Chemiebaukasten Test 2019

Die besten Chemielabore im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Chemiebaukästen sind für Kinder und Jugendliche ein großer Spaß. Sie erlauben es, zu Hause eigene chemische Experimente durchzuführen. Es gibt auch Experimentierkästen zum Züchten von Kristallen oder zur Untersuchung chemischer Leuchtphänomene.
  • Mit einem Chemiebaukasten wird bei Kindern das Interesse für die Chemie geweckt, so wie mit einem Baukasten für Elektronik das Interesse an Physik. Wissen aus der Schule wird durch die eigenen Experimente außerdem vertieft und verinnerlicht.
  • Achten Sie bei der Wahl des Chemiebaukastens in jedem Fall auf die Altersempfehlung, damit das Chemie-Labor nicht zu anspruchsvoll oder gefährlich für Ihr Kind ist.

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Chemie umgibt uns überall. Selbst bei den alltäglichsten Abläufen finden im Hintergrund oft chemische Prozesse statt. Das ist einer der Gründe, warum an Schulen Chemieunterricht stattfindet, genauso wie auch Physik unterrichtet wird.

Nicht alle Kinder haben Spaß an Naturwissenschaften. Aber spätestens dann, wenn Experimente auf dem Lehrplan stehen und es etwas zu sehen gibt, sind die Kids mit Feuereifer dabei. Um bei den Kleinen die Begeisterung für Chemie zu entfachen oder zu fördern, sind daher Chemiebaukästen eine tolle Sache.

Mit diesen Baukästen können Kinder selbständig kleine Experimente durchführen und beobachten, wie zum Beispiel zwei Flüssigkeiten miteinander reagieren.

Bei der Suche nach dem besten Chemiebaukasten, müssen Sie aber ein paar Dinge berücksichtigen. In unserem Chemiebaukasten-Vergleich 2019 verraten wir Ihnen, welches das richtige Alter für die Baukästen ist, was an Umfang und Zubehör unbedingt enthalten sein sollte und wie Sie den besten Chemiebaukasten für Ihr Kind finden können.

1. Was ist ein Chemiebaukasten?

Chemiebaukästen gibt es von mehreren Herstellern und Marken. Es handelt sich dabei um kleine Chemie-Labore, mit denen Kinder zu Hause chemische Experimente durchführen und naturwissenschaftliche Zusammenhänge entdecken können. Solche Experimentierkästen gibt es in unterschiedlich großen Ausführungen und für verschiedene Zwecke.

Bei Kindern wecken Chemiebaukästen das Interesse für Naturwissenschaften auf spielerische Art. So ist die Materie weniger trocken als im Schulunterricht. Trotzdem lernen die Kinder eine Menge beim Umgang mit den Baukästen und durch die praktische Übung werden viele Fakten auch gleich bestens verinnerlicht. Außerdem hat schon so manch ein späterer Chemiker seine Berufung als Kind beim Spiel mit einem Chemiebaukasten gefunden.

So wie ein Elektrobaukasten bestimmte Teile immer mitliefert, gibt es auch eine Standardausstattung, die praktisch jeder Chemiebaukasten liefert. Zu dem Chemie-Labor-Zubehör gehört üblicherweise:

  • Schutzbrille
  • Reagenzgläser
  • Messbecher
  • Dosierlöffel
  • Pipetten
  • Anleitungsheft

Ein Bunsenbrenner ist nicht immer dabei. Ein Chemiebaukasten mit Brenner ist meistens komplexer und für ältere Kinder bzw. Jugendliche bestimmt. Er wird für Experimente benötigt, bei denen Hitze eine Rolle spielt.
Folgende Chemikalien sind meistens in der Grundausstattung enthalten:

  • Kupfersulfat
  • Zinkblech
  • Schwefel
  • Calciumcarbonat
  • Eisenpfeilspäne
  • Zitronensäure

Chemiebaukästen sind keine neue Erfindung. Bereits im Jahre 1805 bot das Nürnberger Versandhaus von Georg Hieronimus Bestelmeier einen chemischen Experimentierkasten an, damit Versuche aus den damals beliebten Experimentierbüchern nachgestellt werden konnten. Im Jahr 1927 brachte Kosmos das erste Chemie-Labor auf den Markt.

