Quereinstieg Erzieher: Diese Möglichkeiten haben Sie, um als ErzieherIn einzusteigen

Quereinstieg-Erzieherin-Ratgeber
  • Es gibt unterschiedliche Anforderungen an die Ausbildung als Erzieherin.
  • Der Quereinstieg als Erzieherin ist möglich, jedoch zeitintensiv.
  • In einigen Bundesländern gestaltet sich der Quereinstieg extrem schwierig.

Der Job als Erzieherin ist zukunftssicher. Zudem gibt es derzeit zahlreiche offene Stellen. Die Ausbildung als staatlich anerkannte Erzieherin ist jedoch zeitintensiv und nicht bundeseinheitlich geregelt.

Doch auch der Quereinstieg als Erzieherin ist eine Möglichkeit, um im Kindergarten oder der Kita zu arbeiten.
In unserem Ratgeber erfahren Sie, welche Voraussetzungen Sie mitbringen sollten, um den Beruf der Erzieherin ausüben zu können.


1. Bundesuneinheitliche Regelungen erschweren den Quereinstieg als Erzieherin

Erzieherin gesucht Fachschulabschluss

Voraussetzung ist zumeist ein Abschluss an einer Fachschule für Sozialpädagogik.

Leider läuft die Ausbildung zur Erzieherin in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich ab.
Um als Erzieherin arbeiten zu können, ist in der Regel ein Abschluss an einer Fachschule für Sozialpädagogik notwendig. Die Voraussetzungen, um an dieser Fachschule aufgenommen zu werden, variieren jedoch.
In der Regel ist ein vorheriger fachlicher Berufsabschluss mit erzieherischem Hintergrund eine Zulassungsvoraussetzung. Einige Bundesländer haben jedoch inzwischen beschlossen, auch Personen mit fachfremden Berufsabschlüssen anzunehmen.
Dazu gehören:

  • Berlin
  • Sachsen
  • Hamburg
  • Schleswig-Holstein
  • Rheinland-Pfalz
Der geringe Männeranteil in der Kita

Um eine Umschulung als Erzieher nicht nur für Frauen interessant zu machen, wurde im Jahr 2010 die Koordinationsstelle „Männer in Kitas
ins Leben gerufen.

In den übrigen Bundesländern müssen Sie, sofern Sie die Ausbildung als Erzieherin anstreben, einschlägige praktische Erfahrung im Kindergarten, einer Kita oder einer anderen sozialpädagogischen Einrichtung nachweisen können.
Dabei differenzieren die einzelnen Bundesländer sehr stark. Die Praxisphase reicht daher von einem Monat bis hin zu drei Jahren.

Die Bundesländer Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern sowie Thüringen machen die Weiterbildung zur Erzieherin für Quereinsteiger nahezu unmöglich, da ein Berufsabschluss in einem pflegerischen Beruf als zwingend angesehen wird.

2. Je höher der Berufsabschluss, desto leichter der Quereinstieg

Quereinstieg Lehramt Quereinsteiger Erzieher

Der Besuch einer Fachschule ist in den meisten Fällen unumgänglich.

Auch wenn sich die Voraussetzungen für eine berufsbegleitende Erzieherausbildung stark unterscheiden, so besteht die Gemeinsamkeit doch darin, dass Sie mit einem Hauptschulabschluss deutlich mehr Zusatzqualifikationen nachweisen müssen als dies bei einem abgeschlossenen Universitätsstudium der Fall ist.
Um den Unterricht an einer Fachschule kommen Sie jedoch, abgesehen von einem einschlägigen Studium im Bereich der Pädagogik, nicht herum.

Da Sie während der Erzieherausbildung nicht bezahlt werden, kommt der Finanzierung in dieser Zeit eine besonders hohe Bedeutung zu.
Sind Sie arbeitslos, übernimmt die Bundesagentur für Arbeit in der Regel die Kosten Ihrer Erzieherausbildung.
Im Übrigen können Sie BAföG beantragen.

3. Die persönlichen Voraussetzungen als Erzieher sind nicht zu unterschätzen

Jugend verstehen durch Fortbildung Erzieher

Fortbildungen sind für die erzieherische Arbeit unerlässlich.

Das Berufsbild eines Erziehers stellt sich in der Gesellschaft relativ simpel dar, ist jedoch tatsächlich sehr herausfordernd. Wenn Sie an einer Bewerbung als Erzieherin überlegen, unterschätzen Sie den Beruf nicht und machen sich mit den Aufgaben einer Erzieherin vertraut.

Selbstverständlich sollten Sie mit Kindern und Jugendlichen gut umgehen können. Es ist jedoch etwas anderes, Kinder in der eigenen Familie großzuziehen oder aber die Erziehung einer kompletten Gruppe übernehmen zu müssen.

Um dieser Herausforderung gewachsen zu sein, stehen Fortbildungen für Erzieher während des kompletten Berufslebens auf dem Programm. Selbstverständlich zeigen Sie auch Ihrem potentiellen Arbeitgeber durch eine Weiterbildung für Erzieher, dass Ihnen die Tätigkeit wichtig ist.

4. Wichtige Fragen und Antworten – FAQs

Stellenangebote Quereinsteiger

Das Gehalt richtet sich nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes.

Besteht die Möglichkeit einer Ausbildungsvergütung für Erzieher?

In einigen Bundesländern, wie etwa in NRW, gibt es das Programm der Praxisintegrierten Ausbildung, kurz PIA, welches ihm die Möglichkeit eröffnet, neben der dreijährigen Ausbildungszeit regulär in einer Kindertageseinrichtung zu arbeiten und dadurch vergütet zu werden.
Etwas anderes gilt im Anerkennungsjahr als Erzieher. In dieser praktischen Phase erhalten Sie etwa 1500 Euro brutto monatlich.

Ist es möglich, die Ausbildung auch in Teilzeit zu absolvieren?

Ja, die Teilzeit-Ausbildung als Erzieher steht Ihnen offen. Viele Erzieherinnen arbeiten in den Beruf ebenfalls in Teilzeit.

Gibt es ein Fernstudium für Erzieher?

Es besteht die Möglichkeit, ein Fernstudium zu absolvieren. Es gibt jedoch einige Pflichtveranstaltungen, die Sie persönlich besuchen müssen. Zudem können Sie die Praxisphasen nicht umgehen.

Wie hoch ist das Gehalt als Erzieher?

Das Gehalt eines Erziehers richtet sich in vielen Fällen nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. Freie Träger, wie die Kirche, haben eigene Regelungen, orientieren sich jedoch zumeist grob an den Werten des Tarifvertrags.
Im Schnitt können Sie zu Beginn ihrer Laufbahn als Erzieher mit einem Bruttomonatsgehalt von etwa 2.600 Euro rechnen.
Der Verdienst eines Erziehers erhöht sich entsprechend der Jahre Ihrer Tätigkeit sowie durch die Übernahme zusätzlicher Aufgaben, wie die Gruppenleitung oder gar die komplette Kita-Leitung.

Gibt es Ansprechpartner für den Quereinstieg als Erzieherin?

Über die Website Chance-Quereinstieg haben Sie Möglichkeit, sich an einen persönlichen Ansprechpartner zu wenden.

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