Drei-Tage-Fieber beim Baby: Symptome, Verlauf und Behandlung

Vater fühlt Stirn des Babys
Wie wahrscheinlich ist es, dass mein Kind Drei-Tage-Fieber bekommt?

Beinahe jedes Kind kommt bis zu seinem dritten Lebensjahr in Berührung mit der Krankheit.

Wie gefährlich ist Drei-Tage-Fieber für Babys?

Meist sind die Kinder beim Drei-Tage-Fieber recht munter. Es können aber möglicherweise Nebenwirkungen auftreten.

Wann darf mein Kind nach der Krankheit wieder in den Kindergarten?

Sobald das Fieber vorbei ist, der Ausschlag auftritt und das Kind sich wohlfühlt, ist die Krankheit nicht mehr ansteckend und es kann auch wieder in die Kita.

So gut wie jedes Baby oder Kleinkind hat einmal das von einem Herpesvirus ausgelöste Drei-Tage-Fieber. Charakteristisch ist, dass das Fieber ziemlich hoch ist und nach drei Tagen von einem Ausschlag abgelöst wird. Da es sich um eine Viruserkrankung handelt, richtet sich die Behandlung nur gegen die Symptome.

1. Das sind die Symptome des Drei-Tage-Fiebers

Das drei-Tage-Fieber hat einen fast immer gleichbleibenden Verlauf: Von einem Moment auf den anderen bekommt das Kleinkind hohes Fieber von über 39 bis über 41 Grad. In diesem Moment hat die Inkubationszeit rund fünf bis 15 Tage gedauert. Wo das Kind sich anstecken konnte, ist oft nicht nachzuvollziehen, da das Virus so weit verbreitet ist, dass quasi jedes Kind einmal bis zu seinem dritten Lebensjahr damit in Berührung gekommen ist.

Baby mit hellrotem Ausschlag im Gesicht

Bekommt das Baby den charakteristischen Ausschlag, ist der schlimmste Teil des Drei-Tage-Fiebers überstanden.

Fiebersenkende Mittel wirken nicht dauerhaft während der nächsten drei Tage: Das Fieber kehrt zurück, sobald die Wirkung endet. Nach den drei Tagen aber verschwindet es wieder so plötzlich, wie es gekommen ist, und das Baby entwickelt einen hellroten oder rosafarbenen Hautausschlag. Dieser beginnt meist am unteren Rücken, der Leiste oder dem Nacken, kann sich aber über den ganzen Körper ausbreiten.

Ausschlag im Gesicht ist ziemlich selten, allerdings auch nicht schlimm: Anders als etwa bei Windpocken müssen Sie hier meist keinen Juckreiz lindern. Der Ausschlag heilt von allein nach wenigen Stunden bis etwa drei Tagen ab. Es bleiben keine Narben oder anderen Spätfolgen. Häufig verläuft die Krankheit ohne weitere Komplikationen.

1.1. Diese zusätzlichen Beschwerden können auftreten

Manche Kinder bekommen gleichzeitig mit der Erkrankung andere Beschwerden wie etwa

  • Halsschmerzen
  • Husten
  • geschwollene Lymphknoten
  • Durchfall
  • Übelkeit

Ist das der Fall oder ist das Fieber sehr hoch und das Baby sehr schwach, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen. Dieser kann andere Erkrankungen wie etwa Entzündungen des Mittelohrs, der Lunge oder der Hirnhaut sowie Harnwegsinfektionen ausschließen. Allerdings ist die Diagnose an den ersten Tagen nicht ganz einfach: Zweifelsfrei steht sie erst fest, wenn das Fieber nach dem dritten Tag schwindet und sich der charakteristische Hautausschlag zeigt. Hier fasst ein Kinderarzt diese Informationen für Sie zusammen:

1.2. Fieberkrämpfe sind ein Sonderfall

Manche Babys und Kleinkinder können während des Drei-Tage-Fiebers Fieberkrämpfe bekommen. Diese verlaufen in der Regel glimpflich und beeinträchtigen die Gesundheit des Kindes nicht nachhaltig. Allerdings sind sie schrecklich anzusehen und jagen den Eltern meist einen riesigen Schrecken ein.

Beginnt das Kind mit dem ganzen Körper oder beispielsweise nur den Armen zu krampfen, überstreckt es sich, verdreht es die Augen und reagiert nicht mehr auf Ansprache, erleidet es gerade einen Krampfanfall. Ist das Fieber der Auslöser, bleiben keine Schäden zurück. Dennoch sollten Sie den Notruf wählen, damit Ihr Baby im Krankenhaus untersucht wird. Nur so ist die Feststellung möglich, ob es sich um einen Fieberkrampf oder um Epilepsie handelt.

