Karate für Kinder: Ab wann es sinnvoll ist und was das Training bringt

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Können Kleinkinder bereits Karate lernen?

Generell richtet sich typisches Kindertraining an Kinder ab einem Alter von etwa sieben bis acht Jahren. Spezielle Kurse für Kleinkinder sind indes eher ganzheitlich orientiert und ermöglichen einen früheren Beginn.

Ist Karate für Kinder sinnvoll und welche Vorteile bietet die Kampfkunst?

Kinder, die Karate lernen, verbessern ihre koordinativen und konditionellen Fähigkeiten umfassend. Sie können das Kindertraining beim Karate also auch als Basis für viele weitere Sportarten nutzen.

Wie teuer ist der Sport?

Fast alle Kampfsportarten bewegen sich preislich im mittleren Bereich. Neben den monatlichen Vereinskosten benötigen Kinder eine überschaubare Grundausrüstung. Nähere Informationen finden Sie hier.

Karate für Kinder gehört zu den beliebtesten Kampfsportarten überhaupt. Aber wie sinnvoll ist Kampfsport für Kinder eigentlich? Worauf sollte ich bei der Auswahl eines Vereins achten und wie viel Zeit muss für das Training aufgewendet werden?

Wir informieren Sie, was Kinder beim Karate lernen können, warum manche Kinder besonders vom Training profitieren und welche Tipps Sie bei der Vereinssuche beachten sollten.

1. Karate – eine fernöstliche Kampfkunst

tempelanlage
Karate hat eine weit zurückreichende Geschichte.

Die Ursprünge des Karate sind nicht gänzlich geklärt. Vermutlich entstand die Kampfkunst mit vielen weiteren heutigen Kampfsportarten in China zwischen dem siebten und zehnten Jahrhundert.

Zu deutlichen Veränderungen und einer klaren Abgrenzung von anderen Kampfkünsten kam es im 14. Jahrhundert in Okinawa (Japan).

Im Wesentlichen entwickelte sich Karate aus der Notwendigkeit, sich aufgrund eines bestehenden Waffenverbots gegenüber Kriegern mit Waffen verteidigen zu können.
Auch wenn dieser Zweck heute nicht mehr im Fokus steht, so existieren dennoch zahlreiche Abwehrtechniken gegenüber Angreifern mit Waffen.

Übrigens: Die erste europäische Karateschule wurde erst im Jahr 1954 in Paris eröffnet.

2. Karate für Kinder – in diesem Alter lohnt sich der Beginn

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Die individuellen Fähigkeiten entscheiden darüber, ob sich das Karatetraining bereits vor der Einschulung eignet.

Die meisten Kurse richten sich an Kinder ab einem Alter von etwa sieben oder acht Jahren. Insbesondere in größeren Städten, in denen deutlich mehr Kinder Karate lernen, existieren allerdings auch Vereine, die Karate bereits für Kinder ab vier oder fünf Jahren anbieten.

Wichtig ist, dass die individuellen Fähigkeiten ausreichen, damit das Karatetraining sinnvoll ist. Kinder, die beispielsweise große Schwierigkeiten damit haben, auf einem Bein zu stehen, sind für das Karatetraining noch nicht bereit.
Auf der anderen Seite müssen Kinder jedoch keine besonderen koordinativen Fähigkeiten besitzen, da diese essentieller Bestandteil des Trainings sind.

Kampfsport für Kleinkinder unterscheidet sich in der Regel deutlich von den etwas später beginnenden Kursen für Kinder, die bereits die Schule besuchen.
Allgemeine Bewegungsabläufe sowie die Vermittlung der Grundlagen der Bewegung im Kampfsport stehen zunächst im Vordergrund.

Beim späteren Karatetraining für Kinder ist etwas mehr Disziplin gefragt und es geht um die Einübung von Schlag- sowie Trittfolgen.

Wie das Karatetraining für Kinder in der Praxis aussehen kann, sehen Sie in diesem YouTube-Video:

3. Kindertraining ist vielseitig

maedchen beim karatetraining
Karate fördert das Gleichgewicht sowie die Körperbeherrschung.

