Familienhilfe: Hilfen für Familien in Notlagen

Hilfe für Familien

Ereignisse wie Krankheiten, drohende Arbeitslosigkeit, Krankheit, Todesfälle, finanzielle Schwierigkeiten oder andere Probleme können Familien in Notlagen bringen, die sie ohne Hilfe von außen nur schwer bewältigen können. Jedoch gibt es eine Reihe von Anlaufstellen bei denen Familien sich Hilfe und Unterstützung holen können.

1. Schuldnerberatung

Familien, die wegen Überschuldung in eine wirtschaftliche Notlage gekommen sind, können sich von der Schuldnerberatung unterstützen und beraten lassen, schon bevor rechtliche Folgen drohen. Schuldnerberatungsstellen helfen Menschen, ihre Lebensverhältnisse und die finanzielle Situation zu ordnen und eine außergerichtliche Einigung mit Gläubigern zu erlangen.

Es gibt auch spezialisierte Schuldnerberatungen, beispielsweise für Überschuldungssituationen, die im Zusammenhang mit einer Wohnungsbaufinanzierung entstanden sind. Wenn eine außergerichtliche Einigung nicht möglich ist, können Verbraucherinsolvenzverfahren Familien helfen, aus der Verschuldung heraus zu finden.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung informiert zum Umgang mit Schulden und vermittelt Beratung vor Ort.

2. Drohende Wohnungslosigkeit

Es gibt verschiedene Hilfen und Unterstützungsangebote für Familien, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Bei Mietrückständen oder Räumungsklagen gibt es Möglichkeiten, Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II oder über die Sozialhilfe zu erhalten. Wurde eine Räumungsklage bereits eingereicht, muss ein Gericht das zuständige Sozialamt informieren, damit notwendige Schritte zur Erhaltung des Mietverhältnisses noch vorgenommen werden können. Auch die Übernahme von Wohnungsbeschaffungskosten, Mietkautionen, rückständigen Kosten für Gas, Wasser und Strom sind unter bestimmten Bedingungen möglich. Daher sollten betroffene Familie sich in solchen Fällen Unterstützung und Beratung suchen, beispielsweise bei den Wohlfahrts- und Familienverbänden.

3. Akute Krisensituationen

Es gibt zahlreiche Anlaufstellen für Menschen in akuten Krisensituationen. In Frauenhäusern, Frauenzufluchtswohnungen, Kinderschutzzentren, über Kindernotdienste, Bereitschaftspflegestellen, Aufnahmeheime, Wohnheime und bei den Jugendämtern finden Menschen in solchen Situationen Unterkunft und Hilfe. Auch die Polizei (Tel. 110) hilft in Krisensituationen.

Darüber hinaus gibt es die Telefonseelsorge der evangelischen und katholischen Kirche. Sie ist unter den Nummern 0800 / 1 11 01 11 oder 0800 / 1 11 02 22 bundesweit 24 Stunden am Tag gebührenfrei zu erreichen. Die Gespräche sind vertraulich und anonym.

Das Kinder- und Jugendtelefon und das Elterntelefon sind auch gebührenfrei zu erreichen. Auch hier erfolgt die Beratung anonym und vertraulich. Das Kinder- und Jugendtelefon ist unter 0800 / 111 0 333 montags und freitags von 15h bis 19h sowie samstags von 15h bis 18h zu erreichen. Die Nummer des Elterntelefons lautet 0800 / 111 0 550. Es ist montags und mittwochs von 9h bis 11h sowie dienstags und donnerstags von 17h bis 19h erreichbar.

4. Trennung und Scheidung

Trennung und Scheidung sind sowohl für Eltern als auch für Kinder schwierige Situationen. Die Broschüre „Wegweiser für den Umgang nach Trennung und Scheidung“der Deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft e.V., des Deutschen Kinderschutzbunds und des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter soll Eltern dabei helfen, ihr Kind in diesen Situationen zu unterstützen.

5. Hilfe bei häuslicher Gewalt

Das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend informiert in der Broschüre „Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt“ über Rechtschutz für Opfer von häuslicher Gewalt und das Gewaltschutzgesetz.

Der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe gibt einen Überblick über die Frauennotrufe der einzelnen Bundesländer und Hilfsangebote vor Ort.

6. Quellen und Linktipps

Der Familien-Wegweiser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend informiert unter den entsprechenden Stichworten zu den Themen Schuldnerberatung, Wohnungslosigkeit und Schutz vor häuslicher Gewalt.

Auf der Seite der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung können Familien sich zum Umgang mit Schulden und Beratungsmöglichkeiten informieren.

Eine Liste der Wohlfahrts- und Familienverbände finden Sie hier.

Über die Angebote des Kinder- und Jugendtelefons sowie des Elterntelefons können sich Eltern und Kinder auch auf der Homepage NummergegenKummer informieren.

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