2. Welche Arten von Experimentierkästen gibt es?

Auf der Suche nach einem Chemie-Experimentierkasten werden Sie schnell feststellen, dass es etliche verschiedene Ausführungen gibt. Bevor Sie den Chemiebaukasten kaufen, sollten Sie sich also grundlegend für einen Typen entscheiden.

Produktart Besonderheiten
klassischer Chemiebaukasten
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  • ermöglicht zahlreiche verschiedene chemische Experimente
  • Umfang und Schwierigkeitsgrad hängen mit der Altersempfehlung zusammen
Kombibaukästen

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  • enthalten nicht nur Experimente aus dem Bereich Chemie, sondern auch aus anderen naturwissenschaftlichen Bereichen
  • richten sich an Grundschulkinder
  • dienen dazu, das Sachkundewissen aus der Schule zu vertiefen
Kristalle züchten-Baukasten
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  • mit so einem Chemiebaukasten können Kinder Kristalle züchten
  • Figuren oder Formen können mit einer kristallinen Hülle überzogen werden
  • eher für Bastelfreunde geeignet
  • keine chemischen Experimente vorgesehen
Leuchtphänomene-Experimentierkasten

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  • es werden verschiedene Substanzen mit Luminol gemischt, um die Leuchteigenschaften zu bewundern
  • die Untersuchung von Luminol steht im Vordergrund – andere Experimente gibt es nicht

3. Kaufberatung: Worauf Sie unbedingt achten sollten

Der Baukasten soll dem Kind Freude bereiten. Wichtig ist deshalb, dass Sie für Ihr Kind auch genau das richtige Produkt aussuchen. Die Experimentierkästen der verschiedenen Kategorien sind nämlich unterschiedlich aufgebaut und es gibt einige wichtige Kaufkriterien:

3.1. Altersempfehlung und Umfang

Chemikalien sicher nachkaufen

Sind einmal alle Experimente durchgeführt, landet der Baukasten oft in der Ecke, weil er nicht mehr spannend genug für das Kind ist. Sie können dann mit Einzelangeboten, neuen Utensilien oder Chemikalien das Chemie-Labor aufstocken und so wieder neue Experimente ermöglichen. Besorgen Sie aber entsprechende Literatur dazu, damit Sie Experimente nach einer vernünftigen Anleitung durchführen.

Einer der wichtigsten Punkte ist die Altersempfehlung, die unmittelbar mit dem Umfang des Baukastens zusammenhängt. Experimentierkästen für jüngere Kinder, etwa ein Chemiebaukasten ab 8, ein Chemiebaukasten ab 10 oder ein Chemiebaukasten ab 12 Jahren, enthalten keine gefährlichen Chemikalien. Vor allem sind keine ätzenden, giftigen oder brandfördernden Stoffe enthalten.

In einem Chemiebaukasten für Jugendliche oder einem Chemiebaukasten für Erwachsene können solche Chemikalien enthalten sein. Deshalb ist es wichtig, dass Sie auf die Altersempfehlung des Herstellers achten. Sie sollten keinen Chemiekasten für Studenten kaufen, wenn ein 11-jähriger damit spielen soll.

Wenn Sie für sich selbst einen Chemie-Experimentierkasten für Erwachsene oder einen Chemiebaukasten für Profis anschaffen, spielt es natürlich keine Rolle, wenn der Chemiebaukasten Chemikalien enthält, die gefährlich werden können.

