Kinder und Haustiere: Das sollten Sie vor der ersten Anschaffung beachten

Haustiere für Kinder kaufen

Viele Kinder wünschen sich irgendwann ein Haustier. Sie können für Familien eine große Bereicherung sein, jedoch sollten sich Eltern vor der Anschaffung eines Tieres gut informieren, um herauszufinden welches Tier zu ihnen passt und zu wissen, worauf sie sich einlassen. Denn ein Haustier macht viel Freude, aber auch Arbeit und bedeutet viel Verantwortung für Kinder und Eltern.

1. Vor der Anschaffung: gut informieren!

Vor der Anschaffung eines Haustieres sollten sich Eltern und Kinder über die Eigenschaften eines Tieres, über artgerechte Haltung, die Kosten und andere Anforderungen an die Familie informieren. Wichtig ist, dies vor der Entscheidung für ein Tier zu tun. „Die kleinen Katzenbabys einfach nur mal anschauen“ funktioniert in der Praxis nämlich oft nicht. Zumindest wird es vielen Eltern schwer fallen, die süßen Katzen ihren Kindern wieder auszureden.

Eltern sollten sich daher im Vorfeld überlegen, welches Tier und gegebenenfalls welche Rasse zu ihrer Familie passen. Auch Kleintiere, wie Kaninchen oder Meerschweinchen machen Arbeit. Ihr Stall muss regelmäßig ausgemistet werden, sie brauchen Futter, Wasser und müssen auch regelmäßig vom Tierarzt untersucht und geimpft werden. Bei größeren Tieren, insbesondere Hunden, sollte die Zeit, die in die Erziehung investiert werden muss, nicht unterschätzt werden. Vor der Anschaffung eines Tieres sollten Eltern außerdem klären, wer die Betreuung in der Urlaubszeit übernimmt.

2. Verantwortung lernen

Die Anschaffung eines Haustieres ist oft eine gute Gelegenheit für Kinder zu lernen, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen und auch längerfristig bestimmte Verpflichtungen einzugehen. Denn Haustieren ist es egal, ob ihr Halter gerade Lust hat sich mit ihnen zu beschäftigen, oder ob eigentlich andere Dinge interessanter sind. Tiere brauchen regelmäßige Pflege, müssen meist täglich gefüttert, versorgt und je nach Tierart auch beschäftigt werden. Abgesehen davon können Tiere ein toller Ausgleich sein: Sie sind nie schlecht gelaunt, zwingen einen, sich mit ihnen zu beschäftigen und sich so immer wieder eine kleine Auszeit zu nehmen.

Mit Kindern sollten Eltern möglichst klare Absprachen treffen und vereinbaren, welche Aufgaben sie übernehmen können. Dabei sollten Sie darauf achten, dass ihr Kind sich an einmal getroffene Absprachen hält, es aber auch nicht überfordern und gegebenenfalls unterstützen.

Sie sollten ihrem Kind bewusst machen, dass Tiere Lebewesen sind und  kein Spielzeug, mit dem sie sich je nach Lust und Laune beschäftigen oder es zur Seite legen können. Doch Eltern sollten sich darüber klar sein, dass letztendlich sie die Verantwortung tragen. Denn Kinder sind meist noch nicht so zuverlässig, wie es für die Betreuung eines Tieres notwendig ist. Sie müssen dies erst lernen. Auch wenn Kinder am Anfang oft sehr motiviert sind, mit dem Hund spazieren zu gehen, die Fische zu füttern, oder den Meerschweinchenstall auszumisten, lässt diese Motivation meist nach einiger Zeit wieder nach. Kinder können ihre längerfristige Motivation oft noch nicht richtig einschätzen. Letztendlich werden die Eltern sicherstellen müssen, dass ihr Haustier gut versorgt ist, da Kinder zu Beginn meist nicht absehen können, was es bedeutet sich über Jahre zu verpflichten.

3. Hund oder Katze?

Besonders beliebte Haustiere sind Katzen und Hunde. Generell gelten Katzen als die unabhängigeren Haustiere, während Hunde mehr auf den Menschen bezogen sind.

Bei der Entscheidung für einen Hund, können die typischen Rasseeigenschaften Aufschluss über die Bedürfnisse und den Charakter geben. Denn je nach Rasse brauchen Hunde unterschiedlich viel Bewegung, Erziehung und Pflege. Bei allen Hunden, insbesondere aber auch bei Mischlingen, ist es hilfreich, die Eltern des Tieres kennen zu lernen. Auch dies kann Aufschluss über den Charakter und andere Eigenschaften, wie beispielsweise einen möglichen Jagdtrieb, geben.

Oft kommen Hunde und Katzen als Welpen oder Katzenbabys in ihre neues zu Hause. Wenn Familien sich für ein Tier aus dem Tierheim entscheiden, sind diese meist schon etwas älter. Sie sollten sich darüber bewusst sein, dass die Herkunft der Tiere nicht immer bekannt ist und dass diese auch bereits problematische Erfahrungen mit Menschen oder anderen Tieren gemacht haben können.

4. Verhaltensregeln

Eltern sollten nicht nur die Aufgabenverteilung besprechen, sondern ihren Kindern auch erklären, wie sie sich gegenüber ihrem Tier verhalten sollen. Dass Tiere sich anders als Menschen verhalten und sie andere Dinge als Menschen mögen, müssen Kinder meist erst lernen. Daher sollten Eltern sich informieren und mit ihren Kindern üben, wie sie mit ihrem Tier umgehen sollen, beispielsweise, wie sie es füttern oder streicheln sollen, wie sie sich ihm nähern können und wie bestimmte Signale des Tieres zu verstehen sind.

Auch bestimmte Absprachen zur Hygiene im Umgang mit Haustieren sind sinnvoll. So sollten sich Kinder nach dem Umgang mit dem Tier und vor dem Essen die Hände waschen. Wenn Eltern daran denken, ihre Tiere zu impfen, insbesondere Hunde und Katzen regelmäßig zu entwurmen, den Stall oder das Katzenklo oft genug zu reinigen steht einem guten Zusammenleben zwischen Mensch und Tier nichts im Wege. So haben Langzeitstudien ergeben, dass Hunde und Katzen das Allergierisiko bei kleinen Kindern nicht erhöhen, es sogar senken können.

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