Kinderwecker Test 2019

Die besten Kinderwecker im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Digitale Kinderwecker haben mehr Funktionen, eignen sich aber nicht so gut zum Lernen der Uhr.
  • Beachten Sie bei analogen Weckern, ob und wie laut die Uhr tickt, damit Ihr Kind nicht am Schlafen gehindert wird.
  • Je nach Alter und Entwicklungsstufe sind unterschiedliche Weckerarten wie Kinderlernwecker oder Schlaftrainer sinnvoll.

kinderwecker test
Kleine Kinder leben im Hier und Jetzt. Stunden, Minuten und Tage haben für sie keinerlei Bedeutung. Erst langsam begreifen sie die Bedeutung der Uhrzeit.

Spätestens, wenn die Kleinen in die Schule kommen, müssen sie jedoch zwangsläufig lernen, sich mit der Uhr auseinanderzusetzen. Denn nun müssen sie jeden Tag pünktlich zu einer bestimmten Uhrzeit aufstehen und in der Schule sein.

Hätten Sie es gedacht?

In der sogenannten Schlafmützen-Studie haben amerikanische Forscher herausgefunden, dass Kinder in der Schule bessere Leistungen bringen, wenn sie morgens länger schlafen dürfen. In der Studie ließen die Forscher die Schule erst um 8.30 Uhr beginnen. Das Ergebnis: motiviertere Schüler, weniger Schulschwänzer, mehr aktive Mitarbeit im Unterricht.

Zu diesem Zeitpunkt sollten Kinder gelernt haben, die Uhr zu lesen und es macht auch Sinn, Ihnen einen eigenen Kinderwecker zu kaufen. Natürlich müssen Mama oder Papa das Aufstehen weiterhin überwachen. Doch für die Kinder bedeutet es ein großes Stück Selbständigkeit, Ihren eigenen Wecker zu stellen und alleine zur richtigen Zeit aufzustehen.

Auf dem Markt gibt es mittlerweile zahlreiche verschiedene Wecker für Kinder. Zwischen Lernweckern, Schlaftrainern und Spielzeugweckern gibt es große Unterschiede. Aber auch Dinge wie die Stromversorgung, das Aussehen und die verschiedenen Funktionen spielen eine Rolle. Nicht einfach ist die Entscheidung zwischen digitalem oder analogem Wecker. In jedem Fall muss der Wecker zu Ihrem Kind passen, damit es von Anfang an Freude daran hat und den Wecker und das Aufstehen nicht als etwas Negatives erlebt.

1. Schlaftrainer, Lernwecker und Co. – was ist besser geeignet?

Im Groben unterscheiden sich Kinderwecker nicht wesentlich von Weckern für Erwachsene. Der auffälligste Unterschied liegt sicher im kindgerechten Design: Die Wecker für Kinder sind meistens in bunten Farben gehalten und oft mit Figuren von Disney oder aus Star Wars verziert.

Junge und Mädchen lernen die Uhr
Während Mädchen zu rosa Weckern tendieren, entscheiden sich Jungen meist für blau.

Typische Wecker für Jungen werden oft in Blau gehalten. Beliebt sind auch spezielle Star Wars Wecker oder andere Motivwecker. Wecker für Mädchen dagegen sind natürlich häufig in rosa oder pink und mit Disney-Figuren wie der Eiskönigin verziert. Es gibt jedoch auch geschlechtsneutralere Modelle, etwa in Rot. Ein Kinderwecker in Huhn-Optik ist witzig und passt zu Jungen wie Mädchen.

Ziffernblatt und Zahlen sind bei Kinderweckern meistens etwas größer gehalten, damit das Kind sie leichter lesen kann. Darüber hinaus gibt es manchmal spezielle Lern-Funktionen, eine Projektion der Uhrzeit an die Decke oder einen Aufstehanzeiger.

Gängig sind auch Kinderwecker mit Radio, Schlummerfunktion oder Einschlafhilfe. Ein spezieller, kindgerechter Klingelton gehört meistens ebenso dazu. Viele Kinderwecker arbeiten mit Musik, was für die Kleinen oft angenehmer empfunden wird, als ein klassischer Klingelton.

