Indianerspiele: Spielideen für eine Indianerparty

Indianerspiele-Ratgeber
  • Indianerspiele eignen sich hervorragend als Gruppenaktivität, um die Teamfähigkeit zu steigern.
  • Viele Indianerspiele sind auf Beweglichkeit und Geschick ausgelegt.
  • Für kleinere Kinder eignen sich Spiele, bei denen das gemeinsame Miteinander im Vordergrund steht. Größere Kinder können auch in direkten Wettkämpfen gegeneinander antreten.

Die Verkleidung als Indianer zählt bei Kindern zu den beliebtesten Kostümierungen überhaupt. Aber neben dem Kostüm sind es vor allem die Indianerspiele, die das Thema so reizvoll machen.

Wir zeigen Ihnen, welche Spielideen sich für den nächsten Kindergeburtstag, eine Motto-Party oder auch für ein Kindergartenprojekt eignen.

1. Indianer sein erfordert Geschick

Indianerstamm

Indianerstämme gibt es heute nur noch sehr wenige.

Auch wenn heute kaum noch Indianerstämme existieren, so versuchen viele Kinder dennoch auf den Spuren der Indianer zu wandeln.
Neben etwas Kreativität ist es vor allem der Bereich der Geschicklichkeit, der die Kinder besonders herausfordert.
Doch auch die Fähigkeiten im künstlerischen, musikalischen sowie intellektuellen Bereich werden auf die Probe gestellt.

Mit Pfeil und Bogen auf die Jagd gehen, sich anschleichen lernen oder eine umfassende Indianerprüfung ablegen – so lassen sich die Fähigkeiten der Kinder testen.

Sollen die Indianerspiele im Wald stattfinden, benötigen Sie nur wenig Material, da Sie mit ein paar Ideen die meisten Dinge selbst herstellen können.

2. Bewegungsspiele für draußen

Zielscheibe treffen

Pfeil und Bogen können Sie mit Ihren Kindern selbst basteln.

Die meisten Indianerspiele sind mit sehr viel Bewegung verbunden, sodass diese am besten im Freien stattfinden sollten. Ist das Wetter allerdings zu schlecht, können Sie viele der folgenden Spiele auch für drinnen abwandeln.

Büffeljagd:
Bei diesem Spiel sitzt ein Kind in einer Schubkarre. Ein anderes Kind oder Sie als Spielleiter haben die Aufgabe, die Schubkarre zu schieben. Im Vorbeifahren müssen die einzelnen Kinder ein Ziel mit einem Ball, einer Lanze oder einem Tomahawk treffen.

Als Ziele eignet sich beispielsweise ein Büffel aus Pappe. Alternativ dienen auch Bäume als Ziel, auf die sich mit Kreide kinderleicht Zielscheiben aufmalen lassen.
Für kleinere Kinder bietet es sich an, sehr nah am Ziel vorbei zu fahren, damit die Pappfigur lediglich umgestoßen werden muss.

Tipp: Es geht auch ohne Schubkarre, indem ein Kind auf Ihrem Rücken sitzt.

Schießtraining:
Mit Pfeil und Bogen oder dem Tomahawk in der Hand geht es ans Zieltraining. Um Pfeil und Bogen zu basteln, benötigen Sie lediglich ein Taschenmesser, ein paar gut biegsame Zweige, wie beispielsweise von einer Weide, und ein Stück Schnur.

Alternativ können Sie selbstverständlich auch fertiges Equipment verwenden oder auf einen Tomahawk aus Holz oder Kunststoff zurückgreifen.
Ziehen Sie eine Linie in den Waldboden, die kein Kind übertreten darf. Stellen Sie als Ziel entweder eine Scheibe auf, zeichnen sie ein Ziel auf einen Baumstamm oder stellen Sie bei dem Wurf mit dem Tomahawk ein paar Dosen auf.

Achtung: Achten Sie darauf, dass sich kein Kind in der Schussbahn befindet und bleiben Sie stets in der Nähe.

Indianer-Schatzsuche:
Dieses Spiel bildet eine prima Alternative zur klassischen Schnitzeljagd. Die einzelnen Spieler sollten bereits etwas älter sein, um sich auf die Spurensuche zu machen und Hinweisen zu folgen.
Wie bei der Schnitzeljagd sorgen Sie als Spielleiter durch gezielte Hinweise dafür, dass die Kinder in der Lage sind, einen Schatz zu finden.

Suchen Sie Indianerspiele für eine größere Gruppe, so teilen Sie die Kinder in Mannschaften ein, deren Ziel darin besteht, als erstes zum Schatz zu gelangen.
Mögliche Hinweise im Wald sind zum Beispiel:

  • abgeknickte Zweige
  • Pfeile auf dem Waldboden
  • gestapelte Stöcke oder Steine
  • Steintafeln, Haufen oder Kreise

Je älter die Kinder sind, desto mehr Rätsel können Sie einbauen, um die Schatzsuche schwieriger zu gestalten.

3. Kreative Indianerspiele für den Kindergarten

Indianer Federschmuck

Mit ein paar Federn lässt sich kreativer Kopfschmuck herstellen.

