Corona bei Kindern erkennen: Symptome und Krankheitsverlauf

   
von Ralf-Ingo S. - letzte Aktualisierung:
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Wie kann ich Corona bei Kleinkindern erkennen?

Leider verlaufen viele Fälle von Covid 19 bei jungen und auch älteren Kindern asymptomatisch. Es ist daher schwer, Corona bei Kindern zu erkennen.

Haben Kinder anderen Krankheitssymptome als Erwachsene?

Viele Symptome ähneln sich, treten jedoch bei Kindern weniger stark oder seltener auf. Pooltests in der Schule sowie der Kita sind daher hilfreich, um frühzeitig einen Fall feststellen zu können.

Sind Kinder besser geschützt als Erwachsene?

Generell sind die Verläufe bei Kindern eher mild. Es gibt jedoch immer wieder Ausnahmen, sodass Verallgemeinerungen nicht hilfreich sind.

Seit Beginn des Jahres 2020 bestimmt Corona den Alltag der meisten Menschen in Deutschland und weltweit. Doch nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder erkranken an der Virusinfektion, sodass es wichtig ist, die Symptome von Corona bei Kindern erkennen zu können.

In unserem Artikel erklären wir, auf welche Anzeichen Sie achten sollten und warum es schwer ist, pauschale Urteile über mögliche Verläufe zu stellen.


1. An welchen Symptomen lässt sich Corona bei Kindern erkennen?

Leider ist es nicht einfach, das Coronavirus bei Kindern zu erkennen, denn es gibt zahlreiche Kinder, bei denen es keine Anzeichen auf eine Infektion gibt, obwohl Sie anhand eines Antigen- oder PCR-Tests positiv getestet wurden.

Laut Angaben des Robert Koch Instituts sind die Verläufe bei Kindern und Jugendlichen häufig asymptomatisch. Generell traten laut Medizin-Studien zu Beginn der Pandemie folgende Symptome einer Corona-Infektion auf:

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Das Corona-Virus wirkt sich sehr unterschiedlich aus.

  • Husten: 40 bis 42 %
  • Fieber: 34 bis 48 %
  • Schnupfen: 23 bis 30 %
  • allgemeine Krankheitsanzeichen: 18 bis 30 %
  • Halsschmerzen: 8 bis 9 %

Die Erfahrungen zeigen jedoch, dass es sehr schwer ist, Corona bei Kindern zu erkennen. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass Kinder in jungen Jahren zunächst ein funktionierendes Immunsystem aufbauen müssen und daher deutlicher häufiger unter Anzeichen einer Infektion zu leiden haben als Erwachsene.

Bei mehr als einem Drittel aller Kinder unter 5 Jahren waren die Verläufe einer Corona-Infektion komplett symptomlos, sodass es unmöglich ist, diese zu erkennen, ohne regelmäßige Tests durchzuführen.

Nähere Informationen zum Corona-Virus und bekannten Symptomen bei Kindern und Jugendlichen finden Sie an dieser Stelle auf der Website des Robert Koch Instituts.

2. Welche Unterschiede gibt es bei der Erkrankung von Erwachsenen und Kindern?

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Meist verläuft die Infektion bei Kindern sehr mild.

Die Anzeichen einer Coronavirus-Infektion sind bei Kindern meist schwächer ausgeprägt als bei Erwachsenen. So leiden weniger Kinder unter Schnupfen, Husten und Fieber. Jedoch treten Magen-Darm-Probleme mit Durchfall häufiger auf. Generell sind die Verläufe jedoch in aller Regel mild und die Symptome klingen bereits nach wenigen Tagen wieder ab.

Bei vielen Erwachsenen ist vor allem ein Verlust des Geruchs- sowie des Geschmackssinns zu beobachten. Auch Atembeschwerden treten auf und werden als klares Anzeichen für eine tiefergehende Corona-Infektion gewertet. Bei Kindern sind diese Symptome jedoch eher weniger zu beobachten.

Tipp: Es spricht daher nichts dagegen, auch bei eher abwegigen Anzeichen, wie Durchfall, einen Test zu machen, um sicherzugehen, dass nicht doch eine Corona-Infektion vorliegt.

