesuchen auf Sie zu.
  • Den perfekten Hund gibt es nicht. Hunde, die nicht haaren, müssen beispielsweise regelmäßig geschoren werden.
  • Jeder Hund benötigt Zeit. Dies gilt für jeden Tag in der Woche. Sind Sie einmal nicht da, sollte Ihr Hund gut versorgt werden.
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