Sorgenfresser Test 2019

Die besten Sorgenfresser im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Sorgenfresser sind kleine Kuscheltier-Monster mit einem Fach für Sorgen-Zettel. Das Fach ist mit einem Reißverschluss verschließbar. Die Monster sind in verschiedenen Farben und Designs zu haben, mittlerweile gibt es sie auch als Schlüsselanhänger, Geldbörsen oder in anderen Formen.
  • Pädagogisch und psychologisch ist es für Kinder sehr gut, wenn sie ihre kleinen Probleme aufschreiben und symbolisch an den Sorgenfresser übergeben.
  • Beachten Sie aber, dass das Monster keine echten Probleme lösen kann. Sie sollten die Sorgenzettel zwar nicht lesen, Ihr Kind aber ermuntern, mit Ihnen über Probleme zu sprechen, so dass Sie bei der Lösung helfen können.

sorgenfresser test

Die Kindheit sollte möglichst schön und sorglos sein. Doch so sehr sich Eltern auch bemühen: Auch Kinder haben immer mal wieder ihre kleinen Sorgen.

Egal, ob sie einen Streit der Eltern mitbekommen haben und sich deshalb Gedanken machen oder es der besten Freundin aus dem Kindergarten nicht gut geht. Oder sie einfach nur Angst haben, dass ihr Brief nicht beim Weihnachtsmann angekommen ist. Solche Probleme können Kindern belasten und ihnen den Schlaf rauben.

Eine einfache Möglichkeit, Ihnen spielerisch den Umgang mit Sorgen und Nöten zu erleichtern, sind sogenannte Sorgenfresser. Dabei handelt es sich um Kuscheltiere, die eine kleine, mit einem Reißverschluss verschließbare Tasche haben.

In diese Tasche können Kinder Zettel geben, auf die sie Ihre Sorgen aufgeschrieben oder aufgemalt haben. Damit sind die Probleme zwar nicht gelöst, aber die Kinder empfinden es als erleichternd, ihre Ängste auf die Art und Weise “abgeben” zu können.

Diese Sorgenfresser gibt es in verschiedenen Varianten, die wir Ihnen in dieser Kaufberatung gerne vorstellen möchten.

1. Sorgenfresser – Was ist das?

Sorgenfresser Kuscheltier
Phänomen Kuscheltier – auch normale Plüschtiere faszinieren Kinder.

Sorgenfresser sind Kuscheltiere, die optisch ein wenig an Monster erinnern. Niedliche Monster zwar, mit denen Kinder auch gerne knuddeln, die aber trotzdem entschlossen genug wirken, um es mit den Sorgen und Problemen der Kinder aufzunehmen.

Die Tiere haben einen Reißverschluss und „fressen“ somit die Sorgen, die Kinder auf Zetteln aufgemalt oder aufgeschrieben hineingeben. Sie lassen sich aber auch prima in verschiedene Spiele integrieren oder zum Kopfkissen umfunktionieren.

1.1. Die Geschichte der Sorgenfresser

Erfinder der Sorgenfresser ist der Berliner Filmproduzent Gerhard Hahn. Er konnte eines Nachts im Jahr 2008 nicht einschlafen, weil ihn berufliche Sorgen quälten und hatte den Gedanken, es müsse ein Monster her, das die Sorgen auffresse.

Kurz darauf setzte er die Idee in die Tat um. Saggo, der erste Sorgenfresser und damit die Marke Sorgenfresser waren geboren. Seitdem erweitert der Hersteller das Sortiment kontinuierlich weiter.

1.2. Das Sorgenfresser-Prinzip

Für echte Sorgenfresser-Fans

Auf der Sorgenfresser-Homepage finden Sie unter der Kategorie Spiel & Spaß kostenlose Druckvorlagen, z. B. für Stundenpläne, Grußkarten oder Malvorlagen und fertig vorbereitet Sorgen-Zettel. Außerdem gibt es dort Wallpaper für den Desktop von PC oder Laptop

Wie Sorgenfresser funktionieren ist schnell erklärt: Kinder können mit Hilfe dieser Monster auf einfache Art ihre Sorgen loswerden, auch solche, über die sich vielleicht nicht mit den Eltern reden möchten. Dazu schreiben sie auf einem Zettel auf, was Ihnen im Kopf herum geht.

