Spielzelt Test 2019

Die besten Spielzelte im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Spielzelt ist ein kuscheliger Ort, an den sich Kinder zurückziehen können, wenn sie alleine sein möchten.
  • Kinder können in einem Zelt verschiedene Spiele entwickeln und alleine oder zu zweit in verschiedene Spielwelten eintauchen.
  • Wichtiges Kriterium bei der Wahl des Spielzeltes ist eine mögliche Schadstoffbelastung. Achten Sie aber auch auf das passende Material für Ihre Bedürfnisse, die richtige Größe und die Altersempfehlung des Herstellers.

spielzelt test

Kinder lieben kuschelige Rückzugsorte, an denen sie ihren Gedanken nachhängen oder eigene Spiele entwickeln können. Ein eigenes kleines Reich eben, das nur ihnen gehört. Ein Spielzelt bietet Kindern genau das, hat jedoch noch weitere Vorteile.

Spielzelte sind zumeist recht günstig in der Anschaffung und einfach aufgebaut. Es gibt sie in unterschiedlicher Optik – etwa als Kinder-Indianerzelt, Tipi-Spielzelt oder Kinderzelt mit Tunnel. Ein Spielzelt für Mädchen ist oft ein Prinzessinnenzelt oder zum Beispiel das Haba-Spielzelt Feengarten, während ein Piratenzelt oft als Spielzelt für Jungen genutzt wird.

Ein Spielzelt-Vergleich 2019 muss berücksichtigen, dass es unterschiedliche Typen und Kategorien von Spielzelten gibt. Diese Kaufberatung soll Ihnen einen Überblick verschaffen und Ihnen bei der Entscheidung für das beste Spielzelt helfen.

1. Kuschelhöhle, Spielhaus und Rückzugsort – das kann ein Spielzelt

Spielzelt im Zimmer
Das Spielzelt für Kinder im Wohnraum macht auch bei schlechtem Wetter Freude.

Egal ob Tipi-Zelt für Kinder, ein Pop-Up-Spielzelt oder ein Spielzelt mit Tunnel – in jedem Fall ist dieser kleine eigene Raum für Kinder ein willkommener Rückzugsort.

Sie können sich darin verstecken, mit dem Kuscheltier kuscheln, ihre nachmittägliche Tee-Party abhalten oder sich – passend zum Spielzelt-Design – in verschiedene Spielwelten begeben.

Spielzelte können im Kinderzimmer oder auch im Wohnzimmer aufgebaut werden. Viele Modelle können auch, zumindest bei gutem Wetter, mit nach draußen genommen werden. So ein Kinderzelt im Garten beschäftigt den Nachwuchs stundenlang, während Sie sich ein wenig sonnen können.

Ein Kinderzelt für drinnen ist allerdings nicht für das dauerhafte Campen im Garten geeignet. Dafür kaufen Sie besser ein separates Kinderzelt für draußen, das für den Outdoor-Einsatz gemacht wurde.

2. Diese Unterschiede gibt es zwischen Spielzelten

Welche Art Spielzelt Sie anschaffen möchten, hängt stark von den Vorlieben und Interessen Ihres Kindes und seinem Temperament ab. Ist es eher verträumt und zieht sich gern zurück oder braucht es Action?

Entsprechend der unterschiedlichen Charaktere von Kindern, bieten die zahlreichen Hersteller und Marken ganz unterschiedliche Spielzelt-Typen an. Dies sind die wichtigsten:

Produktart Eigenschaften
einfaches Spielzelt 
spielzelt einfach
  • Die verbreitetste Version ist ein Spielzelt mit einer Kammer.
  • Das Spielzelt kann unterschiedliche Formen haben – einige sind wie ein Tipi-Zelt für das Kinderzimmer geformt, andere sind rund.
  • Die Spielzelte spiegeln oft bestimmte Themenwelten wieder, wie ein Prinzessinnen- oder Piratenzelt.
Spielzelt mit Tunnel
spielzelt tunnel
  • Hat zwei über einen Spieltunnel verbundene Kammern.
  • Der Tunnel bietet extra-Spielspaß, macht das Zelt aber auch größer und schwerer aufzubauen.
  • Der Tunnel hat oft Gucklöcher.
  • Sehr gut für das Spiel mehrerer Kinder geeignet.
Bällezelt (Zelt mit Bällen)
spielzelt mit bällen
  • Wenn Ihr Kind das Bällebad aus der Kinderbetreuung liebt, ist so ein Zelt eine tolle Anschaffung.
  • Das Spielzelt wird mit Bällen aus Plastik befüllt.
  • Die Kinder können in den Bällen “baden”, “tauchen” und sich damit bewerfen.

Achtung: Während die Kinder in einem normalen Spielzelt oder einem Spielzelt mit Tunnel auch mal eine kurze Zeit unbeaufsichtigt spielen dürfen, sollte bei einem Bällebad immer ein Erwachsener aufpassen. Kinder können sich dabei verletzen oder sogar ersticken, wenn sie zu lange untertauchen.

