Babyphone Test 2019

Die besten Babyfone im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Babyphone – auch Babyfon – überträgt Geräusche vom Baby, so dass Sie es rechtzeitig mitbekommen, wenn das Kleine weint oder schreit, ohne die ganze Zeit in Hörweite bleiben zu müssen.
  • In Babyphone-Tests schneiden klassische Geräte noch immer besser ab als Apps oder Babyphone mit Kamera. So sparen Sie auch einiges an Geld.
  • Achten Sie vor allem auf die Reichweite, einen guten Empfang und eine gute Tonqualität und stellen Sie das Babyphone so auf, dass die Strahlenbelastung so gering wie möglich ist.

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Um mal in Ruhe ein wenig ausspannen zu können während die Knirpse schlafen, greifen viele Eltern gerne zu einem Babyphone. Diese Geräte übermitteln Geräusche, die das Baby macht, an einen Empfänger, so dass Mama oder Papa im Notfall schnell nach dem Rechten sehen können.

Dazu wird ein Sender am Babybett aufgestellt, während das Empfängerteil in der Nähe der Aufsichtsperson ist. Ein Babyphone ist damit ein äußerst nützliches Utensil.

Beim Kauf spielen viele Aspekte eine Rolle wie etwa die Reichweite, die Akustik oder die Strahlenbelastung. Vor allem bei der Entfernung kommen viele Babyphone schnell an ihre Grenzen. Es gibt auch Babyphone mit interessanten Zusatzfunktionen wie einem Nachtlicht oder einer Gegensprechfunktion. Andere Geräte haben sogar eine integrierte Kamera.

Lesen Sie in unserer Kaufberatung im Babyphone-Vergleich 2019 wie Sie das beste Babyphone finden können.

1. Das klassische Babyphone schneidet im Test am besten ab

Bei der Suche nach dem passenden Gerät werden Sie feststellen, dass es unterschiedliche Kategorien von Babyphonen gibt. Dies sind:

  • Klassische Babyphone
  • Babyphone mit Kamera
  • Babyphone-App

Das klassische Babyphone ist einfach, aber solide und sicher. Es besteht aus einer Sender-Empfänger-Kombination und überträgt die Geräusche des Kindes. So müssen Sie nicht immer in Hörweite bleiben und bekommen es trotzdem mit, wenn das Baby schreit.

Die Empfindlichkeit des klassischen Babyphones lässt sich normalerweise einstellen, so dass nicht schon das leiseste Schlaf-Geräusch zu Ihnen übertragen wird. Die klassischen Geräte schnitten im letzten Babyphone-Test der Stiftung Warentest am besten ab.

Beim Babyphone mit Kamera bekommen Sie gleichzeitig ein Bild des Nachwuchses auf einem kleinen Bildschirm angezeigt und haben insofern eine Art Video-Überwachung. Zu diesem Zweck hat die Baby-Einheit eine Kamera und der Empfänger verfügt über einen kleinen Bildschirm.

Die Kamera arbeitet wie ein Nachtsicht-Gerät und kann daher auch im Dunkeln aufzeichnen. Sie sehen alles, was Ihr Baby gerade tut und das vermittelt vielen Eltern das gute Gefühl von Sicherheit.

Apps gibt es heutzutage für alles Mögliche. Also natürlich auch für die Funktion als Babyphone. Dabei liegt ein Smartphone im Kinderzimmer. Ab einem bestimmten, voreinstellbaren Lärmpegel wird automatisch eine voreingestellte Nummer angerufen.

Kategorie Babyphone Eigenschaften
Klassisches Babyphone
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  • überträgt nur den Ton
  • regelmäßiger Sieger in Babyphone-Tests
  • erreicht recht gute Reichweiten
Babyphone mit Kamera
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  • überträgt zusätzlich zum Bild einen Ton
  • erreicht in Tests meistens geringere Reichweiten als klassische Babyphone
  • zusätzlich das Bild zu sehen, erleichtert es Eltern einzuschätzen, wie es dem Baby geht
Babyphone-App
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  • ein Smartphone registriert die Babygeräusche und ruft ab einer bestimmten Lautstärke eine festgelegte Nummer an
  • Sie benötigen zwei Telefone
  • teilweise auch für Nutzung mit dem Tablet
  • keine Reichweitenprobleme
  • zeigt sich in Babyphone-Tests als störungsanfällig

2. Analog oder digital – die Übertragungsarten

Eine Alternative für moderne Eltern

Eine Alternative zum Babyphone sind WLAN-Kameras. Sie übertragen Bild und Ton über das Internet. Die Eltern können die Daten am PC, Tablet oder Smartphone empfangen.

Sie können Babyphone-Typen darüber hinaus auch in analoge und digitale Geräte unterteilen.