Zum Beispiel “Ich habe Angst, dass ich bei der Klassenfahrt Heimweh bekomme”. Alternativ kann das Problem auch aufgemalt werden. Diesen Zettel stecken die Kleinen dann in den Sorgenfresser.

Aus pädagogischer und psychologischer Sicht macht das auf jeden Fall Sinn. Die Sorgen aufzuschreiben hilft, sie zu erkennen und, einmal notiert, verlieren viele Dinge Ihren Schrecken. Natürlich können aber keine echten Probleme mit den Sorgenfressern gelöst werden.

Wenn Ihr Kind zum Beispiel Probleme in der Schule hat, sollten Sie das Kind anhalten, eine Lösung für das Problem zu finden.

Die Bedeutung des Sorgenfressers ist im Prinzip ähnlich wie die, eines Tagebuchs oder Kummerkastens: Es hilft, sich Dinge von der Seele zu schreiben. Nur, dass das bei einem Sorgenfresser eben noch etwas plastischer ist. Trotz der kindlichen Aufmachung sind Sorgenfresser daher auch für Erwachsene durchaus ein wertvolles Hilfsmittel.

Tipp: Eltern sollten die Zettel aus dem Sorgenfresser im Normalfall nicht lesen. Schließlich ist die Zettelsammlung so etwas wie ein Tagebuch und das sollte ja auch tabu sein. Die Zettel heimlich zu entsorgen – und damit die Sorgen – ist aber in Ordnung. Und wenn der Nachwuchs nichts dagegen hat, darf der Sorgenfresser Ihnen die Probleme auch gerne petzen. Nur, wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Kind quält sich über längere Zeit mit einem Problem, über das es partout nicht sprechen möchte, kann Nachsehen eine Option sein.

2. Welche Sorgenfresser gibt es?

Auf den ersten Sorgenfresser ist schnell ein zweiter gefolgt und dann ein dritter – mittlerweile gibt es über 20 Sorgenfresser und das Sortiment wird ständig erweitert.

2.1. Die große Sorgenfresser-Familie

Der erste Sorgenfresser war Saggo und er wird noch heute angeboten. Das freundliche, rot-weiß-gestreifte Monster ist 37 cm groß und 120 g schwer.

Beliebt ist auch Ed. Ed hat eine Narbe an der Stirn, die von einem Unfall stammt, was ihn quasi zum Spezialisten für Probleme macht.

Weitere Sorgenfresser heißen zum Beispiel Polli, Gump oder Sepp.

Die Sorgenfresser sind nicht nur farblich unterschiedlich gestaltet, sie unterscheiden sich auch sonst optisch stark. Da die Auswahl so groß ist, können wir im Sorgenfresser-Vergleich hier nicht alle Modelle darstellen. Exemplarisch sehen Sie hier jedoch einige Unterschiede:

Produktart Besonderheiten
Saggo
Sorgenfresser Saggo
  • Saggo ist der rot-weiß-gestreifte “Ur”- Sorgenfresser.
  • Er ist 37 cm groß und 120 g schwer.
  • Kindersorgen sind seine Lieblingsspeise.
Ed
Sorgenfresser Plüschtier
  • Ed hat einen gelben Kopf und einen gelb-blau gestreiften Unterleib.
  • Er ist 38 cm groß und 140 g schwer.
  • Auffällig ist die Narbe am Kopf, die laut der Produktangaben von einem Unfall stammt.
Ernst
Sorgenfresser Ernst
  • Ernst ist der “lange Lulatsch” unter den Sorgenfressern: Er bringt es auf 48 Zentimeter und 120 g.
  • Dieser Sorgenfresser bietet aufgrund seiner Länge besonders viel Platz für Sorgen.
  • Ernst ist nicht nur grün-gestreift, grün ist auch seine Lieblingsfarbe.
Om
Sorgenfresser Om
  • Ommmmmmm, sagt man beim Meditieren und deshalb ist das Motto von Om auch: Ruhigbleiben!
  • Seine Mutter ist Yoga-Lehrerin.
  • Dieses Sorgenfresser Plüschtier ist mit 35 Zentimetern und 120 g etwas “rundlich”.

