Taschengeldtabelle: Orientierung bei der Taschengeldvergabe

Taschengeldanspruch
  • Warten Sie mit dem ersten Taschengeld nicht zu lange.
  • Eine Taschengeldtabelle dient Ihnen nur als Anhaltspunkt. Ihre jeweilige finanzielle Situation sollten Sie natürlich mit in Ihre Überlegen einbeziehen.
  • Soll Ihr Kind viele finanzielle Angelegenheiten selbst entscheiden, benötigt es deutlich mehr Taschengeld.

Der Sinn des Taschengelds liegt klar auf der Hand. Ihre Kinder sollen lernen, mit Geld umzugehen. Dass das gar nicht so leicht ist und viele Menschen früh in eine Schuldenspirale gleiten, zeigt sich daran, dass der Großteil aller überschuldeten Personen laut dem Statistischen Bundesamt jünger als 35 Jahre ist.

In unserem Beitrag zum Thema Taschengeldtabelle stellen wir Ihnen einige Empfehlungen vor, wie Sie die Höhe des Taschengelds einteilen können. Dabei gehen wir auf die unterschiedlichen Altersgruppen sowie die individuell im Vordergrund stehenden Bedürfnisse ein.

1. Früh übt sich

Taschengeldgesetz

Das erste Sparschwein ist etwas ganz Besonderes!

Taschengeld ist nicht nur etwas für ältere Kinder. Je eher Ihr Nachwuchs einen Blick auf die eigenen Finanzen werfen kann, desto besser. Das ideale Alter, um den Umgang mit Geld zu lernen, liegt bei vier bis fünf Jahren.

Viele Eltern zögern relativ lange und geben Ihrem Kind nur hin und wieder etwas Geld zum Bezahlen. Um den Umgang jedoch tatsächlich zu üben, benötigen Sie eine kontinuierliche, am besten wöchentliche, Auszahlung.

Es gibt keine Taschengeldverordnung, jedoch können Sie sich in den ersten Jahren an der folgenden Taschengeldtabelle orientieren:

Alter Taschengeldhöhe pro Woche
mit vier bis fünf Jahren zwischen 50 Cent und einem Euro
mit sechs Jahren zwischen einem und zwei Euro
im Alter von sieben oder acht Jahren etwa zwei bis drei Euro
mit neun oder zehn Jahren ca. drei bis vier Euro

Nehmen Sie in der Grundschulzeit Ihrer Kinder am besten eine wöchentliche Auszahlung vor. Bei längeren Intervallen fällt es kleinen Kindern noch sehr schwer, sich Ihr Geld angemessen einzuteilen.

Wenn Sie sich an der Taschengeldtabelle orientieren, achten Sie darauf, dass Sie das Taschengeld stetig erhöhen. Da es nicht um große Summen geht, können Sie auch Erhöhungen um 10 oder 20 Cent vornehmen.
Kommt Ihr Kind zu Ihnen, denken Sie ernsthaft über den Wunsch der Taschengelderhöhung nach. Jedoch sollten Sie den Betrag nicht öfter als alle drei Monate steigern. Ansonsten wird es schnell zur Gewohnheit, dass das Geld bei Bedarf mehr wird.

2. Die Taschengeldtabelle als Schüler

Jugendamt Sackgeldtabelle

Mit dem Alter steigt die Verantwortung.

Geht es für Ihre Kinder auf die weiterführende Schule, ändert sich die Taschengeldempfehlung. Statt einmal in der Woche das Portemonnaie zu öffnen, reicht es nun, wenn Sie eine Zahlung pro Monat vereinbaren.

Wenn Sie diese Änderung vornehmen, sollte dies automatisch mit einer kleinen Erhöhung des bisherigen Taschengelds verbunden sein. Neben ein paar Süßigkeiten und Zeitschriften oder Comics, kommen zunehmend andere Interessen auf, für die Ihr Kind etwas mehr Geld benötigt.

