Kuscheltiere Test 2019

Die besten Kuscheltiere im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Kuscheltiere sind für Kinder wichtige Gefährten. Sie spenden Trost, sind treue Begleiter und für die Entwicklung von Kindern durchaus förderlich.
  • Es gibt Kuscheltiere in verschiedenen Größen und Formen. Achten Sie bei der Wahl eines Stofftieres auf schadstofffreies Material und eine gute Verarbeitung.
  • Stofftiere gibt es nicht nur für Kinder. Auch manche Erwachsene haben ihr Freunde an Kuscheltieren – vor allem als Sammlerobjekte, die zum Teil sehr selten und teuer sind.

 

kuscheltiere testKuscheltiere gehören zur Kindheit einfach dazu. Sie sind Seelentröster, Spielkamerad und Schlafgefährte in einem und erfüllen damit eine wichtige psychologische Aufgabe. Doch auch so manch ein Erwachsener freut sich noch über ein hübsches Kuscheltier, dann allerdings handelt es sich eher um Sammlerobjekte.

Die Vielfalt an Kuscheltieren der verschiedenen Marken und Hersteller ist überwältigend. Es gibt die flauschigen Tierchen in alle erdenklichen Größen und Farben. Wenn auch der Teddy-Bär das wahrscheinlich bekannteste Kuscheltier ist: Auch viele andere Tiere werden als Plüschtier nachgebildet, zum Beispiel Hasen, Hunde, Katzen, Tiger oder Disney-Figuren.

Aus dem riesigen Angebot das beste Kuscheltier für den eigenen Bedarf heraus zu finden, ist gar nicht so einfach. Wir möchten Ihnen mit dieser Kaufberatung einen Überblick über den Markt verschaffen und Ihnen bei der Auswahl helfen.

1. Das Kuscheltier und seine Geschichte

Kuscheltiere werden auch Stofftier oder Plüschtier genannt. Es handelt sich um Tiere, die aus Stoff geformt und gefüllt sind und schon Säuglingen gegeben werden. Kinder entwickeln oft eine intensive Bindung zu ihrem Kuscheltier, nehmen dieses mit ins Bett und sprechen mit ihm.

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Der erste Teddybär war steif und konnte lediglich Arme und Beine bewegen.

Die Erfindung des Kuscheltiers war eher ein Zufallsprodukt. Margarete Steiff wollte 1879 eigentlich ein Nadelkissen erstellen und folgte einem Schnittmuster für ein solches Kissen in Elefantenform.

Dieser kleine Elefant kam bei den Kindern so gut an, dass schon bald Stofftiere in Serie gefertigt wurden. Erst waren sie aber noch recht unbeweglich und steif.

1902 hatte Margarete Steiffs Neffe dann die Idee für einen beweglichen Bären aus weichem Plüschstoff. Der fand zwar erst mal gar keinen guten Anklang, setze sich aber nach einem Auftrag aus Amerika schließlich doch durch. Angeblich wurde dieser erste, weiche Bär nach dem amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt benannt. Er bekam jedenfalls den Spitznamen Teddy-Bär, der bis heute für Kuschelbären gebräuchlich ist.

2. Diese unterschiedlichen Kuscheltier-Typen gibt es

Die Vielfalt an Kuscheltieren ist so groß, dass es schwer fällt, sie in Kategorien zu unterteilen. Zwei grobe Arten von Kuscheltieren kann man aber definitiv unterscheiden: Kuscheltiere für Kinder und Sammlerobjekte für Erwachsene bewegen sich in unterschiedlichen Preisklassen und erfüllen völlig verschiedene Zwecke:

Produktart Merkmale
Kinder-Kuscheltierekuscheltiere test
  • Sind für Babys und Kinder gedacht.
  • Müssen den Ansprüchen von Spielzeug genügen: keine verschluckbaren Kleinteile und keine Schadstoffbelastung.
  • Werden oft größeren Belastungen ausgesetzt und viel durch die Gegend geschleppt.
  • Haben manchmal eine integrierte Spieluhr oder eine Sprachfunktion.
  • Diese Kuscheltiere für Kinder sind meist schon für wenig Geld zu haben.
Sammler-Kuscheltiere
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  • Werden von Erwachsenen gesammelt.
  • Ob sich Augen lösen oder andere Kleinteile vorhanden sind, spielt keine große Rolle.
  • Die Tiere werden gehegt und gepflegt und oft in einer Vitrine oder einem Regal ausgestellt.
  • Einige Sammlerstücke werden zu hohen Preisen gehandelt.

3. Darauf müssen Sie achten, wenn Sie Kuscheltiere kaufen

3.1. Das verwendete Material

Kuscheltiere sind meistens aus Plüsch. Diese flauschig weiche Gewebeart besteht aus Polyester oder Baumwolle. Wir raten Ihnen, vor allem beim Material genau hin zu sehen.

Leider sind immer wieder vor allem günstige gekaufte Kuscheltiere mit Schadstoffen belastet, wie der Kuscheltier-Test der Stiftung Warentest zeigt. Nur acht von dreißig getesteten Produkten bestanden den Kuscheltier-Test und wurden als empfehlenswert eingestuft.