Ganz generell können Sie verschieden Arten von Weckern unterscheiden:

  • Kinderlernwecker
  • Schlaftrainer
  • Projektionswecker
  • Radiowecker

Welcher dieser Wecker für Ihr Kind am besten geeignet ist, hängt vor allem vom Alter und den Bedürfnissen des Kindes ab:

Art des Weckers Spezielle Eigenschaften
Kinderlernwecker
Kinderlernwecker
  • gut für Vorschul- und Grundschulkinder, um die Uhr zu lernen
  • großer und kleiner Zeiger sind beim Lernwecker meistens beschriftet
  • die Minuten werden in Zahlen angegeben statt nur mit einem Punkt
  • die Stunden sind als Ziffern und Wort angegeben
Schlaftrainer
Kinderschlaftrainer
  • für kleinere Kinder ab zwei bis drei Jahren
  • arbeiten nicht mit Zahlen, sondern mit Bildern, die zeigen ob Schlafenszeit oder Aufstehzeit ist
  • helfen dem Kind, zunächst ein grobes Verständnis für das Thema Uhrzeit zu bekommen
ProjektionsweckerProjektionswecker für Kinder
  • Projektion der Uhrzeit an Wand oder Decke mittels LED
  • bieten oftmals verschiedene Lichteffekte
  • ist die Projektion die ganze Nacht über aktiv, kann er auch als Nachtlicht dienen
  • haben oft zahlreiche Zusatzfunktionen wie einen MP3-Anschluss
  • die Projektionsuhr hilft nicht beim Verstehen und Lernen der Uhrzeit
Kinder-RadioweckerRadiowecker für Kinder
  • eher für etwas ältere Kinder, da keine Lernfunktion
  • weckt die Kinder mit dem Lieblings-Radiosender
  • oft auch mit MP3-Anschluss, für das Aufwachen mit der eigenen Musik

2. Digital oder Analog – eine Frage des Lerneffekts

Die Stromversorgung des Weckers ist nicht nur eine praktische Frage: Wenn Sie überlegen, ob der Kinderwecker analog oder digital sein soll, hat das auch damit zu tun, wie gut er geeignet ist, um ein Verständnis für die Uhr zu entwickeln.

Die digitale Anzeige der Uhrzeit mittels Leuchtziffern nutzt kleinen Kindern, die die Uhr noch gar nicht gelernt haben nichts. Auf der anderen Seite haben digitale Wecker viele Zusatzfunktionen, die auch Kindern Spaß machen.

Kleinkinder lernen anhand analoger Uhren das Lesen der Uhrzeit am besten. Digitale Uhren sind eher für ältere Kinder und Jugendliche geeignet.

2.1. Analoger Wecker – gut zum Lernen, schlecht zum Schlafen

Kind mit Lernuhr
Analoge Uhren eignen sich für Kinder, die die Uhr erst erlernen.

Analoge Wecker kommen ohne Batterien oder Netzteil aus und zeigen die Uhrzeit ganz klassisch mittels Ziffernblatt und einem oft fluoreszierenden Zeiger an. Für Kinder, die gerade erst die Uhr gelernt haben oder noch dabei sind, ist das ideal. Manchmal ist sogar das Uhrwerk zu sehen, wodurch Kinder mit technischem Interesse die Funktionsweise der Uhr erlernen können.

Ein Nachteil ist, dass nicht alle analogen Wecker einen so genannten schleichenden Sekundenzeiger haben. In der Folge ist das Ticken oft zu hören. Auf manche Kinder mag das beruhigend wirken. Andere dürfte es eher vom Schlafen abhalten.
Analoge Wecker können immer nur zwölf Stunden im Voraus gestellt werden, da es keine Unterscheidung zwischen Tag- und Nachtzeit gibt. Wenn Ihr Kind also um 19.00 Uhr ins Bett geht und am nächsten Morgen um 8.00 Uhr aufstehen soll, können Sie den Wecker erst später stellen, sonst klingelt er bereits um acht Uhr abends.

