Babyhängematte Test 2018

Die besten Babyhängematten im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Babyhängematten unterstützen den Rücken von Babys und sind für die Wirbelsäule der Kleinen gerade in den ersten Monaten sehr gut, allerdings sind sie nicht als dauerhafter Schlafplatz geeignet.
  • Einen großen Unterschied bei der Wahl der Babyhängematte macht vor allem die Aufhängung. Sie können zwischen Einpunktbefestigung und Zweipunktbefestigung wählen.
  • Bei der Wahl der Babyhängematte spielen auch die verwendeten Materialien und die Sicherheit eine große Rolle. In beiden Fällen können Zertifikate und Siegel bei der Kaufentscheidung helfen.

babyhängematte-test

Säuglinge brauchen die Nähe zu den Eltern und sollten deshalb vor allem in den ersten Lebensmonaten auch tagsüber in deren Nähe schlafen. Doch das Babybett steht im Schlafzimmer und der Maxi-Cosi ist nicht für längeres Liegen geeignet. Was also tun?

Babyhängematten sind eine tolle Alternative. Sie sind flexibel und unterstützen die Wirbelsäule des Neugeborenen, die in den ersten Monaten noch nicht völlig gestreckt ist. So wird durch die Babyhängematte der Rücken geschont.

Beim Kauf einer Hängematte für Ihr Baby werden Sie sich sicherlich zuerst Gedanken um die Sicherheit machen. In unserem Babyhängematten-Vergleich 2018 verraten wir Ihnen, warum sowohl die Anbringung als auch die Sicherung des Babys in der Hängematte mit Hilfe von Gurten ebenso eine Rolle spielen wie Material und Gewicht. Die Farbe dagegen ist reine Geschmackssache.

1. Ist die Babyhängematte gesund? Es gibt Kritiker und Befürworter

Hängematten für Babys sind im Grunde genommen keine neuen Erfindungen. In Kulturen, in denen Säuglinge in einem Tuch getragen werden, sind auch Hängematten verbreitet. Das Tragetuch wird dort dann z.B. einfach an einem Baum aufgehängt und so zur Hängematte umfunktioniert.

Auch bei uns werden Babyhängematten immer beliebter. Gerade für die ersten Monate, werden sie von Hebammen auch gerne empfohlen, denn die Hängematte stützt die natürliche Krümmung, die die Wirbelsäule von Babys noch hat.

1.1. Hängematten und Babys Rücken

baby gitterbett
Gitterbetten fürs Baby lassen sich nur schwer transportieren.

Neugeborene haben noch einen runden Rücken, der aus der Entwicklung im Mutterleib resultiert. Man nennt das auch Totalkyphose. Erst im Laufe des ersten Lebensjahres streckt sich der Rücken langsam und die typische S-förmige Wirbelsäule bildet sich aus.

Wenn das Kind anfängt, den Kopf selbständig zu heben, sind die sieben Halswirbel gestreckt. Als nächster Entwicklungsschritt strecken sich die Brustwirbel. Wenn das Kind dann eigenständig sitzen kann, ist die Streckung der Wirbelsäule abgeschlossen.

Um eine langsame und behutsame Umstellung zu ermöglichen, macht es Sinn, die Totalkyphose noch hin und wieder durch das Liegen in einer Hängematte oder einer Federwiege zu unterstützen. Die Haltung in der Babyhängematte mit dem Rücken als tiefsten Punkt entlastet die Wirbelsäule und ist daher gut für den Rücken.

Auch Physiotherapeuten empfehlen Babyhängematten für die ersten Lebensmonate. Ein weiterer Vorteil von Babyhängematten ist, dass die Säuglinge darin mit etwas erhöhtem Kopf liegen, was gegen Reflux-Probleme hilft. Auch Blähungen werden durch die Rundung leichter gelöst.