Ein Chemiebaukasten für Kinder kann jedoch auch schon für Kinder angeschafft werden, die jünger sind als die Altersempfehlung. Dann sollten aber nicht Ihre Kinder mit dem Chemie-Set experimentieren. Vielmehr können Sie als Eltern die Experimente zum Beispiel mit einem Chemiebaukasten ab 8 Jahre durchführen und Ihr Kind zusehen lassen.

So machen Sie Chemie für Kinder interessant und bald schon können die Kleinen Ihnen assistieren. Selbst mit dem Baukasten spielen sollten Kinder aber wirklich erst, wenn Sie im richtigen Alter sind.

Lesen Sie hier, welche Vor- und Nachteile es hat, einen Chemiebaukasten ab acht Jahren vorzeitig anzuschaffen:

  • Sie wecken früh das Interesse für Chemie bei Ihrem Kind.
  • Das Chemie-Labor für Kinder ist auf Chemie für Anfänger ausgerichtet und entsprechend kindgerecht.
  • Es sind keine gefährlichen Chemikalien oder Bunsenbrenner enthalten.
  • Ist das Kind jünger als acht, darf es noch nicht selbst mit dem Experimentiersystem spielen, was frustrieren kann.
  • Häufig müssen Sie Flüssigkeiten für die Chemiebaukasten-Experimente noch selbst besorgen, etwa Zitronensäure, Soda oder Kochsalz.

3.2. Ausstattung und Zubehör

Wie oben schon erwähnt, hat der Umfang viel mit der Altersempfehlung zu tun. Vor allem die Zahl der mitgelieferten Chemikalien und des Zubehörs variieren deutlich. Je umfangreicher das Set ist, desto mehr Experimente können damit durchgeführt werden. Chemiebaukästen für achtjährige Kinder ermöglichen weniger Experimente als Baukästen für Teenager.

Unabdingbares Zubehör ist aber eine Schutzbrille. Sie verhindert, dass Chemikalien oder Dämpfe in die Augen gelangen und ist deshalb unverzichtbar. Allerdings fehlt in der Regel eine Schutzbrille für eine erwachsene Aufsichtsperson. Diese müssen Sie also bei Bedarf nachkaufen.

Ein Chemiebaukasten mit Bunsenbrenner enthält den Brenner, weil er für manche Experimente wichtig ist. Es sollten dann unbedingt ein funktionsfähiger Brenner und eine entsprechende Anleitung dabei sein.

Tipp: Manch ein Chemiebaukasten liefert nicht alle Stoffe mit, die Sie für die Experimente brauchen. Sie müssen dann einige Alltagschemikalien wie Zitronensäure, Kochsalz, Natron oder auch Wasserstoffperoxid oder Brennspiritus selbst besorgen, bevor es losgehen kann.

3.3. Chemiebaukästen im Test

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Ob in der Schule oder zuhause – beim Umgang mit chemischen Substanzen spielt Sicherheit eine große Rolle.

Ein Kinder Chemiekasten unterliegt einer strengen Kontrolle hinsichtlich der Sicherheit. Achten Sie auf das CE-Zeichen. Es ist auf Produkten angebracht, die eine Risikobewertung durchlaufen haben.

Europäische Richtlinien beschreiben genau, welche Chemikalien enthalten sein dürfen und welche Anforderungen für die Materialien gelten.

Einen Chemiebaukasten-Test der Stiftung Warentest gibt es bisher nicht und entsprechend auch keinen Chemiebaukasten-Vergleichssieger. Das Thema Sicherheit ist aber neben der Ausstattung so wichtig, dass es in allen Chemiebaukästen-Tests auf jeden Fall eine große Rolle spielen sollte.

Auch Sie sollten deshalb darauf achten, vor allem, wenn Sie einen Chemiebaukasten günstig vom Flohmarkt oder von Bekannten kaufen. Die Materialien dürfen dann nicht beschädigt sein. Es sollte zum Beispiel keine Risse in den Reagenzgläsern geben und die Anleitung muss auf jeden Fall bei der Lieferung dabei sein.