2.2. Digitale Wecker haben viele Zusatzfunktionen

Digitale Wecker gibt es mit Netzbetrieb oder Batteriebetrieb. Die Uhrzeit wird in einem LED-Display oder LCD-Display als Ziffern angezeigt. Häufig haben solche Wecker Zusatzfunktionen wie eine Datumsanzeige oder eine Temperaturanzeige und es gibt sie auch oft als Funkwecker. Das hat den Vorteil, dass die Uhrzeit immer ganz genau ist und die Umstellung auf Sommerzeit oder Winterzeit automatisch vorgenommen wird.

Außerdem handelt es sich bei diesen Modellen um Kinderwecker ohne Ticken, denn die digitalen Geräte arbeiten natürlich völlig lautlos. Wenn Sie sich entscheiden, dass der Kinderwecker digital sein soll, dürfen Sie aber nicht vergessen, dass die Uhrzeit auf diesen Weckern in der 24-Stunden-Zählung angegeben wird. Gerade für kleinere Kinder ist das oft schwer verständlich.

Generell machen digitale Wecker erst Sinn, wenn Ihr Kind die Uhr sicher beherrscht und auch die Zahlen lesen und verstehen kann. Lesen Sie hier noch einmal in der Übersicht, welche Vor- und Nachteile ein digitaler Wecker gegenüber einem analogen Wecker hat:

  • viele Zusatzfunktionen wie Datums- oder Wetteranzeige oder Uhrzeit exakt ablesbar
  • auch als Funkwecker erhältlich
  • diese Kinderwecker sind lautlos, es ist kein Ticken zu hören
  • 24-Stunden-Zählung ist für Kinder oft nicht verständlich
  • generell nur für Kinder geeignet, die die Uhr lesen können
  • die Geräte verbrauchen Strom, ggf. müssen regelmäßig die Batterien gewechselt werden
  • bei Stromausfall oder leeren Batterien, keine Weckfunktion

Tipp: Bei manchen Weckern muss ein Netzteil extra dazugekauft werden. Wenn Sie einen Wecker mit Batteriebetrieb anschaffen, vergessen Sie nicht, dass dafür immer wieder frische Batterien gekauft werden müssen.

3. Welche Eigenschaften einen Kinderwecker-Vergleichssieger ausmachen

Bei der Vielzahl der Marken und Hersteller fällt es Ihnen sicher nicht leicht, sich für ein Modell zu entscheiden. Es gibt bisher bei der Stiftung Warentest keinen Kinderwecker-Test, der als Kaufberatung dienen könnte.

Sie können sich jedoch vorstellen, dass die Kinderfreundlichkeit bei so einem Kinderwecker-Vergleich quer durch alle Kategorien eine große Rolle spielen würde. Schließlich könnte man den Kleinen auch einfach einen normalen Erwachsenen-Wecker hinstellen, wenn es nicht bestimmte Eigenschaften gäbe, die dem Nachwuchs den Umgang mit dem Gerät erleichtern. Sie können sich aber an dem einen oder anderen Test von Kinderweckern online orientieren.

Kinderwecker-Test
Bei Kinderweckern sollten Zahlen gut lesbar sein.

Ganz besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Lesbarkeit der Zahlen und Ziffern. Kinderwecker-Vergleichssieger punkten in einem Test mit einer zusätzlichen Beschriftung von Minutenzeiger und Sekundenzeiger und einer optischen Unterteilung der Stunden. Die Kinder sollten den Wecker natürlich leicht selbst ein- und ausschalten und die Weckzeit einstellen können.

Auch eine gewisse Robustheit schadet nicht. Wenn der Wecker einmal vom Nachtschrank fällt, sollte er nicht gleich kaputt sein. Die meisten Modelle sind aus Kunststoff und daher nicht allzu empfindlich.

