Das erste Mal beim Kinderarzt: Was es zu beachten gibt

   
von redaktion - letzte Aktualisierung:
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Wann sollte ich einen Kinderarzt suchen?

Es ist ratsam, einen Kinderarzt vor der Geburt zu suchen, um sicherzustellen, dass man ab der Geburt des Kindes einen kompetenten Ansprechpartner hat. Hier erährst Du mehr…

Bis wann sollte mein Kind zum ersten Mal beim Kinderarzt gewesen sein?

Das erste Mal sollte das Kind in den ersten Lebenswochen zur Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt gewesen sein.

Wie wird man eigentlich Kinderarzt?

Um Kinderarzt zu werden, muss man zunächst ein Medizinstudium absolvieren und sich dann auf die Facharztausbildung zum Kinderarzt spezialisieren.

Allen Eltern ist es wichtig sicherzustellen, dass ihr Nachwuchs von einem kompetenten Kinderarzt betreut wird. Ein Kinderarzt ist nicht nur dafür zuständig, Dein Kind bei Krankheiten zu behandeln, sondern auch für die Vorsorgeuntersuchungen, die zur Aufrechterhaltung seiner Gesundheit notwendig sind.

In unserem Blogartikel haben wir nützliche Informationen für Dich zum Thema Kinderarzt zusammengestellt. Wir beantworten die Frage, wie Du den richtigen Kinderarzt finden kannst und was Du beachten musst, wenn Du den Kinderarzt wechseln möchtest. Wir geben Dir Orientierung, bis wann Du zum ersten Mal mit Deinem Sprössling beim Kinderarzt vorstellig geworden sein solltest und bis wann Kinder zum Kinderarzt gehen sollten.

Am Ende beantworten wir außerdem die Frage, wie man Kinderarzt wird und was man dabei verdient.

Wann zum Kinderarzt?

Es ist ratsam, einen Kinderarzt bereits vor der Geburt zu suchen, um sicherzustellen, dass Du im Bedarfsfall einen kompetenten Ansprechpartner hast.

Wenn Du vor der Geburt noch keinen Kinderarzt suchen konntest, solltest Du spätestens damit anfangen, wenn Dein Kind geboren ist und die erste Vorsorgeuntersuchung ansteht. Meistens ist das die U3, die U1 und oft auch die U2 werden bereits in der Geburtsklinik durchgeführt.

Wenn Du in einem Geburtshaus entbindest oder ambulant in der Klinik, kann schon die U2 beim Kinderarzt durchgeführt werden. Sie findet meist zwischen dem 3. und dem 10. Lebenstag statt und es handelt sich um eine Untersuchung „von Kopf bis Fuß“. Dein Neugeborenes wird bei dieser Grunduntersuchung also einmal komplett durchgecheckt:

  • Größe und Gewicht,
  • Haut und Sinnesorgane,
  • Brust- und Bauchorgane,
  • Geschlechtsorgane
  • der gesamte Kopf
  • das Skelettsystem sowie Muskeln und Nerven

Bei der U3 wird in der Regel ein Hüft-Scan durchgeführt um die Hüftgelenke Deines Babys zu checken. Eventuelle Fehlstellungen können gerade in den ersten 3 Monaten noch recht mühelos korrigiert werden, da sie noch nicht richtig verknöchert sind.

Darüber hinaus werden die Entwicklungsschritte Deines Babys geprüft: Gibt es Schwierigkeiten beim Trinken, Schlafen oder bei der Verdauung? Kann es das Köpfchen bereits anheben? Nimmt es Geräusche wahr?

Bis wann sollten meine Kinder zum Kinderarzt gehen?

In der Regel sollten Kinder bis zum Ende ihrer Jugendzeit (18 Jahre) regelmäßig zum Kinderarzt gehen, da die Kindermedizin auch die medizinische Versorgung von Jugendlichen umfasst. Ab dem 18. Lebensjahr können Jugendliche dann einen Allgemeinmediziner aufsuchen.

Den richtigen Kinderarzt finden

Den richtigen Kinderarzt zu finden, kann eine Herausforderung sein. Denn bei Kinderärzten ist es wie mit allen Ärzten: Die meisten sind stark ausgelastet und nicht alle Praxen nehmen neue Patient*innen auf.


Tipp: Hör Dich doch mal in Deinem Bekanntenkreis um oder frag Deine Hebamme, ob jemand eine*n guten Kinderarzt bzw. Kinderärztin empfehlen kann. Das Gesundheitsamt oder die Krankenkasse können ebenfalls bei der Suche nach einem Kinderarzt helfen.


Gerade deshalb ist es auch sinnvoll, bereits in der Schwangerschaft mit der Suche zu starten, so können auch eventuelle Wartezeiten überbrückt werden und Du steigerst die Chance, einen Kinderarzt in Deiner Nähe zu finden. Viele Praxen akzeptieren besonders in größeren Städten primär Patient*innen innerhalb des eigenen Postleitzahlgebiets.