Fehlen Substanzen, ist das jedoch nicht so schlimm. Sie können den Chemiebaukasten nachfüllen, indem Sie beim Hersteller fehlende Chemikalien nachbestellen.

4. Bekannteste Chemiebaukästen

Einer der bekanntesten Hersteller ist Kosmos. Einen Kosmos-Chemiebaukasten finden Sie in verschiedenen Schwierigkeitsgraden und mit unterschiedlich großer Ausstattung. Das Kosmos Chemie-Labor Kosmos c3000 ist so komplex, dass es erst für Kinder ab 12 Jahren empfohlen ist.

Der Kosmos Chemiekasten Kosmos c1000 ist dagegen schon ab zehn Jahren empfohlen und ermöglicht viele Basisexperimente. Kosmos Experimente gibt es aber auch für chemisches Leuchten oder die Zucht von Kristallen.

5. Sicher experimentieren

Ein Chemiebaukasten ist nicht gefährlich und eine Chemiebaukasten-Explosion mehr als unwahrscheinlich. Dennoch ist der vorsichtige und gewissenhafte Umgang mit dem Set unabdingbar für die Sicherheit.

Das Wichtigste ist, dass Sie sich an die Altersempfehlung halten, zumindest, wenn Ihr Kind selbst mit dem Baukasten spielen und nicht nur zusehen soll. In einem Chemiebaukasten ab 12 können schon ganz andere Chemikalien sein, als in einem Kasten, der ab acht Jahren empfohlen wird.

Selbstverständlich sollte auch sein, dass Sie Ihr Kind nicht alleine mit dem Chemiebaukasten spielen lassen. Eine ständige Aufsicht ist unerlässlich, auch wenn die Baukästen keine wirklich gefährlichen Chemikalien enthalten.

Die Aufsichtsperson kann und sollte auch sicherstellen, dass das Kind nur Experimente nach Anweisung durchführt und nicht auf eigene Faust wild mit den Chemikalien experimentiert. Sowohl das Kind als auch die Aufsichtsperson sollten immer eine Schutzbrille tragen und vermeiden, dass Chemikalien auf die Haut, in die Augen oder den Mund kommen.

Tipp: Ein guter Chemiebaukasten enthält auch Hinweise zur Entsorgung. Sie dürfen die Chemikalien nämlich nicht in den Ausguss schütten, sondern müssen Sie bei Giftstoffsammelstellen abgeben. Wenn Sie den kompletten Chemiebaukasten entsorgen, geben Sie die Chemikalien bei der Giftstoffsammelstelle ab. Der Rest ist normalerweise über den normalen Müll zu entsorgen.

6. Wo kann man einen Chemiebaukasten kaufen?

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Im Spielwarenladen ist die Auswahl ähnlich groß wie im Internet.

Auch wenn es sich bei den Baukästen nicht um Spielzeug im eigentlichen Sinne handelt, finden Sie Chemiebaukästen in Spielzeugwarengeschäften. Dort bekommen Sie auch eine persönliche Beratung, die Ihnen unter Umständen die Entscheidung erleichtert.

Sie können aber genauso gut im Internet in diversen Onlineshops fündig werden. Der Vorteil dort: Sie haben eine größere Auswahl und können die Preise optimal vergleichen.

Chemiebaukästen können nämlich, je nach Schwierigkeitsgrad und Komplexität recht teuer werden. Zwischen zwanzig und vierzig Euro müssen Sie für einen durchschnittlichen Chemiebaukasten einkalkulieren. Dabei handelt es sich dann für einen Baukasten ab acht oder ab zehn Jahren, der noch relativ einfach gehalten ist. Größere Baukästen für Jugendliche sind umfangreicher und haben mehr Zubehör. Entsprechend schlagen Sie zum Teil mit über 100 Euro zu Buche.

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