Neben den klassischen Sorgenfressern gehören zum Sortiment mittlerweile auch:

  • Schlüsselanhänger
  • Stiftmappen
  • Bettwäsche
  • Wärmekissen
  • Schlafsäcke
  • Geldbörsen
  • Brustbeutel

Mit den Bildern von Sorgenfressern verziert, sind auch ein Sorgenfresser-Geschirr und Sorgenfresser-Handyhüllen.

3. Was muss man beim Kauf von Sorgenfressern beachten?

Egal für welche Art Sorgenfresser Sie sich entscheiden oder welchen Namen der Sorgenfresser hat, müssen Sie beim Kauf nicht viel beachten. Sorgenfresser-Tests 2019 zeigen, dass die Unterschiede überwiegend im Detail liegen.

Wir raten Ihnen, sich mit Ihrem Kind gemeinsam die verschiedenen Modelle anzusehen und es mitentscheiden zu lassen. Schließlich soll es das kleine Monster auch gern haben und ihm seinen Kummer anvertrauen. Folgende Dinge können bei der Entscheidung eine Rolle spielen:

  • Größe
  • Produktart
  • Farbe und Design
  • Material

3.1. Sorgenfresser oder Sorgenfresserchen?

Beim Klassiker, dem Sorgenfresser-Kuscheltier, gilt es vor allem, sich für eine Größe zu entscheiden. Es gibt nämlich neben dem normalen Sorgenfresser auch noch das Sorgenfresserchen, eine etwas kleinere Variante.

Die großen Sorgenfresser Flint oder Bill sind über 30 Zentimeter groß. Ed bringt es sogar auf 38 Zentimeter und der lange Ernst auf 48 Zentimeter. Die kleinen “Geschwister” sind dagegen nur etwas um die 20 Zentimeter groß.

Lotti zum Beispiel ist 22 Zentimeter groß und 60 g schwer. Bobbel bringt es gerade einmal auf 17 Zentimeter, Zack auf 18 und Sorgenfresser Limo ist 22 cm groß.

Lesen Sie hier, welche Vor- und Nachteile die großen Sorgenfresser haben:

  • XXL Sorgenfresser können mehr Problemzettel “fressen”.
  • Ist ein Sorgenfresser groß, nutzen ihn auch ältere Kinder und Erwachsene gerne.
  • Diese Sorgenfresser sind gut als Kissen für unterwegs geeignet.
  • Für sehr kleine Kinder sind die großen Sorgenfresser laut Sorgenfresser-Tests teilweise zu groß.
  • Im Koffer oder Rucksack für unterwegs nimmt ein Sorgenfresser in klein nicht so viel Platz weg.

3.2. Die Produktart – vom Schlüsselanhänger bis zum Wärmekissen

Kuscheltier Schlüsselanhänger
Der Vorteil eines Kuscheltiers als Schlüsselanhänger: Es kann überall mit hin genommen werden.

Wie bereits erwähnt, gibt es neben den typischen Kuscheltier-Sorgenfressern auch andere Utensilien. Sorgenfresser-Geldbörsen, Sorgenfresser-Schlüsselanhänger, Sorgenfresser-Wärmekissen, Schlamper und Co. sind eine tolle Ergänzung für ältere Kinder, fressen aber aufgrund der geringeren Größe nicht so viele Probleme.

Einige der Produkte, wie die Sorgenfresser-Bettwäsche oder der Sorgenfresser-Schlafsack, haben gar keinen Fach für die Probleme, sondern sehen einfach nur hübsch aus.

Deshalb empfehlen wir für den Einstieg einen Original Sorgenfresser oder, für kleinere Kinder, einen kleinen Sorgenfresser anzuschaffen und diesen unter Umständen später mit Produkten aus den anderen Kategorien zu ergänzen.