Analoge Babyphone übertragen die Geräusche durch Funktechnik. Die Reichweite liegt zwischen 300 und 400 Metern und der Preis des Babyphones ist günstig. Es gibt aber keine Babyfon-Verschlüsselung und es kann Störungen mit anderen Kanälen geben, so dass Sie durchaus auch mal das Nachbarskind aus Ihrem Empfänger schreien hören. Dafür ist die Strahlenbelastung gering.

Digitale Babyphone senden via DECT-Technologie. Die Klangqualität ist sehr gut und zu Störungen kommt es nicht. Solche Geräte kosten aber mehr und haben einen großen Nachteil: Die Strahlenbelastung ist recht hoch. ÖKO-Test hat 2012 bei einem Babyphone-Vergleich die Strahlung von 17 Geräten gemessen. Für die digitalen Babyphone gab es nur die Noten “mangelhaft” und “ungenügend”. Strahlungen können die Hirnströme eines Kindes verändern und das Krebsrisiko steigern.

Tipp: Greifen Sie zu Geräten mit einem so genannten Eco-Mode, um die Strahlenbelastung zu reduzieren.

Lesen Sie hier noch einmal die Vor- und Nachteile eines digitalen Babyphones:

  • Keine Störungen mit anderen Babyphonen.
  • Gute Klangqualität.
  • Auch mit Kamera erhältlich.
  • Etwas teurer als analoge Babyphone.
  • Produzieren viel Elektrosmog.

3. Problem Strahlenbelastung – was ist dran?

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Ähnlich wie bei Smartphones ist auch bei manchem Babyphone die Rede von gefährlichen Strahlungen.

Der so genannte Elektrosmog ist schon recht lange in Verruf und so verwundert es nicht, dass Ökotest auch bei der Untersuchung von Babyphonen großen Wert auf diesen Aspekt legt. Während es bei analogen Geräten keine Probleme gibt, ist die Strahlenbelastung bei DECT-Geräten recht hoch. Dem gegenüber steht aber ein deutlich besserer Klang.

Wenn Sie sich deshalb für so ein Gerät entscheiden, stellen Sie es nicht zu nah an das Baby heran. Eine Entfernung von zwei oder drei Metern sollte es schon sein.

Vielleicht ist eine Wandmontage möglich? Im Gegenzug sollte die Sprachqualität aber auch wirklich hervorragend sein, denn nur dann kann der Sender auch noch aus einiger Entfernung Geräusche zuverlässig übertragen. Ziehen Sie den Netzstecker heraus, wenn Sie das Babyphone gerade nicht benutzen.

4. Was ist beim Kauf von Babyphonen zu beachten?

Babyphone finden Sie bei Media Markt oder Saturn oder anderen Elektromärkten in großer Auswahl von bekannten Herstellern wie Nuk, Samsung, Motorola, Reer oder Philips. Auch die Suche bei eBay kann sich lohnen.

Es gibt für Babyphone verschiedene Schreibweisen. Googeln Sie im Internet auch nach Babyfon und Babyphon.

Lesen Sie sich auch die Babyphone-Erfahrungen anderer Eltern durch. Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, sollten Sie einige Faktoren auf jeden Fall beachten, damit Sie die für Sie optimale Baby-Überwachung finden.

4.1. Auf die Reichweite kommt es an

Einer der wichtigsten und zugleich kritischsten Punkte bei Babyphonen ist die Reichweite. Sie ist bei klassischen Babyphonen recht gut, höhere Reichweiten erzielt die App während Babyphone mit Kamera hier die größten Schwächen haben.

Beachten Sie, dass die Herstellerangaben zur Reichweite sich zumeist auf eine optimale Umgebung beziehen. Gemeint ist damit ein Außenbereich mit freier Sicht. In der Wohnung können Wände und Möbel diese Reichweite deutlich reduzieren. Ein Babyphone mit einer guten Reichweite ist zum Beispiel das SCD501 von Philips Avent.

4.2. Elektrosmog unterhalb der Grenzwerte

Auch wenn noch nicht völlig klar ist wie stark so genannter Elektrosmog die Gesundheit schädigt: Gerade bei kleinen Kindern möchte selbstverständlich niemand ein Risiko eingehen, weshalb wir Ihnen empfehlen würden, auf diesen Aspekt Wert zu legen.

Laut Untersuchung der Stiftung Warentest überschritt jedoch keines der getesteten Geräte die Grenzwerte. Mit einem Philips Avent wurde sogar ein DECT-Gerät Babyphone-Vergleichssieger. Das Avent Babyphone setzte sich als bestes Babyphone durch, weil ein ECO-Modus die Strahlung reduziert und auch die Übertragung und die Reichweite überzeugten beim Babyphone Avent.

