Spiele für draußen: Diese Spiele können Sie mit Ihrem Kind draußen spielen

Spiele für draußen Ratgeber

Einige Gruppenspiele eignen sich besonders gut für das Spielen im Garten, im Park oder im Wald. Manche sind je nach Gegebenheiten sowohl für das Spielen an der frischen Luft als auch im Haus geeignet. Hier finden Sie eine Übersicht über Ball-, Lauf-, Kreativ- und Geschicklichkeits- Spiele für Kinder, die sich alle gut draußen spielen lassen.

1. Blau und Rot

Für dieses Spiel werden zwei Teams – ein blaues und ein rotes – und ein Farbansager benötigt. Beide Teams stellen sich einander gegenüber in je eine Reihe auf. Zwischen den Teams sollten etwa 2 bis 3 Meter Platz sein. Nun drehen alle Kinder dem jeweils anderen Team den Rücken zu und schauen nach außen schauen.

Der Farbansager stellt sich etwas abseits der Teams auf. Dann ruft er entweder „blau!“ oder „rot!“. Die genannte Mannschaft ist die Fängermannschaft. Sie dreht sich so schnell wie möglich um und versucht möglichst viele des anderen davon laufenden Teams zu fangen.

Die Runde wird beendet, wenn der Farbenansager je nach Absprache bis 20 oder 30 gezählt hat. Alle gefangenen Kinder gehören dann zur gegnerischen Mannschaft und das Spiel beginnt von neuem. Ziel ist es, am Ende das größere Team zu haben, beziehungsweise alle gegnerischen Spieler ins eigene Team zu fangen.

Ein besonders kreativer Farbansager kann auch anfangen eine kleine Geschichte zu erzählen. Irgendwann kommt dann plötzlich das Wort „blau“ oder „rot“ vor. Das erhöht die Spannung, denn die Teams wissen nicht genau wann sie losrennen müssen.

2. Dreierabschlag

Dreierabschlag ist ein Laufspiel, das großen Spaß macht. Dazu teilen sich alle Mitspieler in zwei gleich große Gruppen auf und stellen sich je in eine Reihe an zwei gegenüberliegende Enden eines vorher abgegrenzten Spielfelds auf.

Eine Gruppe beginnt, indem ihr erster Mitspieler sich auf den Weg zum gegenüber stehenden Team macht. Alle Mitglieder der gegnerischen Gruppe halten dem Spieler mit ausgestrecktem Arm die Handflächen hin. Der Spieler der Gruppe, die an der Reihe ist, schlägt nun drei gegnerische Spieler seiner Wahl ab. Der Spieler, der als drittes abgeschlagen wurde, versucht den davon laufenden Spieler zu fangen, bevor er die Spielfeldlinie seiner Gruppe wieder überschritten hat.

Gelingt ihm dies, ist das gefangene Kind nun Gefangener der anderen Gruppe. Kann der Fänger ihn allerdings nicht rechtzeitig abschlagen, ist er selbst anschließend Gefangener der Gruppe des schnelleren Kindes.

Ein Gefangener stellt sich hinter das Kind, gegen das er das Laufduell verloren hat. Allerdings kann ein einmal gefangenes Kind auch wieder befreit werden, nämlich dann, wenn das Kind, hinter dem es steht, in einer der nächsten Runden geschlagen wird und es selbst zum Gefangenen wird.

Sobald eine Gruppe alle Mitglieder des gegnerischen Teams gefangen genommen hat, gewinnt sie das Spiel.

3. Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?

Für „Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?“ wird ein Spielfeld benötigt. Je nach Anzahl der Kinder reicht eine kleinere Fläche aus, deren Anfang und Ende mit einem Kreidestrich, kleinen Gegenständen oder Ähnlichem markiert wird. Ein Kind, der Fischer, steht am einen Ende des Spielfelds, während sich die anderen Kinder am anderen Ende aufstellen.

Sie rufen: „Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?“, woraufhin der Fischer mit einer Tiefenangabe antwortet. Die Gruppe der Kinder fragt nun: „ Und wie kommen wir darüber?“. Der Fischer überlegt sich eine Fortbewegungsart, wie Springen, Schleichen, Krabbeln etc., ruft es den anderen Kindern zu, woraufhin diese versuchen möglichst schnell auf die angegebene Art auf die andere Seite zu kommen.

Der Fischer läuft der Gruppe der Kinder auf dieselbe Art entgegen und versucht möglichst viele Kinder vor Erreichen der anderen Seite zu fangen. Die gefangenen Kinder gehören in der nächsten Runde zum Fischer und das Spiel wird so lange wiederholt, bis alle Kinder zu Fischern geworden sind.

4. Kettenfangen

Im Unterschied zum klassischen Fangen ist bei dieser Variante des Fangenspiels Gruppenzusammenhalt gefragt. Denn hierbei halten sich mehrere Fänger an den Händen und bilden eine immer länger werdende Kette.

