Babyphone mit Kamera Test 2020

Die besten Babyphone mit Kamera

Das Wichtigste in Kürze
  • Babyphone mit Kamera geben jungen Eltern ein Gefühl von Sicherheit, weil sie jederzeit nachschauen können, wie es dem Nachwuchs gerade geht.
  • Die Reichweite von Babyphonen mit Kamera ist schlechter als die, klassischer Babyphone.
  • Elektrosmok ist bei den meisten modernen Geräten kein großes Problem. In den meisten Babyphone-mit Kamera-Tests werden keine Grenzwerte überschritten.

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Junge Eltern zeichnen sich in der Regel durch vier Eigenschaften aus: Sie sind stolz, sie sind glücklich, sie sind ständig müde und sie sind permanent in Sorge um das Neugeborene. Das Kleine auch nur für ein paar Minuten aus den Augen zu lassen, ist gerade für viele Mütter fast undenkbar, vor allem, wenn es das erste Kind ist.

Doch Mamas sind im Dauerstress und haben meistens auch noch eine Menge im Haushalt zu erledigen. Und auch sie sollten abends zumindest mal für ein Stündchen die Füße hochlegen. Ein Babyphone mit Kamera ist für solche Fälle genau das richtige. Das Babyphone wird zum Aufpasser des Babys und übernimmt quasi die Nachtwache.
Im Gegensatz zu einem normalen Babyphone gibt das Video-Babyphone nicht nur Geräusche des Säuglings wieder, sondern überträgt permanent ein Bild. So können Mama oder Papa immer mal wieder zwischendurch einen schnellen Blick auf ihr Kind werfen und sicher sein, dass es ihm gut geht. Beim Kauf gibt es aber einige Punkte zu beachten, damit Sie auch wirklich ein gutes Bild haben und Ihr Baby immer im Blick ist.

1. Der Nachtwächter fürs Kinderzimmer – das Babyphon mit Kamera

Die Geräte übertragen neben den Geräuschen des Babys auch ein Live-Bild des kleinen Schatzes. Die verwendete Infrarot-Technik sorgt dafür, dass Sie selbst bei völliger Dunkelheit etwas sehen. Das Bild wird häufig per DECT-Standard – also mit digitaler Technik – übertragen, was eine hohe Übertragungsqualität sicherstellt.

1.1. Diese Typen von Babyphone gibt es

Die Video-Babykameras sind eine tolle, aber nicht die einzige Methode, das Baby im Auge zu behalten. Grundsätzlich kann man diese Arten von Babyphone unterscheiden:

  • klassisches Babyphon, das nur den Ton überträgt
  • Geräte mit Kamera, die aus Sender und Empfänger bestehen
  • reine Kamerageräte, die das Bild an ein mobiles Endgerät, wie etwa das Smartphone, übertragen

Das klassische Babyphone ist die einfachste Art der Babyüberwachung denn es überträgt nur den Ton. Während der Sender am Bett des Babys steht, empfangen die Eltern, ähnlich wie bei einem Funkgerät, auf ihrer Einheit die Geräusche. Erfahrenen Eltern reicht das oft auch, denn sie erkennen schon an der Art, wie ihr Kind weint, ob es Hilfe oder Trost benötigt. Die Reichweite ist meistens recht gut.

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Während die Sendestation im Kinderzimmer verbleibt, sollte sich die Empfängerstation bei Ihnen befinden.

Video-Babyphone mit eigenem Bildschirm sind praktisch Babyphone mit einer Nachtsichtkamera. Sie dienen der Baby-Videoüberwachung und bestehen ebenfalls aus zwei Komponenten: Die Kindereinheit mit Kamera und Mikrophon wird in der Nähe des Babybetts aufgestellt. Die Elterneinheit besteht aus einem Monitor und einem Lautsprecher und ist zur Beobachtung bei den Eltern.