Es verwundert daher nicht, dass den Kuscheltieren im Test bei diesem Punkt besonders viel Bedeutung beigemessen und ein Produkt zum Kuscheltier-Vergleichssieger gekrönt wurde, das komplett frei von Schadstoffen war.

Achten Sie deshalb auf Zertifikate oder Prüfsiegel, die ein schadstoffarmes Material ausweisen. Es gibt inzwischen übrigens auch Bio-Kuscheltiere zu kaufen, bei denen Sie relativ sicher sein können, ein einwandfreies Produkt zu haben.
Lesen Sie hier die Vor- und Nachteile von Bio-Kuscheltieren:

  • Bio-Kuscheltiere sind in der Regel schadstofffrei.
  • Bei der Produktion wird auf nachhaltige Materialien geachtet, was auch die Umwelt schont.
  • Die Auswahl ist deutlich geringer als die konventioneller Kuscheltiere.
  • Ihr Kind bekommt unter Umständen nicht das Kuscheltier, das es gerne haben möchte.

Wenn Produkte mit Schadstoffen belastet sind, bringt auch Waschen nichts, das haben die Tester überprüft. Dennoch sollten Sie aus hygienischen Gründen grundsätzlich die Kuscheltiere waschen – und zwar vor der ersten Benutzung und auch ab und an mal zwischendurch.

3.2. Gewicht und Größe

Kuscheltiere sind alterslos

Schon ein Baby kann man damit zum Lächeln bringen und Kinder nutzen dieses Spielzeug viele Jahre. Meistens wird das Teddy-Kuscheltier in der Pubertät in ein Regal oder einen Schrank verbannt. Später, als Erwachsene, freuen wir uns dann wieder darüber. Beachten Sie aber, dass ein Kuscheltier ein Baby nicht ins Bett begleiten sollte, wenn das Kind jünger als ein Jahr ist. Kuscheltiere gelten nämlich als ein Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod.

Es gibt Kuscheltiere in der Größe eines Schlüsselanhängers und solche, die eine nahezu lebensechte Größe haben. Wofür Sie sich entscheiden, ist überwiegend Geschmackssache.

Die meisten Kinder haben sowieso mehrere Kuscheltiere in unterschiedlichen Größen. Als Lieblings-Kuscheltier kristallisiert sich oft eines heraus, das beim Schlafen gerade richtig in den Arm des Kindes hineinpasst.

4. Kuscheltiere und Hausstaubmilben

Immer mehr Kinder haben eine Hausstauballergie. Sie sind dann, genau genommen, gegen den Kot der Hausstaubmilben allergisch, die sich in Teppichböden, Bettdecken und Matratzen einnisten und leider auch in Kuscheltieren vorkommen.

Das bedeutet nicht, dass das Kind gar keine Kuscheltiere mehr haben darf. Es sollte aber eigentlich darauf verzichtet werden, das Plüschtier mit ins Bett zu nehmen. Natürlich ist das nicht ganz leicht umzusetzen. Es gibt deshalb mittlerweile auch spezielle milbenfreie Kuscheltiere. Diese sind vielleicht nicht die Lieblingstiere der Kinder, können aber bedenkenlos mit ins Bett genommen werden.

Tipp: Um Kuscheltiere von Hausstaubmilben zu befreien, legen Sie sie mindestens 24 Stunden lang in den Gefrierschrank und geben Sie sie danach in die Waschmaschine. Es gibt für die Reinigung auch extra Milbenmittel.

5. Das sind die bekanntesten Plüschtiere-Hersteller

Vom Steiff-Teddy oder anderen Steiff-Tieren hat wohl jeder schon mal etwas gehört, ebenso wie von Nici-Stofftieren oder einem Sigikid-Kuscheltier. Und tatsächlich gehören Steiff, Sigikid und Nici zu den bekanntesten Herstellern. Es gibt jedoch noch mehr Unternehmen, die sich in diesem Bereich einen Namen gemacht haben. Dies sind einige der bekanntesten Kuscheltier Marken:

  • Haba
  • Hasbro
  • Kik
  • Oetinger Natur
  • Toys R Us
  • Sunkid
  • Disney
  • Wagner
  • Lashuma
  • SchmidtSpiele
  • Idee+Spiel

Wenn Sie sich fragen wie die lustigen bunten Kuscheltiere mit großen Augen heißen, die man in letzter Zeit immer öfter sieht: Diese werden vom britischen Unternehmen Ty produziert und unter anderem von Beanies angeboten. Sie heißen dann Ty Beanie Boos. Diese Tiere werden auch “Glubschi” genannt.

Sie unterscheiden sich aber nicht nur durch die riesigen Augen von normalen Kuscheltieren, sondern sie sind auch mit Kunststoffperlen gefüllt und sehr flexibel. Es gibt diese Stofftiere in verschiedenen Formen, etwa als Katze, Hund, Bär, Igel, Hase, Fledermaus oder Einhorn.

6. Die Psychologie der Kuscheltiere

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Kuscheltiere sind für viele Kinder weitaus mehr als ein einfaches Stofftier.