Wichtig ist, wie oben bereits erwähnt, ein geräuschlos arbeitendes Uhrwerk ohne Tickgeräusch. Auch der Weckton ist für die Auswahl des besten Kinderweckers von Bedeutung. Kinder mögen es häufig, von einem Lied geweckt zu werden, statt von einem Alarmton. Ein zu schrilles, lautes Klingeln, wie man es von alten Glockenweckern aus Metall kennt, ist eher ungeeignet, da es die Kleinen zu ruckartig aus dem Schlaf reißt.

Eine Hintergrundbeleuchtung der Anzeige macht Sinn, damit auch die müdesten Schlafaugen problemlos die Uhrzeit erkennen können.

Der beste Wecker für Kinder ist also leise, robust und bedienfreundlich. Nicht unbedingt sinnvoll ist dagegen eine eingebaute Snooze-Funktion. Mit dieser sogenannten Schlummer-Funktion, stellt man den Wecker nicht ganz aus, sondern lässt ihn ein paar Minuten später noch einmal klingeln, so dass man noch einmal eindösen kann. Schlafexperten halten dieses „Snoozen“ aber generell für eher ungesund. Das Aufstehen erleichtert es eher nicht. Deshalb sollte man Kinder möglichst gar nicht erst daran gewöhnen.

Auch die Möglichkeit, mehrere Weckzeiten einzustellen, benötigen Sie nicht unbedingt. Sie macht nur Sinn, wenn sich mehrere Personen einen Wecker teilen. Da es für Kinder aber gerade gut ist, ihren eigenen Wecker für sich alleine zu haben, ist dies meist nicht nötig.

4. Der große und der kleine Zeiger – wann es Sinn macht, Kindern die Uhr zu erklären

Es ist eine der niemals wiederkehrenden Freuden der Kindheit: Komplett in der Gegenwart zu leben und sich keinerlei Gedanken über die Vergangenheit oder die Zukunft zu machen. Bis sie drei oder vier Jahre alt sind, denken Kinder nur im Hier und Jetzt. Zeit vergeht für sie nur, wenn gerade etwas passiert.

Uhrzeit lernen Kind
Zeigen Sie Ihrem Kind spielend den Umgang mit der Uhr.

Das Mittagessen oder das Vorlesen einer Geschichte ist für Kinder somit eine verständliche Zeiteinheit. Dass auch Zeit vergeht, wenn gerade nichts passiert, begreifen Kinder erst mit etwa sechs Jahren. Daher macht es auch keinen Sinn, einem Kleinkind eine Zeitspanne in Minuten oder Stunden vorzugeben.

Mit Aussagen wie, „wir sind noch eine Stunde unterwegs“ können sie nicht viel anfangen. Eher schon mit „solange, wie deine Hörspielkassette läuft“. Ein Schlaftrainer kann in dieser Zeit helfen, ein erstes Verständnis für die Uhr aufzubauen.

Zumeist im Kindergartenalter fangen die Kleinen aber von alleine an, sich mit dem Thema Uhr zu beschäftigen und sich dafür zu interessieren. Dann ist auch das richtige Alter, um Ihnen das Lesen der Uhr nach und nach beizubringen.

Voraussetzung dafür ist aber natürlich, dass das Kind bereits Zahlen lesen kann. Setzen Sie Ihr Kind aber nicht unter Druck: Manche begreifen die Uhr schneller, andere brauchen eben etwas länger dafür. Auch ein Kinderlernwecker kann das Verständnis für die Uhr verbessern.

Es gibt zudem zahlreiche Hilfsmittel, die diesen Prozess erleichtern, zum Beispiel Lernspiele, Übungsblätter, Bücher oder Spielzeug-Wecker. Am besten sind aber immer noch einfach Lernuhren. Diese können aus Holz oder Plastik bestehen oder auch einfach selbst aus Papier und Pappe gebastelt werden. Hauptsache, es gibt einen kleinen Zeiger und einen großen Zeiger. Wichtig ist, die schrittweise Erklärung: Erst die Stunden, dann die halben Stunden usw.

Wenn Ihr Kind dann erst einmal die Uhr beherrscht wird es sicher ganz stolz sein und natürlich auch unbedingt eine eigene Armbanduhr haben wollen. Und spätestens dann ist die Zeit auch reif für einen eigenen Kinderwecker.

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