Innerhalb eines abgegrenzten Bereichs beginnen zunächst zwei Fänger, die sich an den Händen halten, ihre Mitspieler zu fangen. Sobald ein Kind geschnappt wurde, schließt es sich der Kette an. Jedoch kann man nur durch das erste und letzte Kind der Reihe geschnappt werden.

Es wird so lange gespielt, bis alle Kinder zu einer langen Kette gehören. Dann kann das Spiel erneut starten.

5. Klassisches Verstecken und Fangen

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Der Klassiker auf jedem Kinderfest: Verstecken und Fangen

Bei der klassischen Variante von „Verstecken“ hält sich ein Kind die Augen zu und zählt bis zu einer verabredeten Zahl. In der Zeit suchen sich die anderen Mitspieler ein Versteck. Hat das andere Kind herunter gezählt, macht es sich auf die Suche nach seinen Mitspielern. Sobald ein Kind gefunden wurde, muss es aus seinem Versteck kommen. Es kann dann bei der Suche der anderen Kinder mithelfen.

Bei „Fangen“ bestimmen die Mitspieler ein Spielfeld. Der Fänger versucht möglichst schnell ein anderes Kind abzuschlagen, während diese vor ihm wegrennen. Gelingt ihm dies, wechseln sie die Rollen und das gefangene Kind wird selber zum Fänger.

6. Kopf-an-Kopf-Rennen mit Luftballons

Bei diesem Spiel ist Geschicklichkeit und guter Teamzusammenhalt gefragt. Zunächst werden eine Start- und eine Ziellinie bestimmt. Die Kinder tun sich in Zweierteams zusammen. Jedes Paar erhält einen aufgeblasenen Luftballon. Sie stellen sich einander gegenüber und klemmen den Ballon zwischen ihren Köpfen ein.

Nun müssen die Zweierteams zusammen mit dem Ballon möglichst schnell die Ziellinie erreichen. Auf dem Rückweg kann gewechselt werden. Nun kann der Ballon zwischen den Bäuchen oder Rücken an Rücken eingeklemmt werden.

Wer den Ball fallen lässt oder zum Platzen bringt, muss noch einmal an der Startlinie beginnen. Das Team, welches als erstes wieder beim Start angekommen ist, hat gewonnen.

7. Ochs am Berge

Bei diesem Laufspiel geht es darum, den „Ochs am Berge“ als erster zu erreichen, ohne beim Rennen erwischt zu werden. Ein Kind wird zum Ochsen bestimmt. Es stellt sich mit dem Rücken zu den anderen Kindern an eine Wand oder einen Baum. Die übrigen Kinder stellen sich in einer vorher bestimmten Entfernung, circa 5 bis 10 Meter vom Ochsen entfernt, auf.

Nun hält der Ochse sich die Augen zu und ruft laut: „Ochs am Berge eins, zwei drei!“, dann dreht er sich so schnell wie möglich um. Während der Ochse nicht hinsieht und seinen Spruch ruft, versuchen die übrigen Kinder, so schnell wie möglich zu ihm zu rennen. Sobald der Ochse jedoch fertig ist und hinsehen darf, müssen alle Kinder still stehen. Sieht der Ochse ein Kind, das sich noch bewegt, muss es hinter die Linie zurück.

Ziel des Spieles ist es, den Ochsen als erstes Kind zu erreichen. Durch schnelleres oder langsameres Sprechen seines Spruchs kann der Ochse die Spielgeschwindigkeit und die Schwierigkeit erhöhen.

8. Schattenfangen

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Für sonnige Tage bestens geeignet: Schattenfangen

Schattenfangen kann sowohl bei Sonnenschein als auch auf einem gut beleuchteten Platz am Abend gespielt werden. Anstatt die Mitspieler durch Abschlagen zu fangen, reicht es bei dieser Variante, deren Schatten zu fangen. Das kann bedeuten, dass je nach Absprache der Schatten des Fängers den Schatten der anderen Kinder nur berühren muss oder dass der Fänger über oder in den Schatten der Läufer springt.

Wurde der Schatten eines Kindes gefangen, ist dieses nun mit Fangen an der Reihe. Alternativ kann auch abgesprochen werden, dass die Kinder nun zu zweit weiter fangen, bis alle Schatten gefangen wurden.

9. Schweinchen

Schweinchen ist ein Ballspiel für drei oder mehr Kinder. Benötigt wird ein kleines rechteckiges Spielfeld, welches auch mit Kleidungsstücken, Stöcken oder einem Kreidestrich abgegrenzt werden kann, und ein Ball.