Viele Marken werden kabellos verbunden. Sie müssen an diesen Geräten normalerweise keine großartigen Einstellungen vornehmen. Eine Internetverbindung ist auch nicht nötig. Lediglich die Batterien müssen von Zeit zu Zeit erneuert werden.

WLAN-Kameras übertragen Bild und Ton über das Internet. Sie sind so eine Art Baby-Überwachungskamera und funktionieren ähnlich wie ein Babyphone mit Kamera, nur über WLAN. Als Eltern können Sie die Daten an einem beliebigen Endgerät empfangen, etwa dem PC, dem Tablet oder dem Smartphone. Es gibt auch Apps, die mit solchen Kameras kombiniert arbeiten. Die Reichweite ist somit durch das heimische WLAN vorgegeben. Die Installation ist jedoch aufwändiger.

Art des Babyphones Eigenschaften
klassisches Babyphone
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  • überträgt nur den Ton
  • arbeitet zuverlässig
  • erreicht oft hohe Reichweiten
  • keine aufwändige Installation und kein Internet nötig
Babyphone mit Kamera
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  • überträgt Bild und Ton
  • erreicht zumeist geringere Reichweiten als reine Ton-Babyphones
  • keine aufwändige Installation und kein Internet nötig
  • Sie sehen das Bild des Babyphone auf dem Monitor der Empfängereinheit
WLAN-Kamera
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  • besteht nur aus dem Sender – Sie können das Bild des Babyphones mit dem Handy, Notebook oder Smartphone empfangen
  • haben eine hohe Reichweite
  • die Installation ist vergleichsweise aufwändig
  • Sie benötigen zwingend einen Internetanschluss

1.2. Das unterscheidet die verschiedenen Arten von Babyphone mit Kamera

Auch, wenn die Steuerung von einem Babyphone mit Kamera per App und die WLAN-Übertragung sehr zeitgemäße Lösungen mit einer hohen Reichweite sind, haben normale Babyphone mit Kamera doch ihre Vorteile. Lesen Sie hier, welche:

  • die Installation ist sehr einfach
  • Sie benötigen kein Internet
  • die Batterieleistung ist meistens gering
  • geringere Reichweite
  • Sie können das Bild nur auf dem – teilweise recht kleinen – Bildschirm des Babyphones sehen

Achtung: Auch ein noch so tolles Babyphone kann natürlich nicht den regelmäßigen Blick ins Kinderzimmer ersetzen. Technische Probleme kann es immer geben, daher sollten Sie von Zeit zu Zeit persönlich bei Ihrem Kleinen nach dem Rechten sehen.

2. Darauf müssen Sie beim Kauf eines Babyphones mit Kamera achten

Klassisch ist King

Bei der Stiftung Warentest hatten eher klassische Geräte die Nase vorn. Das liegt vor allem an der höheren Reichweite. So gehörten zum Beispiel Babyphone ohne Kamera von Reer, Motorola und Audioline zu den besten Babyphonen. Letztlich ist es aber Geschmackssacke und wenn Sie sich als Eltern mit dem Bild besser fühlen, ist ein Babyphone mit Kamera für Sie genau das Richtige.

Es gibt gleich mehrere wichtige Eigenschaften, die ein Babyphone mit Kamera erfüllen muss:

  • Zuverlässigkeit
  • geringe Anfälligkeit für Störungen
  • ausreichend hohe Reichweite
  • leichte Bedienung
  • wenig Elektrosmok
  • gute Befestigungsmöglichkeiten

2.1. Die Reichweite

Auf einige der Punkte lohnt es sich, bei unserem Babyphone-Vergleich 2020 einen genaueren Blick zu werfen: Die Reichweite ist nämlich gerade bei Video-Babyphone ein kritischer Punkt. Sie ist zumeist geringer als bei klassischen Babyphonen.

Die Angaben der Hersteller klingen zwar häufig vielversprechend, doch sie beziehen sich auf eine (theoretische) optimale Umgebung, gelten also eher für den Außenbereich und freie Sicht. In der Wohnung, mit Wänden und Möbeln sind diese Reichweiten nicht zu erzielen.

