Elternbefragung in der Kita: Tipps für eine Elternumfrage

Elternbefragung-Kita-Ratgeber
Welchen Nutzen haben Elternbefragungen in der Kita?

Elternbefragungen tragen zur regelmäßigen Qualitätssicherung bei. Eindrücke von außen oder Informationen von Kindern an Ihre Eltern eröffnen meist neue Perspektiven.

Wie gestaltet man die Elternbefragung sinnvoll?

Wie so oft im Leben gilt auch hier: Planung ist alles. Die Auswahl der richtigen Fragen ist von besonderer Bedeutung für die spätere Auswertung. Wir haben für Sie eine Vorlage für die Elternbefragung zusammengestellt.

Wie geht man mit einer abgeschlossenen Elternbefragung um?

Bei der Auswertung der Befragung gilt es in erster Linie Tendenzen für den Ausbau oder die Verbesserung bestimmter Bereiche und Abläufe festzustellen. Im Anschluss erfolgt die Umsetzung.

Um die Qualität in einer Kindertagesstätte überprüfen zu können, sind Elternbefragungen unerlässlich. So können Sie anhand der Bewertung Rückschlüsse auf die Entwicklung Ihrer Einrichtungen werfen. Viele Erzieher fragen sich jedoch, wie man eine Elternbefragung in der Kita gestalten kann und wie mit den Ergebnissen verfahren wird.

In unserem Ratgeber erklären wir Ihnen zunächst, warum die Elternumfrage ein wichtiges Instrument in Hinblick auf die Arbeit in der Kita darstellt. Außerdem bekommen Sie einen Überblick darüber, wie Sie diese Befragung gestalten und mit den Ergebnissen umgehen können.

1. Die Zusammenarbeit zwischen dem Kita-Team und den Eltern trägt zu einer höheren Qualität bei

Zusammenarbeit

Bieten Sie in Ihrer Einrichtung verschiedene Formen der Elternarbeit an.

Die Elternarbeit stellt in der Konzeption einer Kindertagesstätte einen wichtigen Baustein dar. In diesem Dokument ist geregelt, inwiefern Eltern in die grundsätzliche Planung miteinbezogen werden. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, eine hohe Qualität der Einrichtung zu gewährleisten. Durch das Angebot, an einer Umfrage teilzunehmen, fühlen sich Eltern zudem ernst genommen.

Eltern, die ihre Kinder jeden Tag in die Kindertagesstätte bringen, möchten natürlich sichergehen, dass die Qualität der Einrichtung besonders hoch ist. Um die tägliche Kita Arbeit aktiv mitzugestalten, finden regelmäßig Elternabende und Elterngespräche statt. Auch der Elternbeirat trifft sich in regelmäßigen Abständen, um wichtige Angelegenheiten zu diskutieren.

Die wichtigste Aufgabe dieser Elternvertretung ist es, zwischen den Eltern und dem Kita-Team zu vermitteln.

Eine Elternbefragung bietet also die Möglichkeit, eigene Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen. Eltern können ihre subjektive Meinung äußern und die alltägliche Arbeit oder gezielte Projekte bewerten. Auf diese Weise kann das gesamte Team feststellen, wie zufrieden die Eltern mit der angewendeten Pädagogik sind.

2. Eine Elternbefragung sinnvoll vorbereiten und durchführen

Elternbefragung Kita

Bieten Sie möglichst viele verschiedene Antwortmöglichkeiten an.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten um eine Elternumfrage durchzuführen. Die häufigste Form hat einen Fragebogen als Grundlage. Dieser bietet die Möglichkeit, verschiedene Inhalte abzufragen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Aufwand für die Eltern sehr gering ist, da sie lediglich zutreffende Aussagen ankreuzen müssen.

Zunächst sollten Sie die Eltern in einem Elternbrief über die Durchführung einer Befragung informieren. Weisen Sie in diesem Brief darauf hin, dass die Teilnahme freiwillig ist und anonym erfolgt. Wichtig ist es außerdem, das Ziel der Elternbefragung herauszustellen.

In der Regel besteht ein Fragebogen zum größten Teil aus geschlossenen Fragen, bei denen die Eltern die zutreffende Antwort lediglich ankreuzen müssen. Am Ende sollten Sie jedoch die Möglichkeit bieten, in freier Form Kritik mitzuteilen oder Anregungen und Verbesserungswünsche mit auf den Weg zu geben. Stellen Sie jedoch nur Fragen zu den Inhalten, die Sie tatsächlich zu ändern bereit sind.