Warum Kinder eine derart enge Bindung zu Ihrem Kuscheltier entwickeln, ist noch nicht abschließend geklärt. Es gibt aber verschiedene Erklärungsansätze und Theorien.

Eine ist, dass das Kind ab einem bestimmten Alter anfängt, sich als Individuum zu begreifen und aus der Mutter-Kind-Einheit zu lösen. Zu diesem Zeitpunkt sind Plüschtiere ein wichtiger Bezugspunkt. Das Kuscheltier hört immer zu und ist stets zum Kuscheln bereit und es schimpft nie.

Andere Experten gehen davon aus, dass sich Kinder mit dem Kuscheltier identifizieren und damit auch die eigene Rolle austesten. Tatsächlich ist zu beobachten, dass Kinder mit dem Kuscheltier oft ähnlich umgehen, wie eine Mutter mit ihrem Kind. So erklärt das Kind dem Kuscheltier, warum es am Tisch gerade sitzen oder zwischendurch keine Schokolade naschen darf.

Für Kinder ist so ein Verhalten völlig normal, sie lernen dadurch das Verhalten in der Gesellschaft und entwickeln emphatische Fähigkeiten.

7. Wie kann man Stofftiere waschen?

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Kuscheltiere sollten regelmäßig gereinigt werden.

Kuscheltiere müssen regelmäßig gereinigt werden, weil Kinder sie überall mit hinnehmen und auch manchmal an ihnen herumlutschen. Kindern graust es natürlich bei dem Gedanken, aber die meisten Kuscheltiere können Sie tatsächlich in der Waschmaschine waschen.

Beachten Sie einfach die Pflegehinweise, die Sie auf dem Etikett des Stofftieres finden. Nehmen Sie die Maschinenwäsche möglichst diskret vor, um Ihr Kind nicht zu ängstigen. Ist ein Kuscheltier nicht für die Waschmaschine geeignet, reinigen Sie es vorsichtig per Handwäsche und lassen Sie es an der Luft trocknen.

8. So können Sie Kuscheltiere selber machen

Auch ein selbstgebasteltes Stofftier kann dem Nachwuchs viel Freude bereiten. Sie können ein Stofftier zum Beispiel häkeln, stricken oder nähen und dann Mund, Augen und Nase aufsticken. Den Körper können Sie dann mit Stoffresten oder Watte ausstopfen.

Eine raffinierte Idee ist es auch, Kuscheltiere aus Socken zu machen. Wie das geht, lesen Sie hier.

9. Kuscheltiere spenden

Die meisten Kinder haben viele Plüschtiere, weil sie im Laufe der Zeit auch immer mal wieder welche von Opa und Opa, Tanten oder Bekannten geschenkt bekommen. So sammeln sich teilweise mehr als ein Dutzend Tiere an, die irgendwann nur noch herumliegen.

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Kuscheltiere sind beliebte Geschenke. Kein Wunder, dass sich in manchen Kinderzimmern Berge türmen.

Wenn Sie auf die Idee kommen, diese zu spenden, werden Sie schnell feststellen, dass viele klassische Anlaufstellen wie Kindergärten oder das rote Kreuz wegen hygienischer Bedenken keine Stofftier-Spenden annehmen. Das ist zwar schade, aber natürlich auch nachvollziehbar.

Sie können Tiere für einen guten Zweck aber hier spenden. Achten Sie bitte darauf, dass die Kuscheltiere vor der Abgabe frisch gewaschen und getrocknet wurden. Und natürlich sollten die Tiere in einem guten Zustand sein, damit sich andere Kinder auch wirklich noch darüber freuen.

10. Der Wert von Sammler-Stofftieren

Viele Erwachsene sammeln Stofftiere. Ein besonders begehrtes Sammlerobjekt sind Steiff-Tiere, die man an dem berühmten Knopf im Ohr erkennt. Steiff-Tiere gibt es schon seit 135 Jahren und entsprechend begehrt sind manche Stücke. Vor allem Teddybären, die in limitierter Auflage hergestellt wurden, sind besonders beliebt. Aus diesem Grund haben manche Stücke auch einen recht hohen Wert.

Der älteste Steiff-Bär wurde bei einer Aktion einmal für über 150.000 Euro verkauft. Wenn Sie wissen wollen, wie viel ihre Steiff-Tiere wert sind, gibt es dafür verschiedene Anhaltspunkte.

Neben dem Knopf im Ohr ist die Fahne aussagekräftig, die Materialhinweise und die Artikelnummer enthält. Wenn Sie diese kennen, können Sie die Firma Steiff auch anschreiben. Im hauseigenen Museum sind nämlich noch die meisten Daten alter Stofftiere vorhanden und man kann ihnen dort bei der Ermittlung des Alters weiterhelfen. Auch ein Antiquitätengeschäft ist eine gute Anlaufstelle.

Tipp: Nicht alle Steiff-Tiere haben Ohren. Wenn Sie also nach dem Knopf als Erkennungsmerkmal suchen, kann sich dieser auch an der linken Körperseite befinden.

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