Im Babyphone-Test der Stiftung Warentest waren die Ergebnisse jedenfalls durchgehend wenig berauschend. Gut ist aber, wenn ein Gerät zumindest eine Reichweitenkontrolle hat und somit Alarm schlägt, wenn der Empfang nachlässt.

2.2. Die Ton- und Bildqualität

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Kameras für das Baby können per App vom Handy aus gesteuert werden.

Der beste Empfang nützt Ihnen nichts, wenn Sie auf dem Bild nichts erkennen können, weil es völlig unscharf ist. Beim Ton sollten Sie auf einen klaren Klang achten. Eine Sensibilisierungsregelung ist hilfreich, damit Sie nicht so oft grundlos geweckt werden.

Die Bildqualität ist bei den meisten Babyphonen mit Kamera gut und dank Nachtsichtfunktion arbeiten sie auch in tiefster Dunkelheit. Je dunkler, desto mehr haben jedoch einige Kameras zu kämpfen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Das beste Babyphone mit Kamera liefert auch bei Dunkelheit noch ausreichend gute Bilder.

2.3. Elektrosmok

Viele Geräte arbeiten mit DECT. Dieser Funkstandard hat eine besonders hohe Reichweite. Allerdings soll er auch eine erhöhte Strahlenbelastung mit sich bringen. Zwar ist noch nicht gänzlich klar ob und wie elektromagnetische Felder die Gesundheit beeinflussen, doch die meisten Eltern möchten die Belastung vorsichtshalber so gering wie möglich halten und achten daher auf beim Kauf auf strahlungsarme Babyphone mit Kamera.

Im Babyphone-mit-Kamera-Test der Stiftung Warentest erzeugten alle untersuchten Sendegeräte hochfrequente elektromagnetische Felder. Die Grenzwerte wurden jedoch bei keinem Gerät überschritten.

Im Babyphone-Vergleich setzen sich dennoch immer wieder Geräte mit Eco-Modus durch. Dieser kann die Strahlenbelastung reduzieren, weil es keine dauerhafte Verbindung zwischen Sender- und Empfängermodul gibt. Das Gerät wird erst aktiv, wenn ein bestimmter Geräuschpegel erreicht wird. Der Hersteller NUK verspricht zum Beispiel für sein Babyphone Nuk Eco Control mit Video absolute Strahlenfreiheit im Stand-by-Modus.

Tipp: Um die Belastung mit elektromagnetischen Feldern so stark wie möglich zu reduzieren, stellen Sie Netzgerät und Babyphone mit einem Abstand von mindestens zwei Metern zum Baby auf. Je größer der Abstand, desto geringer die Belastung.

2.4. Die Befestigung

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Das Babyphone sollte in Nähe des Babys nie lose stehen, sondern immer befestigt werden.

Eine möglichst einfache und robuste Befestigungsmöglichkeit ist wichtig für die Kamera. Den Blickwinkel sollten Sie horizontal oder vertikal einstellen können. Eine Fernsteuerung ist ein schönes Extra, mit dem Sie zum Beispiel den Blickradius oder den Neigungswinkel steuern können.

2.5. Sonstige Funktionen

Manche Modelle verfügen über zusätzliche Funktionen, die sehr nützlich sein können. Allen voran sei die Gegensprechanlage zu nennen. Über diese können Sie mit Ihrem Kind kommunizieren und es so vielleicht schon allein durch Ihre Stimme beruhigen. Unter anderem hat Philips mit den Avent Babyphones solche Geräte im Angebot.

Ein Temperatursensor überwacht die Temperatur und schlägt bei Auffälligkeiten Alarm.

Eine Geräuschpegelanzeige ermöglicht es Ihnen, zum Beispiel mal wieder in Ruhe über Kopfhörer Musik zu hören. Unter anderem das Samsung Babyphone mit Kamera bietet diese Funktion. Ein Blick auf das Gerät sagt Ihnen, ob Ihr Kind Geräusche von sich gibt oder nicht.