Karate für Kinder bietet eine hervorragende Möglichkeit, den ganzen Körper zu trainieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten benötigen Kinder sowohl eine Menge Ausdauer als auch Kraft in den Armen, den Beinen sowie dem Rumpf.

Auch eine schnelle Reaktion sowie eine hohe Konzentration sind entscheidend, um Karate effektiv ausüben zu können.

Dementsprechend ist auch das Training ganzheitlich ausgerichtet, sodass Kinder verschiedene Muskelgruppen trainieren und keine Gefahr des Übertrainings besteht.
Neben dem Aufbau der Muskulatur bildet die Beweglichkeit einen weiteren Trainingsschwerpunkt.

Die Befürchtung vieler Eltern, dass Kampfsport generell oder Karate im speziellen Aggressionen bei Kindern fördert, ist unbegründet. Vielmehr lernen Kinder, Respekt vor ihrem Gegner sowie ihrem Meister (dem Trainer) zu haben.

Direkte Zweikämpfe sind bei (kleinen) Kindern eher unüblich. Vielmehr steht das Erlernen der Techniken im Vordergrund des Trainings. Das Sparring mit vollem Körperkontakt folgt erst, wenn die Basics stimmen.

Tipp: Erste Wettkämpfe sind ab einem Alter von 7 Jahren möglich. An Wettkämpfen auf Bundesebene können Kinder ab 10 Jahren teilnehmen.

4. Karate für Kinder stärkt das Selbstvertrauen

Regelmäßiges Training:
Je nach Verein findet das Training zwei- oder dreimal in der Woche statt. Ideal für die Entwicklung sind drei Trainingseinheiten.

Kinder, die über ein eher schwaches Selbstbewusstsein verfügen, sind beim Karatetraining bestens aufgehoben. Sie lernen nicht nur, sich selbst verteidigen zu können, sondern auch, mit einer aufrechten Haltung durchs Leben zu gehen.

In einer größeren Gruppe spielt die soziale Interaktion eine wichtige Rolle, sodass Kinder hier Freunde finden können und lernen müssen, sich innerhalb der Gemeinschaft zurechtzufinden.

Besonders wichtig ist an dieser Stelle, dass der Trainer allen Kindern von Beginn an ein Gemeinschaftsgefühl vermittelt, sodass kein Kind ausgeschlossen wird.

Für Kinder, die noch nicht genau wissen, ob sie sich in einem Verein anmelden sollten, besteht die Möglichkeit an Kursen für Selbstbehauptung teilzunehmen. Neben dem Erlernen von Selbstverteidigungstechniken geht es hier auch um das Zurechtkommen mit verbalen Tiefschlägen.

5. Die Kosten für das Training sind meist überschaubar

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Karate für Kinder ist erschwinglich.

Karate für Kinder ist erschwinglich. Im Schnitt zahlen Sie für die Vereinsmitgliedschaft zwischen 15 und 45 € im Monat.

Hinzu kommen einmalig die Kosten für die Karateanzüge für Kinder. Oftmals lassen sich diese günstig über den örtlichen Verein bestellen.

Eine spezielle Schutzausrüstung sowie Pratzen und ein Boxsack kommen früher oder später dazu, belasten Ihr Budget allerdings nicht direkt am Anfang.

6. Den passenden Verein finden

Orientieren Sie sich bei der Vereinssuche an Ihrem Bauchgefühl. Es sollte stets möglich sein, ein Probetraining zu absolvieren und beim Training zusehen zu können. Kampfsportschulen, die damit ein Problem haben, sollten Sie nicht aufsuchen.

Achten Sie darauf, wie der Trainer mit den Kindern umgeht und ob Ihr Kind Spaß am Training hat. Nur, wenn die menschliche Komponente stimmt, macht das Training in diesem Verein Sinn.

Tipp: Wenn Sie noch keinen Verein in Ihrer Nähe gefunden haben, so können Sie auf der Website des Deutschen Karateverbands direkt nach einem Verein in Ihrer Nähe suchen.

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