1.2. Hängematten und die beruhigende Wirkung

Neben dem positiven Effekt für den Rücken haben Babyhängematten auch psychologische Vorteile. Im Gegensatz zu Gitterbett oder Laufstall sind die Babyhängematten sehr mobil. Sie können sie immer dort aufstellen, wo Sie sich gerade befinden. Das beruhigt den Säugling, der die körperliche Nähe zu den Eltern unbedingt braucht. Die schaukelnde Bewegung beruhigt außerdem und fördert das Einschlafen.

Hängematten fördern sogar den Gleichgewichtssinn und den Orientierungssinn der Babys auf ganz natürliche Weise.

1.3. Was gegen Hängematten für Babys spricht

Auch wenn viele Eltern mit der Babyhängematte gute Erfahrungen machen: Ein Hauptproblem liegt manchmal in den Vorlieben des Kindes. Nicht jedes Baby mag es, in der Hängematte zu liegen. Wenn das Baby sich darin nicht wohl fühlt, macht es keinen Sinn, es weiter damit zu versuchen.

Achtung: Tatsache ist, dass die Hängematten nicht für den Nachtschlaf geeignet sind, da sich die Wirbelsäule verformen könnte.

Wir raten Ihnen, wie bei den meisten Dingen, auf das richtige Maß zu achten. Natürlich können Sie Ihr Kind zwischendurch zum Schlafen in die Hängematte legen. Probieren Sie jedoch auch andere Möglichkeiten aus und achten Sie immer darauf, wie Ihr Kind sich wohl fühlt.

Beachten Sie: Das Baby kann sich in der Hängematte schwer drehen und kann so in eine Position geraten, in der es schlecht Luft bekommt. Daher sollten Sie das Baby in der Hängematte niemals unbeaufsichtigt lassen.

2. Aufhängung, Material und mehr – diese Unterschiede gibt es bei Babyhängematten

2.1. Babyhängematte – die Aufhängung macht den Unterschied

Die Auswahl an Babyhängematten im Handel ist groß und verwirrend. Zu den größten Herstellern gehören Amazonas, Babylonia, Eyepower, HOBEA, La Siesta, Kängurooh, Lola, Nonomo, Petite Planète und Roba. Sie finden bei diesen Herstellern verschiedene Arten der Aufhängung. Mit Gestell, mit Haken oder zum Beispiel einer Türklammer. Die Frage der Fixierung spielt auch in diversen Babyhängematten-Tests 2018 eine große Rolle. Grundlegend kann man zwischen zwei Kategorien unterscheiden:

  • Hängematten mit Zweipunktaufhängung
  • Hängematten mit Einpunktaufhängung

Hängematten mit Einpunktaufhängung werden auch als Federwiege bezeichnet. Sie werden entweder an einem Gestell fixiert oder an der Zimmerdecke. Manche Modelle können auch am Türrahmen aufgehängt werden.

Manche Babyhängematten mit Einpunktaufhängung haben ein Federsystem, das ein Wippen nach oben und unten ermöglicht. Die Hängematten können außerdem gedreht werden. Viele Eltern machen mit einer Federwiege gute Erfahrung. Der Montageaufwand ist allerdings recht hoch. Beispiele für solche Modelle sind die Babyhängematte Nonomo oder die Babyhängematte Kangoo des Herstellers Amazonas. Letztere ist optisch einem Kängurubeutel nachempfunden.

Art der Aufhängung Eigenschaften
Einpunktaufhängung
baby haengematte einpunkt
  • wird nur an einem Punkt fixiert
  • muss zumeist aufwändig montiert werden
  • optional mit Federsystem für Wipp-Bewegung
    Befestigung an Gestell, Decke oder Tür
Zweipunktaufhängung
baby haengematte zweipunkt
  • wird an zwei Punkten fixiert
  • Anbringung an Ständer, Möbelstück, Wand oder Tür
  • einfacher Auf- und Abbau
  • Schaukelbewegung nur seitlich

Bei einer Zweipunktaufhängung wird die Hängematte an zwei Punkten befestigt. Das geschieht entweder an einem Ständer, wie bei der Babyhängematte Koala von Amazonas oder an der Wand, der Tür oder einem stabilen Möbelstück.