Ein Babyphone mit Atemüberwachung gibt zusätzliche Sicherheit. Die Angelcare Babyphone mit Kamera hat zum Beispiel solche Funktionen.

Ein Babyphone mit zwei Kameras hat den Vorteil, dass Sie den Schlaf des Babys aus verschiedenen Perspektiven filmen können. Oder Sie können die zweite Kamera nutzen, wenn Ihr Baby einmal in einem anderen Zimmer schläft.

Manche Kameras spielen auch Schlaflieder ab, eine nette Spielerei aber nicht unbedingt nötig.

3. Immer alles im Blick – das müssen Sie bei der Installation beachten

Die Kamera sollten Sie bei der Installation so ausrichten, dass stets das komplette Babybett samt Kind im Blickfeld ist. Achten Sie auf den richtigen Winkel und einen ausreichend großen Abstand zum Baby, um die Belastung mit Elektrosmog zu minimieren. Wenn möglich, bringen Sie das Sender-Teil an der Wand an.

Achtung: Achten Sie beim Aufstellen vom Babyphone mit Kamera oder anderen technischen Geräten darauf, dass keine Kabel zu nah an dem Baby sind. Es könnte sich darin verfangen und strangulieren.

4. Eine echte Alternative – das Festnetztelefon als Babyphone

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Auch viele Festnetztelefonat verfügen mittlerweile über eine spezielle Babyphone-Funktion.

Eine gute Alternative sind laut Stiftung Warentest schnurlose Telefone, die heutzutage oft eine Babyphone-Funktion haben. Wird ein bestimmter Lautstärkepegel erreicht, ruft das Telefon eine vorher programmierte Telefonnummer an. So können Sie sich sogar auf dem Mobiltelefon informieren lassen, wenn das Kind schreit und zu Hause mit dem Babysitter allein ist.

Diese Variante ist laut der Tester sicherer als Apps in Kombination mit einer Kamera. Die Reichweite ist praktisch unbegrenzt.

5. Sind Babyphone mit Kamera abhörsicher?

In diesem Punkt sind Video-Babyphone die bessere Wahl. Sie sind digital und aufgrund der DECT-Übertragung gelten diese Geräte als abhörsicher. Das Babyphone wählt automatisch einen freien Kanal, davon hat es in der Regel viele.

Analoge, klassische Babyphone haben dagegen meistens nur wenige Kanäle. Dadurch kommt es zu Störungen mit anderen Geräten und rein theoretisch kann der Nachbar auch mal ungewollt mithören.

6. Was tun, wenn das Baby schreit?

Dieser Punkt ist tatsächlich umstritten. Wenn Sie Ihr Baby weinen hören und auf dem Babyphone-Monitor sehen, dass es wach ist und strampelt, möchten Sie natürlich sofort zu ihm gehen. Es gibt allerdings Kinder, die praktisch immer schreien, sobald sie allein gelassen werden, was für die Eltern zur echten Zerreißprobe wird.

Die umstrittene Ferber-Methode rät, nicht sofort zum Kind zu eilen, sondern dieses ein paar Minuten weinen zu lassen. Es soll so lernen, von alleine wieder einzuschlafen.

Während Studien durchaus einen positiven Effekt feststellen konnten, sträuben sich bei vielen Experten die Nackenhaare. Diese Methode gefährde die Mutter-Kind-Bindung und führe zu psychischen Schäden beim Kind, da das Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung einfach ignoriert werde.

Andere Experten sehen diese Punkte als weniger kritisch an. Schließlich sieht die Methode nicht vor, die Kleinen komplett sich selbst zu überlassen. Es soll Ihnen lediglich ein wenig Zeit gegeben werden, um sich selbst zu beruhigen. Dies funktioniere jedoch oft nicht, kritisieren manche Fachleute und es sei außerdem auch für die Mütter sehr belastend.

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