Stürze vom Bett oder der Wickelkommode ziehen häufig Kopfverletzungen nach sich. In 90% der Fälle handelt es sich jedoch lediglich um leichte Schädel-Hirn-Traumen, die in der Regel nicht behandelt werden müssen.
Fällt Ihr Kind auf den Boden, sollten Sie zunächst Ruhe bewahren und sich Ihr Kind genaustens anschauen. Achten Sie dabei auf äußerliche Anzeichen wie Blutungen oder Brüche. Ist Ihr Kind benommen oder bewusstlos, sollten Sie umgehend den Notarzt rufen.
Da Kinder einen enormen Bewegungsdrang haben, lässt sich ein Sturz nicht gänzlich vermeiden. Wichtig ist jedoch, dass Sie immer ein Auge auf Ihr Kind haben und die Wohnung entsprechend ausstatten.
Eine Millisekunde nicht aufgepasst, schon ist es passiert – Stürze vom Babybett oder Wickeltisch kommen gar nicht so selten vor. In den meisten Fällen gehen diese Vorfälle glimpflich aus. Es kann jedoch auch zu schlimmeren Verletzungen kommen, die Folgen mit sich bringen können.
Ist ein Baby vom Bett gefallen, reagieren die meisten Eltern völlig panisch. Wichtig ist jedoch, dass Sie die Ruhe bewahren und Ihr Kind gründlich untersuchen. Wann Sie beruhigt zu Hause bleiben und wann Sie zum Kinderarzt oder ins Krankenhaus gehen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Bereits eine kurze Unaufmerksamkeit kann zu einem Sturz führen.
Der Instinkt einer jeden Mutter ist es, ihr Kind in jeglicher Situation zu schützen. Dieser Mutterinstinkt besteht bereits direkt nach der Geburt. Er stellt eine enorm enge Bindung zwischen Mutter und Kind dar, die durch nichts und niemanden getrennt werden kann.
Daher ist es der Alptraum aller Eltern, dass sich ihr Kind gefährliche Verletzungen zuzieht. Viele Eltern glauben jedoch, dass es erst gefährlich wird, wenn ein Kind krabbeln oder laufen kann. Weit gefehlt. Bereits kleine Babys sind in der Lage sich so zu bewegen, dass es zu einem Sturz kommen kann.
Werden Babys gewickelt oder kurz auf dem Bett oder der Couch abgelegt, braucht es nur einen Moment der Unaufmerksamkeit und schon ist das Baby auf den Boden gestürzt. Das passiert nicht nur „Rabeneltern“, sondern auch Müttern und Vätern, die ihr Kind im Normalfall vorbildlich umsorgen.
Ein Unfall lässt sich manchmal einfach nicht vermeiden. Stürze vom Wickeltisch sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts die häufigste Unfallursache. Daher sollten Sie Ihr Kind immer im Auge behalten, wenn die Gefahr besteht, dass es ansonsten stürzen könnte. In einigen Fällen schaffen es Eltern, ihr Kind noch rechtzeitig festzuhalten oder abzufangen. Leider gelingt dies jedoch nicht immer.

In den meisten Fällen kommt ein Kind mit einer leichten Verletzung davon.
Aber was kann passieren, wenn ein Baby vom Bett gefallen ist? Je kleiner die Kinder sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie bei einem Sturz auf den Kopf fallen. Bei etwa 90% dieser Kopfverletzungen handelt es sich jedoch um leichte Schädel-Hirn-Traumata.
Zu diesen Kopfverletzungen kommt es, wenn die Kinder mit dem Gesicht, der Stirn oder dem Hinterkopf auf dem Boden aufprallen. Die entsprechende Stelle kann gerötet sein und leicht bluten. In einigen Fällen bildet sich eine kleine Beule am Kopf.
Wenn ein Kind jedoch aus mehr als zwei Metern auf dem Boden aufkommt, kann es zu schwerwiegenden Verletzungen kommen, die im schlimmsten Fall tödlich enden können. Dies gilt vor allem bei seitlichen Kopfverletzungen. Kommt es beispielsweise zu einem Schädelbruch mit Gehirnbluten, ist schnelle Hilfe gefragt, um weitere Folgen zu vermeiden.
Grundsätzlich kann ein 3-Jähriger einen Sturz besser vertragen als ein 6 Monate altes Kind. Dennoch sollten Sie auch in diesem Fall nicht leichtfertig mit der Situation umgehen.
Hat ein Kind nach einem Sturz Fieber oder eine erhöhte Temperatur, steht dies zumeist nicht in Zusammenhang mit dem Unfall. Wahrscheinlicher ist es, dass sich Ihr Kind einen Infekt eingefangen hat.
Die meisten Eltern geraten völlig in Panik, wenn ihr Baby vom Bett gefallen ist. Dies ist zwar gut nachzuvollziehen, aber in dieser Situation alles andere als hilfreich. Viel wichtiger ist es, dass Sie in diesem Moment die Ruhe bewahren. Auf diese Weise können Sie Ihrem Kind bestmöglich helfen und dafür sorgen, dass es nicht auch noch panisch wird.
Schauen Sie sich Ihr Kind nach einem Sturz an. Beobachten Sie, wie es sich verhält und tasten Sie den Körper ab, um Brüche ausfindig zu machen. Bei einer leichten Gehirnerschütterung ist beispielsweise keine Behandlung notwendig. Dies gilt jedoch nur, wenn Ihr Baby ansonsten munter wirkt. Manche Symptome entwickeln sich zudem erst nach einigen Stunden.
Um beurteilen zu können, wann Sie zum Arzt müssen, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:
Beantworten Sie mehrere dieser Fragen mit Ja, sollten Sie dringend ein Krankenhaus aufsuchen oder den Notarzt rufen. In diesem Fall kann es sich um eine schwerwiegende Kopfverletzung handeln, die schnellstmöglich behandelt werden muss.
Wie Sie Ihrem Kind bei Kopfverletzungen am besten helfen, sehen Sie in diesem Video:
https://www.youtube.com/watch?v=noACCZpwK1s

Beim Sturz auf einen Teppich ist die Verletzungsgefahr wesentlich geringer.
Dass ein Baby mal vom Bett oder von der Wickelkommode fällt, lässt sich im Grunde nicht gänzlich vermeiden. Statt sich mit Schuldgefühlen zu plagen, sollten Sie lieber darüber nachdenken, wie Sie solche Vorkommnisse in Zukunft vermeiden können.
Denn es gibt einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko bzw. die Folgen eines Sturzes so gut wie möglich zu verringern.
Zu diesen zählen:
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