Die Hängematte kann bei der Aufhängung an zwei Punkten nur zur Seite schwingen. Dafür sind Auf- und Abbau schnell und einfach zu erledigen. Diese Modelle sind damit sehr praktisch und flexibel einsetzbar.

Besonders Hängematten mit Holzgestell können Sie ohne Aufwand einfach von einem in den anderen Raum mitnehmen. Natürlich können Sie sie bei schönem Wetter auch draußen als Outdoor-Hängematte verwenden. Achten Sie aber bei der Anschaffung auf das Produktgewicht, damit Ihnen der Transport nicht so schwer fällt.

Lesen Sie hier die Vor- und Nachteile der Modelle mit Zweipunktaufhängung:

  • Aufbau ist sehr einfach
  • die Hängematte kann von einem Raum in den anderen leicht mitgenommen werden
  • kein Drehen möglich
  • keine ergänzende Wipp-Funktion möglich

2.2. Weich und kuschelig – das Material

haengematte familie
Hängematten stehen bei Familien hoch im Kurs, denn hier kann man ausgiebig kuscheln.

Das Material der Liegefläche besteht zumeist aus Baumwollgewebe, wie auch die Babyhängematten von Amazonas. Die Qualität des Stoffs spielt dabei eine große Rolle, denn schließlich soll das Kind nicht in Kontakt mit Schadstoffen kommen. Einige Hersteller wie Nonomo oder La Siesta haben Hängematten mit Bio-Baumwolle im Sortiment. In jedem Fall sollte das Material einer strengen Qualitätskontrolle unterworfen worden sein. Entsprechende Öko-Siegel geben Aufschluss über die Qualität.

Tipp: Die Baumwolle ist als Material für Hängematten sehr pflegeleicht. Normalerweise können Sie die Stoffe einfach bei 30-40 Grad in der Waschmaschine waschen.

Bei einer Stabhängematte oder einer Hängematte mit Gestell ist dieses meistens aus Holz gefertigt. Auch hierbei sollten Sie auf eine möglichst niedrige Belastung mit Schadstoffen achten. Im Babyhängematten-Vergleich tun sich Modelle hervor, die aus unbehandeltem Naturmaterial bestehen.

2.3. Babyhängematten im Test: Immer auf Nummer sicher gehen

Hilfe bei Reizüberflutung

Babys schreien oft, weil sie von zu vielen Reizen überflutet werden. Das abgeschirmte Liegen in der Hängematte kann dagegen helfen. Auch das Schaukeln setzt die Reizempfindlichkeit herab und so werden Babys durch das Liegen in einer Hängematte, einer Babywippe oder einer Babyschaukel ruhiger.

Die Sicherheit spielt in jedem Babyhängematten-Test eine große Rolle. Die beste Babyhängematte ist auf jeden Fall mit einem Sicherheitsgurt ausgestattet. Diese Riemen sollen sicherstellen, dass das Baby, auch wenn es sich bewegt, nicht aus der Hängematte fallen kann. Meistens wird ein 3-Punkt-System verwendet.

Andere Modelle haben eine Art Sicherheitshöschen, das den Säugling an Ort und Stelle festhält. Gut sind auch externe Gurte, die nicht nur ein Herausrutschen des Babys, sondern auch ein zu starkes Schaukeln verhindern. Bei einem wahren Babyhängematten-Vergleichssieger gibt es solche Gurte auf jeden Fall, denn sie erhöhen die Sicherheit deutlich.

