Waldkindergarten

In einem Waldkindergarten werden Kinder überwiegend in der freien Natur betreut. Die Wurzeln dieses Konzepts liegen in Skandinavien, der erste Waldkindergarten in Deutschland wurde 1968 gegründet. Die Kindergartengruppe setzt sich zusammen aus 15 – 20 Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren sowie mindestens zwei ErzieherInnen.

Der Kindergartenalltag findet bei jedem Wetter im Freien satt. Es gibt kein festes Gebäude, lediglich bei extremen Witterungsverhältnissen wie Sturm, Hagel oder Gewitter, die den Aufenthalt im Freien gefährlich machen würden, gibt es eine Schutzunterkunft. Meistens handelt es sich hierbei um einen beheizbare Bauwagen oder Hütten, in denen dann gemalt, gebastelt oder auch Geschichten erzählt werden.

In der Natur findet sich eine große Auswahl an Spielmaterial. Gespielt wird daher in der Regel nicht mit handelsüblichem Spielzeug, sondern mit Naturgegenständen, die man im Wald, auf dem Feld oder der Wiese vorfindet.

Der Wald bietet zudem ideale Möglichkeiten für ausreichend Bewegung und körperliche Aktivität: auf Bäume klettern, auf Stämmen balancieren, mit Lehm bauen oder in Regenpfützen hüpfen. Die Kinder können selber kreativ werden und ihre Sinne, Phantasie, Grob- und Feinmotorik schulen. Darüber hinaus lernen sie viel über die gegenseitige Abhängigkeit von Mensch und Natur, werden wachsam und fürsorglich im Umgang mit sich, der Gruppe und ihrer Umwelt. Das Erleben der Pflanzen und Tiere in ihren ursprünglichen Lebensräumen und die Sensibilisierung für ökologische Zusammenhänge sind Lern- und Erfahrungsziele der Waldkindergärten.