3. Woran liegt es, dass Kinder meist mildere Verläufe als Erwachsene haben?

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Das Immunsystem von Kindern reagiert schneller.

Das Immunsystem eines gesunden Erwachsenen ist voll ausgebildet und sollte in der Lage sein, mit den meisten Viren und Bakterien zurechtzukommen. Dies ist auch grundsätzlich richtig. Leider gibt es jedoch immer wieder Menschen, die trotz einer guten Gesundheit schwer an Covid 19 erkranken.

Im Gegensatz dazu fällt die Zahl der Kinder, die mit schweren Krankheitssymptomen zu kämpfen haben, sehr gering aus. Forscher gehen davon aus, dass die Abwehr von Kindern früher ansetzt, sodass die Erreger die tieferen Atemwege nur schwer oder in sehr geringer Anzahl erreichen.

Eine Studie (August 2021) kommt beispielsweise zu dem Ergebnis, dass das Immunsystem vor allem beim Erstkontakt mit den Erregern stärker reagiert. Der Botenstoff Interferon wird aktiviert und die Immunabwehr setzt augenblicklich ein, um die Viren zu bekämpfen.

4. Was kann man tun, wenn ein Kind Krankheitsanzeichen hat?

Zunächst einmal geht es darum, sicherzustellen, dass es sich bei den Symptomen tatsächlich um eine Infektion mit Covid 19 handelt. Da es schwer ist, Corona bei Kindern zu erkennen, sollten Sie daher in jedem Fall einen Test durchführen.

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Ein PCR-Test gibt Sicherheit.

Stellt sich dabei heraus, dass Ihr Kind positiv ist, geraten Sie nicht gleich in Panik, denn in den meisten Fällen erweist sich die Infektion als harmloser Infekt. Dennoch sollten Sie sich und andere so gut wie möglich schützen. Ein positiver Schnelltest sollte im Idealfall durch einen PCR-Test abgesichert werden. Nur dieser führt letztlich dazu, dass ein Genesenenzertifikat ausgestellt werden kann.

Je nach aktueller Auslastung fallen die Laborkapazitäten jedoch gering aus, sodass PCR-Tests nicht mehr verpflichtend sind. Vielmehr müssen Sie den Test vielerorts selbst bezahlen, sodass Sie sich diesen Schritt gut überlegen sollten.
Ein Antigen-Test in einem Testzentrum muss jedoch nachgeholt werden, wenn es zu einer Infektion gekommen sein sollte.

Auch wenn Kinder in häusliche Quarantäne geschickt werden, so gilt dies nicht automatisch für die Eltern sowie die Geschwister. Informieren Sie sich daher in der jeweiligen Landesverordnung über die derzeit geltenden Regeln.
Leider fallen diese recht uneinheitlich aus und ändern sich schnell. Weitere Informationen des Bundesgesundheitsministeriums finden Sie hier.

Typischerweise fallen die Regeln lockerer aus, wenn Sie bzw. Ihre Kinder bereits zwei oder drei Impfungen erhalten haben oder aber vor weniger als 3 Monaten genesen sind.

5. Kinder schützen: Diese Schutzmaßnahmen sind zu empfehlen

Das Sozialleben nicht vergessen:

Trotz der Pandemie sollten Kinder soziale Kontakte haben und diese auch pflegen können. Das ist nicht nur für das Wohlbefinden der Kleinen wichtig, sondern hat auch einen wichtigen und positiven Effekt auf die Entwicklung.

Die meisten Kinder besuchen den Kindergarten, die Kita oder die Schule und kommen daher täglich in Kontakt mit vielen anderen Kindern. Gänzlich vermeiden lässt sich eine Ansteckung daher nicht.

Dennoch können Sie verschiedene Maßnahmen ergreifen, um für einen hohen Schutz zu sorgen:

  • Hände regelmäßig waschen und ggf. desinfizieren
  • Masken tragen (an besonders gefährdeten Orten)
  • Im Freien treffen oder regelmäßig lüften

6. Ablenken und Nachdenken mit einem Buch über die aktuellen Ereignisse

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