3. Diese Kriterien entscheiden über das beste Spielzelt

3.1. Das Material als wichtiges Kriterium in einem Spielzelt-Test

spielzelt streben
Es muss nicht immer ein Popup-Modell sein – auch Zelte mit Streben haben ihren Charme.

Bei Kinderspielzeug ist das Material generell von großer Bedeutung. Deshalb sollte es auch in einem Spielzeug-Test eine große Rolle spielen.

Das Problem ist, dass immer wieder Schadstoffe in verschiedenen Kinderspielzeugen gefunden werden, die krebserregend, allergieauslösend oder hautschädigend sind.

Diese Gefahr besteht bei Naturmaterialien wie Holz oder Baumwolle übrigens ebenfalls, denn sie werden bei der Produktion chemisch behandelt, zum Beispiel mit Imprägnier-Mitteln, Lacken oder Farben.

Hilfreich ist es daher, wenn der Hersteller ein Zertifikat vorlegen kann, dass die Schadstofffreiheit des Kinderzeltes bescheinigt. My-Teepee verspricht zum Beispiel für das Kinder-Tipi-Zelt nur natürliche Materialien zu nutzen und hat ein Öko-Tex 100 Siegel.

Tipp: Sie vermeiden den Hautkontakt mit dem Spielzelt, indem Sie möglichst viele Decken und Kissen hineinlegen. Achten Sie außerdem darauf, dass das Zelt die meiste Zeit geöffnet ist und damit gut durchlüftet wird.

Abgesehen von einer möglichen Schadstoffbelastung müssen Sie sich generell entscheiden, ob Sie ein Zelt aus Polyester oder Kunststoff oder eines aus Baumwolle oder Stoff anschaffen möchten.

Kunststoffzelte können auch mal im Garten vergessen werden. Sie sind wasserabweisend und vertragen daher einen kurzen Sommer-Schauer. Außerdem können Sie diese Zelte leicht reinigen.

Baumwolle ist dagegen ein atmungsaktives Material und deshalb im Sommer schön kühl. Einige Modelle sind sehr schlicht gehalten und können von den Kindern noch selbst angemalt werden. Allerdings sind Baumwoll-Zelte empfindlicher bei Regen. Die Entscheidung für ein Material ist also gar nicht so einfach.

Lesen Sie hier noch einmal zusammenfassend nach, welche Vor- und Nachteile ein Spielzelt aus Baumwolle oder ein Spielzelt aus Stoff hat:

  • natürliches Ausgangsmaterial
  • im Sommer angenehm kühl
  • die Zelte können häufig noch selbst angemalt werden
  • Ein Spielzelt aus Baumwolle oder Stoff verträgt keinen Regen.
  • Die Modelle sind häufig schwerer aus Kunststoff-Varianten.

3.2. Nicht zu groß und nicht zu klein – gerade richtig muss es sein

Zelt groß
In einem großen Spielzelt finden mehrere Kinder und sogar ein Elternteil Platz.

Der Platz für das Zelt im Kinderzimmer ist beschränkt. Deshalb ist auch die Größe des Spielzeltes ein wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung.

Viele Zelte haben eine Standfläche von einem Meter mal einem Meter. Große Modelle kommen auf 1,20 bis 1,40 Meter. Überlegen Sie sorgfältig, wieviel Platz im Kinderzimmer ist, denn Kinder mögen es normalerweise, wenn das Zelt dauerhaft aufgebaut bleibt.

Eine Rolle spielt auch, ob das Zelt von einem oder mehreren Kindern genutzt wird. Ein zu kleines Zelt ist für zwei Kinder unter Umständen zu eng. Ist das Spielzelt zu groß, nimmt es nicht nur zu viel Platz weg – es fehlt dann auch der gemütliche Kuschel-Faktor.

Beachten Sie, dass in einem Kinderzimmer immer noch etwas freie Spielfläche zur Verfügung stehen sollte, auf der Kinder zum Beispiel mit Autos spielen oder ein Puzzle lösen können.

3.3. Leichter Aufbau für schnelles Spielvergnügen

Kinder sind von Natur aus ungeduldig. Wenn das Kinderspielzelt einmal angeschafft ist, sollte es deshalb so schnell wie möglich aufgebaut sein. Die Zelte werden meist mit stützenden Streben aufgespannt.

Ein Kinderzimmer-Tipi-Zelt hat normalerweise vier Streben und einen eckigen Boden. Es gibt aber auch runde Zelte, deren Boden durch Riemen gehalten wird. Besonders einfach geht der Aufbau mit einem Pop-Up Kinder-Zelt.

Tipp: Achten Sie darauf, dass eine verständliche Aufbauanleitung mitgeliefert wird, so dass Sie den Aufbau zügig vornehmen können und das Zelt bei Bedarf auch schnell wieder abgebaut bekommen.

3.4. Sicherheit ist das oberste Gebot

Die Alternative zum Spielzelt

Eine preisgünstige Alternative, die noch dazu ohne Schadstoffe auskommt, ist eine zügig selbst zusammengebastelte Spielehöhle. Aus Stühlen, Polstern oder Kartons können Sie so ganz fix ein Spielzelt für Ihr Kind bauen, das diesem genauso viel Freude bereitet, wie ein gekauftes Modell. Sie können aber auch ein Kinderzelt nähen. Wie das geht, lesen Sie hier.

