Nur 3,6 Prozent von den in der Kindertagesbetreuung Beschäftigten ist männlich. Dies veröffentlichte heute das Statistische Bundesamt anlässlich des Boy’s Day am 26. April. Damit befassten sich im März 2011 rund 16.700 Männer unmittelbar mit der pädagogischen Betreuung von Kindern in einer Kindertageseinrichtung oder waren als Tagesvater tätig. Immerhin bedeutet diese Zahl eine Steigerung von rund 50 Prozent gegenüber 2007. Damals betrug der Anteil der Männer nur 2,9 Prozent in dieser Beschäftigungsgruppe.
Doch es gibt große regionale Unterscheide. Beispielsweise entscheiden sich in den Stadtstaaten Hamburg (9,64%) und Bremen (8,63%) wesentlich mehr Männer als in den Flächenstaaten für eine Beschäftigung in einer Kindertagesstätte. Auch in Berlin liegt der Männeranteil mit 6,09 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt. Von den Flächenstaaten liegen Schleswig-Holstein mit einem Männeranteil von 5,99 Prozent sowie Hessen mit 5,87 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt.
Besonders unattraktiv scheint die Beschäftigung in einer Kita in den Flächenländer zu sein. Absolutes Schlusslicht bildet Sachsen-Anhalt mit einem Männeranteil von nur 1,88 Prozent. Weit unterdurchschnittlich ist der Männeranteil auch in Thüringen (2,52%) und im Saarland (2,56%). Aber auch in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beträgt der Männeranteil in den Kindertageseinrichtungen unter drei Prozent. Insgesamt liegen nur sieben Bundesländern über dem Durchschnittswert von 3,76 Prozent. Neun Länder hingegen darunter.
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