Wichtig ist, dass das Taschengeld lediglich für Extras gedacht ist. Alle erforderlichen Dinge sind nicht vom Taschengeld zu bezahlen. Ansonsten wäre die Summe viel zu niedrig angesetzt. Die folgende Taschengeldtabelle soll Ihnen lediglich eine Möglichkeit aufzeigen.
Erwarten Sie von Ihrem Kind mehr Eigenverantwortung und möchten Sie dies frühzeitig fördern, reicht diese Taschengeldempfehlung nicht aus.

Alter Taschengeld pro Monat
mit 11 bis 12 Jahren etwa 20 bis 25 Euro
mit 13 Jahren zwischen 25 und 30 Euro
als 14-Jährige/r ca. 35 Euro

Beachten Sie bitte, dass dieser Taschengeldspiegel lediglich als Durchschnitt gilt. Haben Sie ein niedriges Einkommen und mehrere Kinder, können Sie durchaus etwas weniger Taschengeld geben. Steht Ihnen selbst deutlich mehr Geld zur Verfügung, können Sie Ihr Kind auch etwas großzügiger unterstützen.

In diesem Fall ist es jedoch wichtig, dass Sie darauf achten, dass das Taschengeld altersgerecht bleibt. Es ist nicht das Ziel des Taschengelds, davon alle Wünsche finanzieren zu können.

Folgende Kosten sollten Sie entweder auf die Taschengeldtabelle draufrechnen oder aber zusätzlich bezahlen:

  • Ausgaben für Kosmetika (nur im normalen Bereich, es muss nicht der beste Nagellack sein)
  • Handykosten
  • Kinobesuche oder Essen gehen (in normale, Maß)
  • Kosten für Hobbies oder Spiele

Da es den meisten Kinder schwer fällt, alle Kosten im Blick zu behalten, sollten Sie Ihren Kindern nicht alle Ausgaben überlassen. Ansonsten passiert es schnell, dass das zunächst sehr üppige Geld allzu schnell verbraucht ist.

Tipp: Richten Sie bei Ihrer örtlichen Bank ein Schüler- oder Jugendkonto ein. Dies ist in der Regel kostenlos und erleichtert Ihnen die monatliche Auszahlung. Gleichzeitig lernen Ihre Kinder den Umgang mit der ersten EC-Karte sowie digitalem Geld kennen.

3. Das Leben als Teenager ist teuer

Taschengeld als Belohnung

Mit dem Alter ändern sich die Prioritäten.

Jugendliche geben Ihr Geld weniger für Süßigkeiten und Eis aus. Im Mittelpunkt stehen laut einer Umfrage Kosten für das Nachtleben, Kleidung und Accessoires sowie fürs Essen und Trinken.

Auch wenn Ihre Kinder keinen Anspruch auf Taschengeld haben, so ist das Geld besonders als Jugendlicher elementar. Wer noch keinen eigenen Job hat, ist auf die monatliche Finanzspritze der Eltern angewiesen.

Es ist nicht immer einfach, den richtigen Mittelweg zu finden. Auf der einen Seite müssen auch Jugendliche noch lernen, verantwortungsvoll mit Geld umzugehen. Auf der anderen Seite sollten Sie Ihrem Nachwuchs jedoch auch etwas Freiheit lassen, um ein paar Erfahrungen sammeln zu können, für die Geld unbedingt nötig ist.

Die folgende Taschengeldtabelle soll hier lediglich als grober Richtwert dienen. Besonders im Jugendalter sind die Ansprüche sehr verschieden, sodass pauschale Aussagen schwierig sind. Ist Ihr Kind beispielsweise relativ jung in seiner Klasse, benötigt es eher mehr Geld, da es vermutlich eher ältere Freunde hat.

Alter monatliches Taschengeld
mit 15 Jahren etwa 40 Euro
mit 16 oder 17 Jahren zwischen 50 und 70 Euro
ab 18 Jahren 80 bis 100 Euro
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (60 Bewertungen, Durchschnitt: 4,20 von 5)
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