Ein sehr strahlungsarmes Babyphone ist auch das Angelcare AC423-D. Es wurde Sieger einer Öko-Test-Untersuchung. Das digitale Gerät verzichtet auf gepulste elektromagnetische Strahlung und bestand daher als einziges Gerät im Test die Strahlungsmessung mit der Note”sehr gut”.

Einen Eco-Control-Modus bieten inzwischen mehrere Hersteller. Diese Einstellung bedeutet, dass keine ständige Verbindung zwischen Sender und Empfänger besteht. Stattdessen wird der Sender erst aktiviert, wenn ein bestimmter Geräuschpegel erreicht wird.

4.3. Klare Ton- und Bildqualität

Beim Ton ist ein sauberer Klang wichtig. Dennoch müssen Sie nicht jeden kleinen Seufzer hören. Achten Sie auf eine Sensibilisierungsregelung, dann werden Sie nicht zu oft umsonst geweckt.

4.4. Die Stromversorgung

Beachten Sie vor dem Kauf eines Babyphones auch, welche Stromquelle das Gerät benötigt. Wenn es mit Batteriebetrieb läuft, müssen Sie immer ausreichend Ersatzbatterien zu Hause haben.

Die Akku-Betriebszeit ist auch ein wichtiger Punkt für die Kaufentscheidung. Manche Geräte kommen gerade einmal auf vier Stunden, andere schaffen bis zu 24 Stunden. Eine optische oder akustische Akkustandkontrolle sollte auf jeden Fall vorhanden sein.

4.5. Sonstige Funktionen

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Manche Babyphone verfügen sogar über eine Temperaturanzeige.

Moderne Babyphone verfügen über zahlreiche Zusatzfunktionen, die oft recht nützlich sind. Sie haben zum Beispiel ein Nachtlicht oder spielen eine Melodie vor, die dem Baby beim Einschlafen hilft, zum Beispiel ein Wiegenlied.

Gut ist auch eine Gegensprechfunktion. Über diese können Sie das Baby auch schon mit Ihrer Stimme beruhigen.

Eine Temperaturüberwachung kontrolliert stets die Raumtemperatur im Schlafzimmer des Babys, damit es nicht zu kalt oder zu warm wird.

Eine Geräuschanzeige ist sinnvoll, wenn Sie zum Beispiel gerade staubsaugen und daher die Geräusche aus dem Babyphone nicht hören können. Sie zeigt Ihnen visuell an, wenn sich die Lautstärke verändert.

Achtung: Trotz aller Technik sollten Sie auch immer mal wieder selbst nach dem Baby sehen. Jedes technische Gerät kann schließlich einmal eine Störung haben.

5. Das Babyphone kann Lebensretter sein

Eine besondere Bedeutung kommt der sogenannten Care-Funktion zu. Es gibt nämlich heutzutage Babyphone, die vor dem plötzlichen Kindstod warnen und so vielleicht das Schlimmste verhindern können.

Sensormatten erkennen, wie beim Angelcare-Babyphone, wenn das Baby Atemaussetzer hat oder sich länger nicht bewegt und dann schlägt das Gerät Alarm. Dieser Alarm kann Leben retten, denn im Ernstfall geht es oft um Minuten, die zwischen Leben oder Tod entscheiden.

Was ist der plötzliche Kindstod? Als plötzlichen Kindstod bezeichnet man das unerwartete Sterben eines Kleinkindes. Es tritt meistens zur Schlafenszeit auf und am häufigsten im ersten Lebensjahr.

In den Industrienationen gilt der plötzliche Kindstod als häufigste Todesursache von Kindern. Die genauen Ursachen sind noch immer nicht ganz klar. Forscher ziehen eine Unreife des Atemantriebs oder Enterovieren in Betracht und diskutieren auch über einen defekten Rezeptor im Gehirn.

Als Risikofaktoren für dieses schreckliche Ereignis sehen Ärzte zum Beispiel eine Bauchlage des Kindes im Schlaf, einen Hitzestau oder eine unzureichende Luftzirkulation. Auch eine Frühgeburt erhöht nach Ansicht der Ärzte das Risiko, ebenso wie eine spätgebärende Mutter oder Drogenkonsum der Mutter. Wenn bereits ein Kind der Familie an plötzlichem Kindstod gestorben ist, erhöht das das Risiko für jüngere Geschwister ebenfalls daran zu sterben.

Seitdem die Forschung Risikofaktoren identifiziert hat, ist die Zahl der Todesfälle durch plötzlichen Kindstod deutlich zurückgegangen. Waren es 1990 noch 1.283 Todesfälle, wurden im Jahr 2014 nur noch 119 Fälle gezählt. Mit einem Babyphone können Sie auf jeden Fall ein kleines Stückchen Sicherheit gewinnen.

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