Zwei Spieler stehen an den gegenüber liegenden Enden des Spielfeldes, während die übrigen Kinder sich im Feld aufhalten. Die beiden Spieler werfen sich den Ball zu, während die Spieler im Feld versuchen den Ball abzufangen, bevor er die andere Seite erreicht.

Sobald einem Kind aus dem Feld dies gelingt, tauscht es mit dem Werfer, der nun selber „Schweinchen“ ist.

Bei einer anderen Variante von Schweinchen, bei der mehr als 3 Kinder mitspielen müssen, tauschen die Mitspieler nicht sobald ein Ball abgefangne wurde, sondern alle Kinder, die in der Mitte als Schweinchen standen, kommen nach und nach durch Abfangen in das Außenfeld, bis schließlich keiner mehr in der Mitte steht.

10. Sitzfangen

Dieses Laufspiel ist eine Variante des Fangens und kann bei gutem Wetter draußen gespielt werden.

Es wird ein Fänger und ein Läufer bestimmt. Die anderen Kinder setzen sich im Spielfeld verteilt auf den Boden. Der Läufer darf sich, wenn er nicht mehr kann, einfach neben eines der Kinder auf den Boden setzen. Sofort muss das vorher dort sitzende Kind aufstehen. Es wird nun zum Fänger. Der vorherige Fänger wird nun zum Läufer, bis er sich neben ein anderes Kind setzt.

Gelingt es dem Fänger, den Läufer abzuschlagen, bevor er sich neben ein anderes Kind setzt, tauschen die beiden die Rollen.

11. Tausendfüßler-Rennen

Das Tausendfüßler-Rennen findet am besten auf einer Wiese statt. Es kann sowohl als einzelnes Spiel als auch als Teil einer Olympiade oder eines anderen Spiels veranstaltet werden.

Dafür bilden die Teilnehmer zwei Teams und legen eine Start- und Ziellinie fest. Alle Rennteilnehmer ziehen sich die Schuhe aus und stellen sich hintereinander in einer Reihe an der Startlinie auf. Dann begeben sich die Rennteams auf alle Viere. Außer dem ersten Kind in der Reihe ergreifen nun alle die Fersen des Kindes vor ihnen.

Auf die Plätze – fertig – los! Auf diesen Befehl hin startet das Tausendfüßler-Rennen. Beide Teams versuchen so schnell wie möglich mit allen Kindern das Ziel zu erreichen. Das Team, welches als erstes vollzählig die Ziellinie überschreitet hat gewonnen.

12. Verstecken mit Freischlagen

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Verstecken mit Freischlagen ist eine Variante des klassichen Versteckens

Bei dieser Variante von „Verstecken“ geht es nicht nur darum, die versteckten Kinder zu finden, sondern auch darum, vor ihnen am so genannten „Freimal“ zu sein.

Das Kind, welches bestimmt wurde die anderen zu suchen, stellt sich mit geschlossenen Augen an das Freimal. Nun zählt es bis zu einer vereinbarten Zahl oder sagt einen Versteckreim auf. Währenddessen versuchen die anderen Kinder ein möglichst gutes Versteck zu finden. Hat das Kind fertig gezählt, beginnt es die anderen zu suchen.

Sobald es ein Kind entdeckt hat, laufen beide um die Wette zum Freimal. Ist das Kind, das sich versteckt hat, zuerst angekommen, kann es sich freischlagen. Ist das Kind, welches die anderen sucht, zuerst da, wird das andere Kind abgeschlagen und gilt als gefunden.

Jedoch können die versteckten Kinder auch schon vor dem Entdeckt-werden versuchen sich frei zu schlagen. Dafür müssen sie möglichst schnell und möglichst unentdeckt zum Freimal kommen, während das suchende Kind unterwegs ist oder nicht aufpasst.

13. Zeitungsrennen

Für ein Zeitungsrennen werden zwei Teams gebildet und eine Start- sowie eine Ziellinie festgelegt. Jedes Kind bekommt für das Rennen zwei Zeitungsseiten mit Hilfe derer es vom Start bis ins Ziel laufen muss. Doch aufgepasst: alle Kinder dürfen nur von einer Zeitungsseite auf die andere treten. Wer daneben tritt muss noch einmal zum Ziel zurück.

Nacheinander versuchen nun alle Kinder eines Teams möglichst schnell das Ziel zu erreichen. Doch erst wenn ein Kind es geschafft hat, darf das nächste starten. Das schnellste Team gewinnt das Rennen.

Um das Rennen zu erschweren können weitere Regeln aufgestellt werden. Beispielsweise kann vereinbart werden, dass die Zeitungen nicht reißen dürfen. Passiert dies doch, muss das Kind wieder zurück an die Startlinie.

 

Auch viele Spiele, die wir für Drinnen geeignet sehen, können auch ohne Probleme mit viel Spaß draußen gespielt werden. Hier kommen Sie zu unseren Spielen für Drinnen.

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