3.3. Farbe & Design

Die Sorgenfresser sind alle gestreift und somit mindestens zweifarbig. Es gibt sie aber in vielen unterschiedlichen Farbtönen. Ein frisches Grün ist ebenso dabei, wie ein kräftiges Rot. Auch Pastelltöne sind sehr beliebt.

Manche Sorgenfresser sehen einfach nur niedlich aus, wie Lilli mit der Schleife auf dem Kopf oder der Sorgenfresser Pomm mit den langen Schlappohren. Andere schauen schon etwas giftiger drein, zum Beispiel Sorgenfresser Flint mit der Augenklappe oder Rumpel mit den zwei kleinen Hörnern auf dem Kopf.

Es ist ganz Ihrem Geschmack überlassen, für welches Modell Sie sich entscheiden.

Der beste Sorgenfresser ist ganz einfach der, der Ihrem Kind in traurigen Stunden Trost spendet.

3.4. Einheitliches Material

Auch beim Material unterscheiden sich die Sorgenfresser nicht. Diverse Sorgenfresser-Tests zeigen, dass die Modelle alle aus Plüsch gefertigt sind. Konkret bedeutet das, sie bestehen zu 90 Prozent aus Polyester und zu 10 Prozent aus Baumwolle. Das macht die kleinen Monster strapazierfähig und gleichzeitig schön kuschelig.

Reißverschluss
Die Reißverschlüsse der Sorgenfresser erwiesen sich im Test als vollkommen ungefährlich.

Die Stiftung Warentest hat zwar schon häufig Spielzeug oder Kuscheltiere unter die Lupe genommen, ein Sorgenfresser-Vergleichssieger wurde jedoch noch nicht gekürt.

Untersuchungen von Kuscheltieren zeigen aber, dass diese auf jeden Fall robust sein müssen. Kinder zerren gern an ihren Sachen herum. Es dürfen sich keine Kleinteile lösen, die eventuell verschluckt werden könnten.

Sorgenfresser halten laut verschiedenen Erfahrungsberichten einiges aus. Der Reißverschluss läuft auch nach vielfacher Benutzung noch einwandfrei und hat keine scharfen Kanten, an denen sich Ihre Kinder verletzten könnten.

Ansonsten haben Sorgenfresser keine Plastikteile. Sie sind daher auch für kleinere Kinder wunderbar zum Spielen und Kuscheln geeignet.

Tipp: Kinder nehmen Ihre Stofftiere gerne mit ins Bett und nutzen sie als Kopfkissen. Solange nicht zu viele Zettel darin stecken, sind die Sorgenfresser dafür hervorragend geeignet. Am besten, Sie drehen das Monster dafür so um, dass der Reißverschluss auf der Unterseite ist, dann können sich keine Haare darin verfangen und Nichts stört den Schlaf der Kleinen.

4. Kann man Sorgenfresser waschen?

Kuscheltiere werden gerade von ganz kleinen Kindern auch mal in den Mund genommen oder bekommen beim Essen einen Fleck ab. Sie können die Stofftiere aber hervorragend mit der Hand waschen.

Einige Eltern haben dies, laut Erfahrungsberichten, auch schon erfolgreich mit der Waschmaschine versucht. Achten Sie dann aber darauf, die Sorgenfresser nicht mit Stoffen in völlig anderen Farben zusammen zu waschen und verwenden Sie Weichspüler, damit der Stoff schön anschmiegsam bleibt.

5. Wie kann man einen Sorgenfresser selbst nähen?

Sorgenfresser nähen
Mit ein wenig Fingergeschick können Sie Kuscheltiere auch selber nähen.

Wenn Sie einen Original-Sorgenfresser kaufen, kostet das ungefähr zwischen 15 und 30 Euro. Sie können einen Sorgenfresser günstiger kaufen, wenn Sie auf ein kleineres Modell ausweichen.

Wenn Ihnen das immer noch zu teuer ist, oder Sie sich ganze einfach gerne mit Handarbeit beschäftigen, können Sie eine Sorgenfresser-Puppe auch nähen oder häkeln. Sie finden dafür im Internet verschiedene Anleitungen, z. B. hier. Viele Utensilien sind dafür nicht nötig. Basis ist immer ein Sorgenfresser-Schnittmuster.

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