Wenn es um Spielzeug geht, ist Sicherheit immer ein wichtiges Kriterium. Auch ein Spielzelt-Test sollte deshalb ein Auge auf dieses wichtige Detail haben. Gut ist, wenn das Zelt ein Sicherheitszertifikat aufweisen kann, beispielsweise ein GS-Siegel oder ein TÜV-Zeichen.

Allerdings sind solche Tests für die Hersteller recht kostenintensiv, sodass gerade kleinere Produzenten zum Teil darauf verzichten. Ein fehlendes Siegel heißt also nicht unbedingt, dass das Produkt gefährlich ist. Auch ob ein Spielzelt günstig oder teuer ist, sagt nicht unbedingt etwas über die Sicherheit aus.

Wir raten Ihnen aber, folgende Punkte auf jeden Fall zu überprüfen, bevor Sie Ihr Kind mit dem Zelt spielen lassen:

  • Zeltstangen müssen abgerundet sein
  • Stäbe müssen glatt geschliffen und frei von Splittern sein
  • Es darf nirgendwo lose, lange Bänder geben, mit denen sich das Kind strangulieren könnte

4. Das sagen Profi-Tester zu Sicherheit und Material

Wir würden Ihnen an dieser Stelle gerne einen Spielzelt-Vergleichssieger der Stiftung Warentest präsentieren. Leider wurde von der Stiftung bisher kein solcher Spielzelt-Test durchgeführt. Die Zeitschrift Ökotest hat aber in einem Spielzelt-Vergleich verschiedene Modelle untersucht.

spielzelt piraten
Piratenspielzelte erfreuen vor allem kleine Jungen.

Leider fielen dabei etliche Produkte wegen einer zu hohen Schadstoffbelastung durch. Die Hälfte der Produkte bekam ein “mangelhaft” oder “ungenügend”.

Bei einem Modell lag der Gehalt der organischen Verbindung Cyclohexanon 170x höher als in der Spielzeugnorm empfohlen.

Laut Ökotest könnte die Luft im Inneren des Zeltes pro Kubikmeter mit bis zu 34.500 Mikrogramm flüchtigen organischen Verbindungen belastet sein. Das Umweltbundesamt empfiehlt für Schulen maximal 1000 Mikrogramm, angestrebt werden 200.

Auch Sicherheitsmängel offenbarte der Vergleich. Ein Piratenzelt sprang beim Aufbau abrupt auf und könnte die aufbauende Person leicht im Gesicht verletzen. Die gute Nachricht: Es gab auch Produkte, die mit guten Ergebnissen überzeugen konnten. Zum Beispiel das Marvel Play Tent – The Amazing Spider Man vom Hersteller Worlds Apart.

Tipp: Wenn Sie ein Spielzelt kaufen wollen, lassen Sie die Finger von Produkten, die schon aus der Verpackung heraus auffällig riechen. In jedem Fall sollten Sie ein neues Spielzelt vor dem ersten Gebrauch 24 Stunden im Freien auslüften lassen. Zumindest bei einigen Schadstoffen lässt die Konzentration dadurch nach.

5. Fragen und Antworten zum Thema Spielzelt

5.1. Wie reinigt man das Zelt für Kinder?

Es ist normal, dass der Bezug mit der Zeit leicht verschmutzt. Die meisten Stoffzelte sind waschbar, häufig sogar in der Waschmaschine. Beachten Sie aber die Waschanleitung der Hersteller. Zelte aus Polyester oder Kunststoff können Sie auch einfach mit einem feuchten Lappen abwischen.

5.2. Wie faltet man das Spielzelt wieder zusammen?

Irgendwann verliert das Kind die Lust an dem Zelt und es steht nur noch herum. Dann muss es auf jeden Fall abgebaut werden. Vielleicht möchten Sie es aber auch mit in den Urlaub nehmen. Dann ist es wichtig, dass das Spielzelt einfach abbaubar ist und klein zusammengefaltet werden kann.

Schwierig ist das vor allem bei runden Spielzelten. Haben Sie schon einmal eine Strandmuschel zusammengefaltet? Ähnlich kompliziert ist es auch bei diesen Spielzelten.

Der Trick: Der Boden muss gedreht und dabei in sich gefaltet werden.

5.3. Für Kinder welchen Alters sind Spielzelte geeignet?

Die Altersempfehlung der Hersteller liegt meistens bei drei Jahren. Da lose Schnüre eine Gefahr sein könnten, sollten Sie jüngere Kinder auch wirklich nicht alleine in einem Kinderzelt spielen lassen.

Ein Spielzelt ist für ein Baby nicht geeignet. Nach oben hin ist im Prinzip die Altersgrenze offen.

Die Größe und die Höhe des Zeltes spielen bei dieser Frage aber auch eine Rolle. Enge, flache Zelte werden schlicht irgendwann zu klein. Unabhängig von der Größe, kommt aber irgendwann der Zeitpunkt, an dem das Kind einfach keine Lust mehr hat, mit dem Spielzelt zu spielen.

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