Auch wenn sich die Suche manchmal schwieriger gestaltet: Es ist wichtig, dass Du bei der Wahl des Kinderarztes darauf achtest, dass er Dir sympathisch ist, ein gutes Einfühlungsvermögen hat und eine angenehme Praxisumgebung bietet. Du und Dein Kind, Ihr solltet Euch bei den Besuchen wohlfühlen, da der Gang in die Arztpraxis sonst regelmäßig in Stress für beide Seiten ausarten könnte.

Vielleicht sind Dir auch bestimmte Zusatzqualifikationen wichtig? Es gibt Kinderärzte, die auch verstärkt auf Naturheilverfahren setzen und solche, die in weiteren Fachgebieten ausgebildet sind, wie zum Beispiel Allergologie, Nephrologie oder Pneumologie. Solche Zusatzqualifikationen können insbesondere sinnvoll sein, wenn Dein Kind an einer bestimmten Krankheit oder Allergie leidet.

Was kann ich tun, wenn ich keinen Kinderarzt finde?

Es kann vorkommen, dass kein Kinderarzt in der Nähe verfügbar ist. In diesem Fall kannst Du Dich an andere Ärzte oder auch an Kinderkliniken wenden. Auch das Gesundheitsamt oder die Krankenkasse können bei der Suche nach einem Kinderarzt helfen.

In Notfällen oder zum Beispiel bei Erkältungen kann im Zweifelsfall auch ein Hausarzt bzw. eine Hausärztin konsultiert werden. Für die Vorsorgeuntersuchungen (U1 – U9) solltest Du allerdings eine Fachperson konsultieren. Notfalls kannst Du Dich an Kinderkliniken wenden.

Generell ist der Hausarzt übrigens kein Ersatz für den Kinderarzt. Der kindliche Körper befindet sich noch in der Entwicklung und ist medizinisch gesehen ein ganz anderes Feld als der erwachsene Körper. Kinder sind nicht einfach kleine Erwachsene – Logisch, dass es da Spezialisten braucht.


Checkliste Kinderarzt:

Für den ersten Besuch beim Kinderarzt solltest Du die folgenden Dinge nicht vergessen:

  • Versichertenkarte Deines Kindes
  • das gelbe Vorsorgeheft
  • den Impfausweis
  • eventuell auch den Mutterpass

Es kann auch hilfreich sein, eine Liste mit Fragen oder Anliegen vorzubereiten, um sicherzustellen, dass alle wichtigen Themen angesprochen werden.


Was muss ich beachten, wenn ich den Kinderarzt wechseln will?

Wenn Du den Kinderarzt wechseln möchtest, ist es wichtig, sich im Voraus über die Formalitäten zu informieren. Du solltest in jedem Fall eine Kopie der Krankenakte bei Deinem bisherigen Kinderarzt anfordern. Außerdem solltest Du den Wechsel erst vollziehen, wenn Du einen neuen Kinderarzt gefunden hast.


Wie wird man eigentlich Kinderarzt?

Um Kinderarzt zu werden, muss man zunächst ein Medizinstudium absolvieren und sich dann auf die Facharztausbildung zum Kinderarzt spezialisieren. Die Facharztausbildung dauert in der Regel fünf Jahre und umfasst theoretischen Unterricht und praktische Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Kindermedizin.


Übrigens: Kinderärzte verdienen im Durchschnitt etwa 80.000 – 90.000 Euro brutto. Kein schlechter Beruf also, allerdings auch einer mit viel Verantwortung!


Der richtige Kinderarzt: Auf Vertrauen kommt es an

Insgesamt ist es wichtig, einen Kinderarzt zu haben, dem Du vertraust und der sich umfassend um die Gesundheit Deines Kindes kümmert. Bei der Suche nach dem richtigen Kinderarzt solltet Ihr Euch Zeit nehmen und verschiedene Optionen prüfen, um die beste Entscheidung zu treffen.

Das erste Mal beim Kinderarzt ist sicherlich aufregend und Du wirst viele neue Informationen und Eindrücke bekommen. Eine entsprechende Vorbereitung kann helfen, den Arztbesuch entspannt zu gestalten.

FAQ Kinderarzt

Was kann ich tun, wenn ich keinen Kinderarzt finde?

Wenn man keinen Kinderarzt findet, kann man sich an andere Ärzte oder auch an Kinderkliniken wenden. Auch das Gesundheitsamt oder die Krankenkasse können bei der Suche nach einem Kinderarzt helfen.

Wie viel verdient ein Kinderarzt ungefähr?

Das Einkommen eines Kinderarztes hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. der Erfahrung, dem Standort der Praxis und der Anzahl der Patienten. Das durchschnittliche Einkommen liegt in Deutschland bei etwa 80.000 – 90.000 Euro brutto pro Jahr.

Quellen

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