Generell sollten Sie, wenn Sie eine Babyhängematte kaufen möchten, darauf achten, dass sie TÜV-geprüft ist, bzw. ein GS-Siegel hat. Dann können Sie auch bedenkenlos eine günstige Babyhängematte kaufen. Denn auch wenn die Stiftung Warentest bisher keine Babyhängematten im Test untersucht hat: Der TÜV prüft die Produkte regelmäßig auf ihre Sicherheit.

2.4. Komfort und Ergonomie beachten

Damit die Hängematte Ihrer stützenden Wirkung für die Wirbelsäule nachkommen kann, muss das Material möglichst weich sein. Dann kann sich die Unterlage an den Körper des Babys anschmiegen.

Gut ist, wenn Sie die Hängematte leicht in der Form verstellen können. Wenn Sie zum Beispiel die Seiten hochbinden, ist das Kind besonders geschützt. Wenn Sie sie herunterlassen, sieht es mehr von der Umgebung. Für den Komfort ist zudem eine zusätzliche Polsterung gut, die leicht wärmend ist und den Säugling noch weicher liegen lässt.

3. Hinweise zur Nutzung – das müssen Sie beachten

3.1. Bis zu welchem Alter kann man die Babyhängematte verwenden

Hersteller und Experten raten in der Regel zu einer Nutzung der Hängematte als Schlafplatz bis zu einem Alter von höchstens 12 Monaten. Allerdings auch dann nicht als festen Schlafplatz für die Nacht, sondern nur für ein paar Stunden am Tag. Die Hängematte ersetzt weder Babybett noch Babywiege.

Hängehöhle für Kinder
Für ältere Kleinkinder empfiehlt sich der Kauf einer sogenannten Hängehöhle.

Auch etwas ältere Kinder liegen gerne noch mal zum Entspannen oder während des Spielens in der Matte. Spätestens ab einem Alter von etwa drei Jahren wird die Hängematte für Kinder aber schlichtweg zu klein sein.

Beachten Sie, dass es für viele der Produkte Altersempfehlungen und Höchstgrenzen bei der Gewichtsbelastung gibt. Die meisten Babyhängematten sind nur mit einem max. Körpergewicht bis zu 15 Kilo belastbar. Sie können danach aber vielleicht eine spezielle Hängeschaukel für Kinder anschaffen.

3.2. Die Reinigung der Babyhängematte

Die meisten Hängematten können Sie in der Waschmaschine waschen. Beachten Sie dabei die Waschanleitung des Herstellers. Kleine Flecken können Sie einfach mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel entfernen.

3.3. Kann man eine Babyhängematte selber bauen?

kinder haengematte basteln
Sie haben handwerkliches Geschick? Basteln Sie Ihrem Kind selbst eine Hängematte.

Mit etwas handwerklichem Geschick können Sie eine Babyhängematte auch selbst basteln. Allerdings sind Material- und Zeitaufwand nicht unerheblich, weshalb wir Ihnen eher zu einer preiswerten fertigen Hängematte raten. Sie müssen auch genau überlegen, wie Sie die Babyhängematte befestigen möchten. Wenn Sie aber dennoch selbst basteln wollen, finden Sie hier eine gute Anleitung.

3.4. Dieses Zubehör macht Sinn

Für eine Federwiege brauchen Sie ein Gestell oder aber das Zubehör für die Befestigung an der Decke oder Tür. Ähnlich wie bei einem Hängesessel oder Hängestuhl benötigen Sie einen Karabinerhaken. Für den Türrahmen bieten sich Türklammern an. Oft bieten Hersteller Hängematten als komplettes Set an, das bereits alles beinhaltet, was Sie zur Anbringung brauchen.

3.5. Gibt es auch eine Babyhängematte für Fahrradanhänger?

Tatsächlich gibt es eigens für diesen Gebrauch konstruierte Hängematten. Sie haben den Vorteil, dass Stöße gut abgefedert werden und sie verfügen über ein sicheres Gurtsystem. Genau genommen handelt es sich aber eher um so etwas wie einen Babysitz.

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