ElternZOOM 2018

Obwohl die Kita-Gebühren vor allem ärmere Familien belastet, wären etwa 55% der Eltern bereit, noch höhere Beiträge zu zahlen, wenn dadurch die Qualität der Betreuung steigt. Zu diesem Ergebnis kommt die jährlich durchgeführte Elternbefragung der Bertelsmann Stiftung.

Im Folgenden bekommen Sie einen Überblick darüber, aus welchen Kategorien ein solcher Fragebogen bestehen kann. Hierbei handelt es sich natürlich nur um ein Muster, welches sie individuell modifizieren können.

  • Allgemeine Fragen: Wie lange besucht Ihr Kind den Kindergarten bereits? Wie lief die Eingewöhnung ab? Geht Ihr Kind gerne in die Kindertagesstätte? Sind Sie mit den Öffnungszeiten zufrieden?
  • Pädagogische Arbeit: Wie empfinden Sie die Atmosphäre im Kindergarten? Findet genügend Förderung in den verschiedenen Bereichen statt? Ist die Vorbereitung auf die Schule zufriedenstellend? Gibt es ausreichend Projekte und Ausflüge?
  • Zusammenarbeit mit den Eltern: Wie empfinden Sie die Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung und den Eltern? Gibt es genügend Möglichkeiten, um wichtige Angelegenheiten zu besprechen? Möchten Sie mehr mitwirken, als Sie es derzeit tun?
  • Einrichtung und Personal: Ist das Personal freundlich zu Ihnen? Wie zufrieden sind Sie mit der Raumgestaltung? Wie empfinden Sie die Bring- und Abholsituation?
  • Zusammenfassende Bewertung: Wie zufrieden sind Sie im Großen und Ganzen mit der Einrichtung? Was würden Sie gerne verändern/verbessern?

Um ein eindeutiges Ergebnis zu bekommen, sollten Sie möglichst viele differenzierte Antwortmöglichkeiten zur Wahl stellen. Bei einer Frage wie “Wie zufrieden sind Sie mit den Informationen über die Entwicklungsschritte Ihres Kindes?” können Sie beispielsweise folgende Antworten anbieten: sehr zufrieden, zufrieden, weniger zufrieden, nicht zufrieden.

Achten Sie außerdem darauf, dass Sie darauf hinweisen, inwiefern Mehrfachbenennungen möglich sind.

2.1. Vorlage für eine Elternbefragung kostenlos herunterladen

Elternbefragung Kita

Vorlage: Elternbefragung für Kitas zum Download

Passen Sie das Muster zur Verwendung an Ihre Einrichtung an.

3. Die Auswertung zur zukünftigen Planung heranziehen

Besprechung Elternbefragung

Besprechen Sie die Ergebnisse mit dem gesamten Team.

Die Auswertung ist ein sehr entscheidender Schritt in Bezug auf die Elternbefragungen in der Kita. Zählen Sie dazu die gegebenen Antworten zunächst zusammen. Dabei bietet es sich an, die Häufigkeit in Prozentwerten wiederzugeben. Eine entsprechende Excel-Liste können Sie im Eingangsbereich der Kita aufhängen oder auf der Internetseite zur Verfügung stellen.

An der Zufriedenheit der Eltern können Sie ganz schnell erkennen, ob grundlegende Änderungen oder Verbesserungen vorgenommen werden müssen. Kleinere Angelegenheiten können in der Regel ganz einfach in der täglichen Arbeit abgeändert werden. Bei umfassenderen Themen ist es sinnvoll, die Kritik der Eltern mit dem gesamten Team zu besprechen. Um den Eltern zu zeigen, dass Sie Kritik und Ideen annehmen, ist es wichtig, dass Sie Umstrukturierungen vornehmen, wenn dies von dem Großteil der Eltern gewünscht ist.

Tipp: Um die individuelle Entwicklung einzelner Kinder zu beobachten, bietet sich ein Portfolio oder ein sogenannter Beobachtungsbogen an. Mithilfe dieses Bogens können Sie alle Entwicklungsschritte dokumentieren, sodass Sie eine Grundlage für Elterngespräche haben. Hier können Sie diesen kostenlos herunterladen.

4. Weiterführende Literatur zum Qualitätsmanagement in der Kita

Qualitätsmanagement in Kindertageseinrichtungen
  • Helena Bolewski, Stephanie Glos, Christian Olivier Dox
  • Herausgeber: RabenStück
  • Auflage Nr. 1 (13.09.2012)
  • Taschenbuch: 173 Seiten
Das große Handbuch Qualitätsmanagement in der Kita
  • Herausgeber: Link, Carl
  • Auflage Nr. 1 (01.04.2019)
  • Gebundene Ausgabe: 752 Seiten

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