Tipp: Legen Sie das Kind sanft auf den Boden und entfernen Sie alle harten Gegenstände aus seiner Nähe, sodass es sich nicht verletzen kann.

2. Die Therapie richtet sich gegen die Symptome

Frau misst Fieber bei ihrem Baby

Ist das Fieber sehr hoch, können fiebersenkende Mittel vorübergehend Linderung verschaffen.

Das auslösende Virus bekämpft der Körper ganz allein. Der Arzt verschreibt fiebersenkende Mittel in Form von Zäpfchen oder Säften. Ob Sie sie allerdings dem Baby verabreichen, entscheiden Sie selbst: Meist sind die Kinder beim Drei-Tage-Fieber recht munter. Sie leiden nicht, trinken ausreichend und können schlafen.

Da das Fieber die Viren bekämpft, sollten Sie es im Auge behalten und die Medikamente nur anwenden, wenn es zu hoch wird oder das Baby leidet, Schüttelfrost hat, nicht trinken will oder nicht schlafen kann. Hat das Kind warme Hände und Füße sowie ein warmes Gesicht, können Sie auch ein altes Hausmittel probieren: Oft helfen Wadenwickel bei Fieber. Das funktioniert allerdings nur, wenn das Baby sie akzeptiert und nicht wegstrampelt.

Tipp: Achten Sie darauf, dass das Baby genug trinkt! Durch das Fieber verliert es viel Flüssigkeit.

3. Das Drei-Tage-Fieber tritt nicht mehrmals auf

Bruder umsorgt kranke Schwester

Hat ein Kind einmal das Drei-Tage-Fieber gehabt, kann es sich bei anderen kranken Kindern in der Regel nicht mehr anstecken.

Hat das Immunsystem sich einmal gegen die Viren zur Wehr gesetzt, die das Drei-Tage-Fieber auslösen, behält es die entsprechenden Antikörper. Das heißt, dass das Kind in der Regel immun gegen die Krankheit ist, sie also nicht mehrmals bekommt. Es gibt allerdings einige Infektionen, die dem Fieber sehr ähneln, sodass es so wirken kann, als kämpfe das Kind erneut mit der Krankheit.

Kommen schwangere Frauen mit Kindern in Berührung, die das Drei-Tage-Fieber haben, sollten sie ihre gynäkologische Praxis aufsuchen. Hier wird untersucht, ob sie die Antikörper gegen das Virus besitzen. Das ist bei fast allen Menschen der Fall, da sich die allermeisten in frühen Kindertagen anstecken. Infiziert sich allerdings jemand erst während der Schwangerschaft, kann das für das Ungeborene gefährlich werden, daher ist der Arztbesuch dringend angeraten.

4. Die Ansteckungsgefahr verschwindet mit dem Ausschlag

kleine Mädchen spielen Arzt

Sobald das Kind fieberfrei ist, kann es die anderen Kinder nicht mehr anstecken und darf wieder in die KiTa gehen.

Gerade für Eltern, die arbeiten müssen, ist die Frage wichtig, wann das Kind wieder in die Kita darf. Sobald das Fieber vorbei ist, ist die Krankheit nicht mehr ansteckend. Ab dem Moment also, in dem der Ausschlag auftritt und das Fieber gesunken ist, darf das Kind theoretisch wieder unter andere Kinder.

In der Realität hängt es aber vor allem davon ab, wie es ihm ansonsten geht: Ist es müde, schlapp und anhänglich, sollten Sie es lieber noch einen Tag lang zu Hause behalten. Die Schwierigkeit beim Drei-Tage-Fieber ist nicht die Ansteckungsgefahr gegen Ende der Krankheit, sondern die am Anfang: Da das Fieber so unvermittelt auftritt, die Ansteckung über Tröpfcheninfektion erfolgt und die Inkubationszeit mehrere Tage dauert, ist eine Vorbeugung gegen die Krankheit quasi ausgeschlossen.

Hinzu kommt, dass die Infektion bei manchen Kindern einen unauffälligen Verlauf nimmt: Sie haben kaum Fieber und keinerlei anderen Beschwerden. Auch der Ausschlag ist  bei ihnen so blass, dass er manchmal gar nicht auffällt. Diese Kinder können andere anstecken, ohne dass es irgendjemand bemerkt.

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