Wenn Sie mit den Kindern im Kindergarten Indianer spielen möchten, sollten Sie möglichst einfache Spiele einbauen, bei denen keine Verletzungsgefahr besteht.
Selbstverständlich eignen sich viele dieser Indianerspiele auch dann noch, wenn die Kinder bereits die Grundschule besuchen.

Indianernamen:
Jeder richtige Indianer braucht einen eigenen Namen, über den er sich identifizieren kann. Überlegen Sie sich am besten gemeinsam mit den Kindern verschiedene Namen, die die Personen am besten beschreiben.
Folgende Beispiele sollen Ihnen dabei als Inspiration dienen:

  • schneller Hase (für ein flottes Kind)
  • großer Bär (für ein eher kräftiges Kind)
  • kleines Wiesel (für ein Kind, welches immer entwischt)
  • Luchsohr (für sehr aufmerksame Kinder)
  • Wasserratte (für Kinder, die gerne schwimmen)
  • Sonnenschein (für ein Kind, welches viel lacht)
  • Adlerauge (für ein Kind, dass eine gute Beobachtungsgabe hat)

Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Sie werden überrascht sein, auf welche Ideen die einzelnen Kinder von sich aus kommen.

Indianerschmuck basteln:
Ein paar bunte Federn und ein Stirnband, mehr braucht es nicht für den Indianer-Kopfschmuck. Alternativ können Sie natürlich auch ein kleines Stirnband aus Pappe basteln, an welchem die einzelnen Kinder die Federn befestigen können, die sie selbst am schönsten finden.
Feiern Sie einen Kindergeburtstag, sollte der Indianer-Kopfschmuck des Häuptlings etwas feierlicher sein, um sich von den anderen Kindern abzuheben.

Für den Kindergarten eignen sich auch Mitmachgeschichten über Indianer, bei denen die Kleinen aktiv werden und nicht nur zuhören müssen.
Eine schöne Indianergeschichte finden Sie beispielsweise hier.
Die jeweilige Mitmachgeschichte lässt sich auch als Fingerspiel ausgestalten, indem mal mit dem Zeigefinger gewackelt, nur der Ringfinger gestreckt oder der Daumen gekreist wird.

4. Die Gestaltung des Indianerfests

Indianerspiele

Ein Indianerfest ist eine tolle Idee für den nächsten Kindergeburtstag.

Je nachdem, wie groß das Indianerfest werden soll, benötigen Sie mehr oder weniger Materialien. Im Freien bietet sich ein Lagerfeuer an, um Indianergeschichten zum Besten zu geben.

Ein Marterpfahl lädt zum Singen und Tanzen ein und ist auch bestens für die Indianerparty in den Wintermonaten geeignet.
Besorgen Sie ein paar Federn, Pfeil und Bogen sowie ein paar Seile und schon wirkt die Indianerparty authentisch.

Nicht fehlen dürfen selbstverständlich die individuellen Verkleidungen der einzelnen Kinder. Als absolutes Minimum dient der selbstgebastelte Kopfschmuck. Ein komplettes Outfit ist nur dann sinnvoll, wenn dies für alle Kinder realisierbar ist.

Alternativ zum reinen Indianerfest bietet sich eine Wildwestparty an, bei welcher neben Indianern auch Cowboys willkommen sind. Die passenden Indianerfest-Spiele eignen sich natürlich für beide Mottos.

Tipp: Wichtiger als das Drumherum sind allerdings die einzelnen Indianerspiele, bei denen sich die Kinder durch die Prärie schleichen oder das erste Mal mit einem Blasrohr schießen können.

5. Etwas mehr Kampf gefällig?

Indianer-Spiele

Lassen Sie die Kinder in sportlichen Spielen gegeneinander antreten.

Indianer kennen keinen Schmerz, heißt es so schön, aber wie ist es denn tatsächlich um die Fitness der Kinder bestellt?
Die meisten Kinder, insbesondere Jungen, lieben den Wettkampf und treten beim Sport gegeneinander an, um sich zu messen.

Wenn Sie für den eher kämpferischen Bereich ein Spiel suchen, dann sind die folgenden beiden Indianerspiele etwas für Sie.

Mann gegen Mann:
Für dieses Spiel benötigen Sie ein etwa 1 m langes Tau sowie ein Halstuch
. Die beiden Kinder, die gegeneinander antreten, greifen das Tau jeweils an einem Ende. Ein Halstuch wird dabei hinten in die Hose gesteckt.
Das Ziel des Spiels besteht nun darin, das andere Kind durch geschickte Gewichtsverlagerung aus dem Gleichgewicht zu bringen und so an das Tuch des Gegners zu gelangen.
Wer das Seil loslässt hat verloren. Wer zuerst das Halstuch des Gegners ergattert, gewinnt das Spiel.

Die Jagd der Klapperschlange:
Bei diesem Spiel treten erneut zwei Kinder gegeneinander an. Die übrigen Kinder der Gruppe bilden einen Kreis, den die beiden Spieler während des gesamten Spiels nicht verlassen dürfen.

Nun werden beiden Kindern die Augen verbunden. Daraufhin versucht ein Kind (der Jäger), das andere Kind (die Klapperschlange) zu fangen.
Um den jeweils anderen orten zu können, können Sie beispielsweise eine Kette aus ein paar Dosen an den Füßen der beiden Kinder befestigen.

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